Bloggerin Claudia Scheler im Interview

26. Juni 2015


Foto: © Claudia Scheler/ http://claudia-scheler.com/

Claudia ist Inhaberin eines Pferde- und Hundeblogs. Auf beiden Blogs dreht es sich um allgemeine Themen über Hunde und Pferde, sowie viele persönliche Erfahrungen und Erlebnisse mit ihren eigenen Tieren, Hund Mailo und Pferd Keks. Außerdem hat die Freisingerin zahlreiche Follower auf Facebook, YouTube und Twitter.

Pferdeblog: www.claudia-scheler.com

Hundeblog: www.wufflog.de

Rockefeller Magazin: Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Claudia: Ich habe schon immer gerne geschrieben und die Idee einen eigenen Blog zu führen war nicht völlig neu. Allerdings hatte ich, wie viele andere Reiter auch, immer nur eine Reitbeteiligung und keiner der Besitzer hätte es damals gut geheißen, wenn ich das Pferd in der Öffentlichkeit präsentiere. Die Situation hat sich letztes Jahr geändert, da aus meiner damaligen Reitbeteiligung, mein halbes eigenes Pferd wurde. So eröffnete ich im Sommer 2014 zunächst einen gemeinsamen Hunde- und Reitsportblog, mit recht einfachem Design. Mittlerweile habe ich einige Änderungen vorgenommen, zum einen die Trennung in zwei separate Blogs und zum anderen ist auch das Design professioneller geworden.

Rockefeller Magazin: Du hast ein halbes Pferd? Das klingt aber spannend! Gibt es da nicht hin und wieder Probleme?

Claudia: Schon während meiner Zeit als Reitbeteiligung habe ich mich mit Tanja, der Mitbesitzerin, richtig gut verstanden und mit der Zeit hat sich daraus eine tolle Freundschaft entwickelt. Zusammen haben wir uns alles gründlich überlegt und wichtige Details vertraglich geregelt. Klar, ist diese Konstellation etwas eher seltenes, aber es gibt auch viele Vorteile. So verteilen sich Zeitaufwand und Kosten auf zwei Personen, und man ist doch etwas entlasteter, weiß aber gleichzeitig, dass das eigene Pferd optimal versorgt ist. Ganz wichtig ist es natürlich ähnliche Ansichten zu haben und alles klar mit einander zu besprechen.

Rockefeller Magazin: Wie würdest du deinen Bloggeralltag beschreiben?

Claudia: Spannend! Obwohl ich erst einmal richtig stellen möchte, dass ich nicht hauptberuflich Bloggerin bin. Meine Blogs sind zwar mittlerweile ein bisschen mehr als ein Hobby, aber ich mache alles was damit zu tun hat in meiner Freizeit, und weil ich daran Freude habe. Es macht mir einfach wahnsinnig viel Spaß zu schreiben, Fotos zu machen, Videos zu schneiden und alles andere was dazu gehört. Die meisten Fotos und Videos entstehen mehr oder minder nebenbei, wenn wir beispielsweise mit Mailo unterwegs sind oder ich bei Keks bin. Hin und wieder habe ich eine Zusammenarbeit, die es erfordern Fotos oder Videos zu machen, dann gibt es auch schon mal ein richtig geplantes Fotoshooting oder einen Videodreh. Aber eben am Wochenende, da dazu unter der Woche keine Zeit ist.

 

Rockefeller Magazin: Das klingt irgendwie ziemlich stressig. Hast du auch Zeit noch für andere Dinge?

Claudia: *lacht* Nein oder besser gesagt: schwierig. Allerdings muss ich aber sagen, dass ich ein recht stressresistenter Mensch bin, den so schnell nichts erschüttert. Außerdem liebe ich es, wenn ausreichend Action um mich herum ist. Meine Freunde, die mit Hund und Pferd nun nicht so viel am Hut haben, können das manchmal nur schwer verstehen, aber ich gebe mir schon Mühe auch mal ganz normale Sachen wie mit Freunden ins Kino oder Essen gehen in meinem Alltag unterzubringen.

Rockefeller Magazin: Was sagen denn deine Mitmenschen zu deinem etwas besonderen Hobby?

Claudia: Mittlerweile ist ja alles etabliert und nicht mehr so im Mittelpunkt. Am Anfang habe ich aber oft die Aussage zu hören bekommen, dass ich berühmt werden möchte, und mich deswegen vermarkte. Das ist so aber absolut nicht richtig. Natürlich freue ich mich über jeden neuen Leser meiner Blogs, über jedes Like auf meiner Facebook Seite und jeden einzelnen Kommentar, aber berühmt werden möchte ich damit nicht. Wie ich oben schon gesagt habe, macht mir das alles wahnsinnig viel Spaß und warum sollte ich nicht tun, was mich glücklich macht?

 

 

Rockefeller Magazin: Gibt es ein Erlebnis, welches du als schönstes Blogerlebnis bezeichnen würdest?

Claudia: Mittlerweile gibt es wirklich sehr viele Erlebnisse, die ich total schön fand. Wenn mir beispielsweise ein Leser schreibt, wie toll er meinen Blog findet, dann geht einem schon das Herz auf. Auch gibt es wahnsinnig viele Menschen, die ich durch meinen Blog kennengelernt habe, und woraus sich teilweise richtige Freundschaften entwickelt haben. Oder beispielsweise der Kontakt zu Menschen, wo ich gedacht hätte, dass diese nie im Leben mit mir reden, wie beispielsweise vor Kurzem das Entweder-Oder-Interview mit Springreiterin Janne Frederike Meyer.

Rockefeller Magazin: Wenn du mit dem Bloggen nochmal von vorne anfangen könntest, würdest du etwas anders machen?

Claudia: Ja, ich hätte von Anfang an Hund und Pferd voneinander trennen sollen, da dies deutlich besser funktioniert und die Reichweite erhöht hat. Außerdem würde ich direkt auf WordPress starten, und mich mit bestimmten technischen Fragen im Vorfeld beschäftigen. Mir war damals nur wichtig, dass der erste Text online steht – egal wie es aussah. Mittlerweile weiß ich, dass Leser anspruchsvoll sind. Sie wollen gute Bilder sehen und Inhalte mit einem Mehrwert haben. Ein Blog ist heutzutage deutlich mehr als ein Onlinetagebuch.

Rockefeller Magazin: Wenn du einen Bloggerwunsch frei hättest, was würdest du dir wünschen?

Claudia: Ui, das ist eine echt schwierige Frage! Ich habe mit meinen Blogs mittlerweile so viel erreicht, was ich am Anfang nie gedacht hätte. Richtig cool wäre es natürlich mal so eine Art Homestory über international erfolgreiche Reiter zu machen, was natürlich schwierig ist. Aber was nicht ist, kann ja noch werden… *lacht*

Rockefeller Magazin: Möchtest du zum Abschluss noch etwas sagen?

Claudia: Ich möchte einfach mal Danke sagen! Danke an alle meiner Leser, die aus meinem Blog, dass gemacht haben, was er mittlerweile ist. Danke an meine Familie und Freunde, die mich in allen Lebenslagen immer unterstützen. Ein ganz besonderer Dank geht an Björn, der die meisten Fotos und Videos macht, und der mir auch sonst immer mit Rat und Tat zur Seite steht.

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Sydney

Published in Interview, Politik

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