Japanisches Kaiser-Ehepaar besuchte Notunterkunft in Tokio
31. März 2011
Tokio. Der japanische Kaiser Akihito hat am gestrigen Mittwoch mit Betroffenen der verheerenden Erdbeben- und Tsunamikatastrophe gesprochen. In Begleitung seiner Frau Michiko besuchte er die Notunterkunft in Tokio. Dabei nahm sich der 77-jährige Monarch fast eine Stunde Zeit, um den Menschen Mut zu machen, die ihre Häuser hatten verlassen müssen.
“Ich konnte mich mit ihnen nicht so angeregt unterhalten, weil ich nervös war, hatte aber das Gefühl, dass sie tatsächlich besorgt um uns waren”, erklärte ein Betroffener des Unglücks, der mit dem Kaiser sprach. Kenji Uktio kommt direkt aus der Region um den Unglücks-Reaktor Fukushima-Daiichi. Nach dem Gespräch sagte er: “Ich war dafür sehr dankbar.”
Während die Behörden in der Region um Fukushima-Daiichi um die Eindämmung der Atomkatastrophe kämpften, versuchten Hunderttausende im Nordosten Japans, wieder ein geregeltes Leben aufzunehmen.
Die offizielle Zahl der Toten lag am Mittwoch bei 11.257. Da noch immer mehrere tausend Menschen vermisst werden, könnte die Zahl jedoch noch auf über 18.000 steigen. Die Kosten des Erdbebens sowie des anschließenden Tsunamis am 11. März werden von der Regierung auf rund 220 Milliarden Euro angegeben.
(dapd; rockefeller-news/up)
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