Fraport sieht Planfeststellung zum Flughafenausbau nicht in Gefahr

14. März 2012

 Bundesverwaltungsgericht verhandelt über Frankfurter Flughafenausbau. (Foto: dapd)
Bundesverwaltungsgericht verhandelt über Frankfurter Flughafenausbau. (Foto: Mario Vedder/dapd)

 

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport erwartet von der Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eine Bestätigung für den Ausbau von Deutschlands größtem Flughafen. “Wir gehen fest davon aus, dass der Ausbau Bestand haben wird” und Leipzig die Planfeststellung bestätigen werde, sagte der Fraport-Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte am Dienstagabend im HR-Fernsehen. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) erhofft sich Rechtssicherheit.

Ziel der Mediation sei der Ausbau des Flughafens und zwischen 23 und 5 Uhr keine geplanten Flüge gewesen, sagte Bouffier. Dafür erhoffe er sich von Leipzig rechtliche Handhabe. Der Ministerpräsident verteidigte den Ausbau und die Standortentscheidung für die neue Landebahn Nordwest. Er warb für einen Ausgleich der verschiedenen Interessen: Es gebe die Verpflichtung, alles zu tun, damit es leiser werde, aber trotzdem müsse der Flughafen eine Zukunft haben.

Fraport-Chef Schulte nannte den Ausbau sehr wichtig für die Region und verwies unter anderem auf die wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitsplätze. Er kündigte zugleich eine weitere Anhebung der Entgelte für lautere Flugzeuge an. Vorwürfe, die Belastung durch Lärm sei höher als erwartet, wies er zurück. Es sei nicht lauter geworden als prognostiziert. Aber die Menschen seien überrascht, weil sie sich das nicht hätten vorstellen können.

In Leipzig wird seit Dienstag über den Ausbau des Flughafens verhandelt. Die Anhörung wird am Mittwoch (14. März) fortgesetzt. Bereits am Dienstag hatten Kläger in der Verhandlung bemängelt, dass in dem Planfeststellungsbeschluss 17 Nachtflüge genehmigt worden waren, obwohl Flughafenbetreiber Fraport diese ursprünglich gar nicht beantragt hatte. Auch der Vorsitzende des Vierten Senats des Bundesverwaltungsgerichts, Rüdiger Rubel, äußerte Zweifel, ob dies ohne eine neue Anhörung zulässig war.

Lärmbelästigung in Zahlen
Ausgewählte Geräusche in Dezibel

- Das Brummen eines Kühlschranks erzeugt etwa 30 db (A)

- Eine Fahrradglocke muss mindestens eine Lautstärke von 75 db (A) haben

- Kinderlärm verursacht ebenso wie ein Staubsauger einen Lärmpegel von 80 db (A)

- Ein Altglascontainer in Benutzung schafft in zehn Meter Entfernung zwischen 65 und 85 dB (A)

- Ein Auto erzeugt bei seiner Vorbeifahrt zwischen 70 und 90 dB (A)

- Eine Autohupe schafft 90 db (A), dies entspricht auch dem Geräusch eines Lkw

- Eine Motorsäge im Einsatz produziert Lärm von bis zu 115 dB (A); dies gilt auch bei einem Rockkonzert

- Ein Gewitterdonner kann gut 120 db (A) erreichen

- Ein Düsentriebwerk schafft es auf 120 bis 130 dB (A)

(Quelle: www.code-knacker.de und Deutsche Gesellschaft für Akustik)

(rockefeller-news/dapd)

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