Nestlé übernimmt Pfizers Babynahrungssparte – Kaufpreis beträgt fast zwölf Milliarden Dollar

24. April 2012

In den letzten Jahren erzielte Pfizer Nutrition Umsätze von rund 2,1 Milliarden Dollar. (Foto: J.Bott/dapd)
In den letzten Jahren erzielte Pfizer Nutrition Umsätze von rund 2,1 Milliarden Dollar. (Foto: J.Bott/dapd)

 

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé übernimmt für 11,85 Milliarden Dollar (neun Milliarden Euro) die wachstumsstarke Babynahrungssparte des US-Pharmariesen Pfizer. Der Kauf bedarf allerdings noch der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden, wie Nestlé am Montagmorgen bekannt gab. Dabei könnten dem weltweit größten Nahrungsmittelkonzern Auflagen drohen.

Das Unternehmen mit Sitz in Vevey erklärte, der Kauf werde die Position Nestlés im weltweiten Markt für Säuglingsnahrung stärken, da Pfizer Nutrition 85 Prozent seiner Umsätze in aufstrebenden Märkten der Schwellenländern mit einer großen und schnell wachsenden Bevölkerung erwirtschafte. So verfügt Pfizer Nutrition auch über Produktionsstandorte in den Philippinen, in Singapur, China und Mexiko.

Die bekanntesten Marken sind S-26, SMA, Promil und Progress. Sie sollen nach Angaben von Nestlé weitergeführt werden. Nestlé erzielte mit seinem Babynahrungsgeschäft Nestlé Nutrition im Jahr 2011 einen Umsatz von 7,2 Milliarden Franken (6 Milliarden Euro), vor allem dank zweistelliger Wachstumsraten in den Schwellenländern im Bereich Säuglingsnahrung. “Säuglingsnahrung gehört zum Kern unseres Unternehmens seit dessen Gründung 1866″, erklärte Nestlé-Chef Paul Bulcke. Pfizer Nutrition passe hervorragend in die Unternehmensstrategie, sagte er.

Mitarbeiter sollen übernommen werden

In den letzten Jahren erzielte Pfizer Nutrition Umsätze von rund 2,1 Milliarden Dollar. Für das Jahr 2012 erwartet Nestlé für das übernommene Geschäft nun einen Umsatz von bis zu 2,4 Milliarden Dollar. Pfizer erklärte, sämtliche 5.400 Mitarbeiter von Pfizer Nutrition würden von Nestlé übernommen.

Um Pfizer Nutrition hatten sich gemeinsam auch der französische Lebensmittelkonzern Groupe Danone und der US-Nahrungsmittelhersteller Mead Johnson Nutrition bemüht. Der weltweit größte Pharmakonzern Pfizer hatte seine Babynahrungssparte im vergangenen Juli zum Verkauf gestellt. Der Konzern will sich künftig auf sein Kerngeschäft konzentrieren und neue Medikamente entwickeln. Über die nötigen finanziellen Mittel für die Übernahme verfügt Nestlé dank dem Verkauf seines Pharmageschäfts Alcon an den Schweizer Pharmakonzern Novartis für rund 52 Milliarden Dollar im Jahr 2010.

(rockefeller-news/dapd)

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