Mädchenleiche am Kap Arkona entdeckt
31. Januar 2012

Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich bei der gefundenen Kinderleiche um die vermistte Kathy. (Foto: dapd)
Nach dem verheerenden Erdrutsch am Kap Arkona auf der Insel Rügen, wurde einen Monat danach nun eine Mädchenleiche am Strand angespült. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um die Leiche des kleinen Mädchen, dass beim Abbruch der Steilküste mit in die Tiefe gerissen worden war.
Am Dienstagmorgen bestätigte ein Polizeisprecher in Stralsund, dass die Leiche unweit der Unglücksstelle entdeckt worden sei. “Es spricht vieles dafür, dass es sich bei der Leiche um das zehnjährige Mädchen handelt”, bestätigte Oberstaatsanwalt Ralf Lechte.
Die Mädchenleiche wurde sofort zur Obduktion gebracht, wo sichergestellt werden soll, dass es sich um die vermisste 10-Jährige handelt. Dabei soll ein Zahn- und DNA-Abgleich für Aufklärung sorgen.
Am Mittwochnachmittag sollen erste Ergebnisse vorliegen, die den Eltern schließlich gewissheit bringen, was mit ihrem kleinen Mädchen passiert ist.
Putgartens Bürgermeister Ernst Heinemann (Bündnis für Rügen) bestätigte bereits gegenüber der Nachrichtenagentur dapd, dass es sich bei der Kleidung des Kindes zweifellos um die der vermissten Kathy handelt.
Heinemann erklärte, dass es Mitarbeiter des Fördervereins Kap Arkona waren, die die Leiche am Morgen entdeckt hatten. Sie befanden sich gerade auf einem Kontrollgang entlang des Strandes. Es herrschte schwerer Sturm.
Bis jetzt ist noch nicht klar, wie die Leiche an den Strand kam. Zum einen glaubt man, dass das Kind unter den Trümmern verschüttet wurde und nun freigespült wurde, zum anderen könnte es jedoch sein, dass die zwei bis drei Meter hohen Wellen das Kind schließlich an Land getragen haben.
Nach dem Abbruch der Steilküste suchten Helfer tagelang nach dem vermissten Kind und wollten auch trotz Sturm und Unwetter nicht aufgeben. Sie wollten den Eltern Gewissheit verschaffen, was mit ihrem Kind geschehen ist. Nun ist klar, dass das Kind den Absturz nicht überlebt hat. Zumindest haben die Eltern jedoch die Chance, ihre Tochter zu beerdigen und einen Platz, an dem die trauern können.
(rockefeller-news/dapd)
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