Putin erklärt sich zum Wahlsieger – Vor tausenden Anhängern vor dem Kreml

04. März 2012

Anzeigetafeln, Kameras usw. zur Wahlübertragung und Kontrolle kostete über 300 Millionen Euro. (Foto: dapd)
Anzeigetafeln, Kameras usw. zur Wahlübertragung und Kontrolle kostete über 300 Millionen Euro. (Foto: dapd)

 

Nach der Präsidentschaftswahl in Russland hat sich Wladimir Putin trotz Berichten über viele Unregelmäßigkeiten zum Sieger erklärt. Er dankte tausenden Anhängern auf einer Kundgebung vor dem Kreml in Moskau dafür, mitgeholfen zu haben, ausländische Verschwörungen zur Schwächung Russlands zu vereiteln.

Wählernachfragen staatlicher russischer Fernsehsender zufolge dürfte Putin auf 58 bis 59 Prozent der Stimmen kommen. Die Zentrale Wahlkommission teilte mit, nach Auszählung von 20 Prozent der Stimmen führe Putin mit 63 Prozent.

Unabhängige russische Beobachtergruppen meldeten während der Abstimmung mehr als 2.000 Unregelmäßigkeiten. Trotz in allen Wahllokalen installierter Webkameras sei es möglich gewesen, dass viele Wähler mehrmals ihre Stimme abgeben konnten. Diese Gruppen seien in Bussen von Wahllokal zu Wahllokal gefahren worden, berichtete die Organisation Golos.

Von Putins Herausforderern kam der kommunistische Kandidat Gennadi Sjuganow in den Trends mit 18 Prozent noch auf das achtbarste Ergebnis. Die anderen drei Bewerber Wladimir Schirinowski, Sergej Mironow und der Milliardär Michail Prochorow kamen nicht über den einstelligen Bereich hinaus.

Steinmeier erwartet von Putin Änderungen in der Regierungspraxis

Der SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier glaubt nicht, dass Wladimir Putin als russischer Präsident so regieren kann wie während dessen erster Amtszeit von 2000 bis 2008. “Es wird eine Zeit Putin nach Putin”, sagte Steinmeier am Sonntag in der ARD-Sendung “Bericht aus Berlin”. Die 60 Prozent und mehr Zustimmung bei der Präsidentenwahl für Putin zeigten, dass die meisten Wähler in Russland auf wirtschaftliche Stabilität und Wachstum hofften.

“Klug wird das Ganze nur, wenn Putin auch selbst weiß, dass sich dieses Land verändert, dass die Erwartungen an Demokratisierung Russlands gestiegen sind”, sagte Steinmeier. Putin erhielt am Sonntag ersten Trends zufolge um die 60 Prozent der Stimmen und wird damit zum dritten Mal seit 2000 und 2004 in das mächtigste Amt in Russland gewählt.

(rockefeller-news/dapd)

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