Urteil gegen Fußball-Profis

22. Dezember 2011

Guido Kocer

Der Fussballspieler des FC Erzgebirge Aue, Guido Kocer, vor dem Landgericht Berlin. (Foto: dapd)

Dass auch Fußballprofis keine reine Weste haben beweisen die beiden Spieler Süleyman Koc und Guido Kocer. Die müssen sich derzeit vor dem Landgericht Berlin verantworten.

Ihnen wird vorgeworfen, zwischen Februar und April diesen Jahres in Berlin Cafes, Spielhallen und Geschäfte ausgeraubt zu haben.

Zahl man Fußballprofis heutzutage zu wenig?

Die Raubzüge sollen sie jedoch nicht nur zu zweit durchgeführt haben. Sieben weitere Personen, alle im Alter zwischen 18 und 21 Jahren sollen noch daran beteiligt gewesen sein. Insgesamt sollen die Ganoven dabei rund 20.000 Euro ergattert haben.

Nicht die feiner englische Art, wenn man bedenkt, was sich ein Fußballprofi in der heutigen Zeit alles leisten kann. Da scheint es weniger sinnvoll, wegen 20.000 Euro gegebenenfalls in den Knast zu wandern.

Die Staatsanwaltschaft hatte für den 22-jährigen Koc eine Haftstrafe von sechs Jahren und zehn Monaten gefordert. Eine solch hohe Haftstrafe erscheint wahrscheinlich, weil er an mehreren Rauben beteiligt gewesen sein soll.

Kocer soll wegen schweren Rauber eine Bewährungsstrafe von 18 Monaten auferlegt werden. Dies forderten die Ankläger.

Während der Tatzeit waren beide Spieler beim Drittligisten SV Babelsberg 03 unter Vertrag, weshalb die Raube völlig unbegreiflich sind.

Während des Verfahrens zeigten sich beide Angeklagten jedoch geständig und gaben die Tat zu. Das Urteil wird in diesen Tagen erwartet.

(rockefeller-news/dapd)

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Ortwin Oberhauser

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