Gottschalks neues “Wohnzimmer”
24. Januar 2012
Am Montagabend um 19.20 Uhr war es endlich soweit. Für Gottschalk-Fans hatte das Warten endlich ein Ende. Unter dem Motto eine “halbe Stunde happy hour” eröffnete Gottschalk seine erste Show.
Das Studio, in dem Gottschalk von nun an moderieren wird befindet sich in Berlin Mitte im Humboldt Carré. Dass er sich dort schon sehr heimisch fühl bestätigt er damit, dass er das Studio “mein Wohnzimmer” nennt. Die neue Show Gottschalks läuft von nun an täglich zwischen 19.20 und 19.50 Uhr.
Und “Gottschalk live”, so heisst die neue Show, trumpft gleich mit einer extravaganten Titelmelodie auf. Diese liefert die Lieblingsband des Moderators, die Rolling Stones. Mit “Jumpin Jack Flash” wird die Sendung eingeleitet.
Die zunächst etwas steife Einleitung verliert sich schließlich in Gottschalks immer weiter steigender Lockerheit. Der Satz, dass nun eine “Wulff-freie halbe Stunde” folgen werde und das Thema Rettungsschirm völlig aussen vor gelassen wird, ist schließlich der Durchbruch und von da an ist es eine gelungene erste Sendung.
Mit Witz und Charme überzeugt Gottschalk das Publikum. Schließlich präsentiert er die blau karierte Krawatte von Günter Jauch in die Kamera und beteuert, dass diese auch schon an Sportmoderator Andreas Käckells Hals gehangen habe. Weiter sagt er, dass diese wohl auch an “Tagesthemen”-Moderator Tom Buhrow bald gesehen werde. Bei der Krawatte handle es sich um die “offizielle ARD-Krawatte”, den “Schlauch von Jauch”.
Doch mit den flotten Sprüchen nicht genug, Gottschalk bot die Krawatte demjenigen Zuschauer an, der ihm den triftigsten Grund nennt, warum er sie haben sollte. Von nun an sind also alle Zuschauer aufgefordert, Meinungen, Videos oder Fotos per Internet zu schicken. Nach jeder Sendung will Gottschalk dann eine halbe Stunde bei Twitter zur Verfügung stehen.
Auch für die Trennung von Heidi Klum und Seal fand Gottschalk die richtigen Worte. “Ich habe Heidi entdeckt”, tönt der Moderator. Anscheinend sei er des Öfteren bei Heidi Klum zu Besuch gewesen. Weiter erzählt er, dass Seal ihn immer “Herr Gottschalk” genannt habe. Seine Meinung zur Scheidung wurde ebenfalls deutlich. In einer Beziehung können nicht beide Parteien Showkarriere machen.
Der erste Studiogast war Michael Bully Herbig, der einiges über seinen neuen Film und die Dreharbeiten in den USA mit Jim Carrey erzählte.
Eine rundum gelungene erste Sendung, die Lust auf weitere macht. Gottschalk kündigte für Dienstag weitere Gäste wie Schauspieler Armin Rohde und Franz Beckenbauer an.
(rockefeller-news/dapd)
« Falsche Übersetzung der Steve Jobs-BiographieEin Hund mit Groove »










