Börsenfusion nur unter strengen Bedingungen
23. Dezember 2011
Die Fusion der Deutschen Börse mit der NYSE Euronext steht kurz bevor. Trotzdem müssen laut amerikanischem Justizministerium noch einige Auflagen erfüllt werden, um die Fusion möglich zu machen.
Vor allem der Betreiber der Börse in Frankfurt ist gefragt, denn dieser muss zunächst dem Verkauf einer Beteiligung an der Direct Edge Holdings durch eine Tochtergesellschaft zustimmen. Würde er darauf nicht eingehen, dann werde der Zusammenschluss blockiert. Dies teilte das US-Ministerium am Donnerstag mit. Eine entsprechende Klage sei bereits vor dem Gericht in Washington eingereicht worden.
Bei den Deutschen Börsen gilt der Zusammenschluss unter von US-Justizministerium gestellten Auflagen als “bedeutender Meilenstein”.
Dabei ist International Securities Exchange (ISE) eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Unternehmens. Sie hält an der Direct Edge Holdings, dem viertgrößten Börsenbetreiber der USA, einen Anteil von 31,5 Prozent. Bis es zur vollständigen Veräußerung kommt wird die Beteiligung von ISE an Direct Edge passiv weitergeführt.
Doch auch die EU-Kommission muss den Zusammenschluss zuerst genehmigen. Dabei ist der 9. Februar der Stichtag, an dem die Prüfungen abgeschlossen sein sollen. Bei der Börsenaufsicht in Hessen stößt die geplante Fusion jedoch auf Widerstand.
Bereits Anfang des Jahres hatte die Deutsche Börse angekündigt, den Mutterkonzern der NYSE für zehn Milliarden Dollar (rund sieben Milliarden Euro) aufkaufen zu wollen. Mit dieser Fusion entstünde der größte Börsenkonzern der Welt. Die New York Stock Exchange beinhaltet nicht nur die berühmte Wall Street, sondern auch Handelsplätze in Amsterdam, Brüssel, Lissabon und Paris sowie der Londoner Terminmarkt.
(rockefeller-news/dapd)










