Der Glaube an den Euro

27. Dezember 2011

Hans Eichel

Ex-Finanzminister Hans Eichel fordert mehr Glauben an den Euro. (Foto: dapd)

Immer noch ist die Eurokrise in aller Munde und auch der Abschluss des Jahres 2011 bringt keinen Abschluss der europäischen Krise mit sich.

Im Gegenteil glauben viele, dass auf das Krisenjahr 2011 noch weitere folgen werden.

Ob Austritt aus dem Euro oder nicht, daran scheiden sich die Geister. Nicht nur Politiker beraten darüber, was das Beste sein könnte, ganz Europa macht sich Gedanken, wie es nun weitergeht.

Der frühere Bundesfinanzminister Hans Eichel sieht einen Austritt aus dem Euro jedoch als fatalen Fehler an. Der SPD-Politiker gab am Dienstagmorgen im ZDF-Morgenmagazin an: “Eine größere Dummheit könnten wir nicht machen, das wäre die Verabschiedung Europas in die Bedeutungslosigkeit.”

Eichel betont, dass vor allem eine stärkere Zusammenarbeit in der europäischen Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik gemacht werden muss, um der Krise gerecht entgegenwirken zu können. Nur wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, dann werde der Euro “nicht nur überleben, sondern nach der Krise stärker sein als vorher”. Davon ist der ehemalige Bundesfinanzminister überzeugt.

Pflicht der EU sei es zudem, sich nicht von den negativen Ansichten der USA oder Großbritannien verunsichern zu lassen. Diese Nationen sind überzeugt davon, dass der Euro die Krise nicht überleben wird. Dagegen müsse sich die EU jedoch behaupten und nicht den Kopf einziehen.

“Die Freunde des Euro sitzen nicht an der Wall Street in New York und auch nicht in der Londoner City”, schließt Hans Eichel seine Aussage ab.

(rockefeller-news/dapd)

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