Mindestens ein deutsches Opfer bei Schiffsunglück
23. Januar 2012

Menschen betrachten das havarierte Kreuzfahrtschiff Costa Concordia von der toskanischen Küste aus. (Foto: dapd)
Unter den Opfern des Schiffsunglücks der “Costa Concordia” vor der toskanischen Küste ist mindestens ein Opfer, das aus Deutschland stammte. Dies bestätigten Sprecher der italienischen Polizei am Sonntag.
Rocco Carpentieri gab an, dass bereits acht Leichen identifiziert wurde. Diese wurden von Tauchern aus dem Wrack des Kreuzfahrtschiffes geborgen. Unter den geborgenen Opfern befinden sich neben einem deutschen Mann vier Franzosen und je ein Person aus Spanien, Italien und Ungarn.
Noch immer werden über 20 Menschen vermisst. Die Taucher geben jedoch nicht auf und suchen weiterhin nach Überlebenden. Insgesamt wurden 13 Tote geborgen.
“Es könnte (eine unbekannte Anzahl von) Personen geben, von denen wir nichts wissen”, das sind sogenannte blinde Passagiere, sagte der Leiter des Krisenstabs, Franco Gabrielli. Daher sei es schwierig, die Zahl der vermissten Personen genau festzulegen. Derzeit laufen die Identifizierungen der restlichen Todesopfer, von denen noch nicht bekannt ist, ob sie registrierte oder blinde Passagiere waren.
Als Beispiel für eine blinde Passagierin gilt eine Ungarin. Angehörige meldeten sie bei der Botschaft als vermisst. Sie habe ihre Verwandten vom Schiff aus angerufen, ist jedoch nicht auf der Passagierliste eingetragen. Die Verwandten haben seit dem Tag des Unglücks, dem 13. Januar, nichts mehr von der Frau gehört.
643 Menschen waren am Sonntag wieder im Einsatz, um weitere Vermisste aus dem havarierten Schiff zu bergen. Darunter sind auch 65 Marinetaucher, wie Gabrielli angibt.
Die Bergung musste vorübergehend unterbrochen werden, nachdem sich in der Nacht der Bug des Schiffes bewegt hatte. Trotzdem waren am Sonntag wieder zahlreiche Helfer vertreten, die die vermissten Personen finden wollen.
(rockefeller-news/dapd)
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