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Regisseur Markus Hautz spricht über seinen Film “22:43″
August 13th, 2011In den letzten Jahren hat sich in der österreichischen Filmlandschaft einiges bewegt – die Oscars von Regisseur Stefan Ruzowitzky (“Die Fälscher”) und Schauspieler Christoph Waltz (“Inglorious Basterds”) beweisen dies eindrucksvoll. Doch auch abseits dieser großen Produktionen gibt es einen Kern kreativer und motivierter junger Leute, die beständig daran arbeiten ihren Traum vom Geschichten erzählen zu verwirklichen.
Markus Hautz ist einer davon – sein Zeitreisethriller “22:43″ wird gerade auf Filmfestivals rund um die Welt gespielt. So fand die Weltpremiere zum Beispiel auf dem Anchorage International Film Festival 2010 statt, die Europapremiere beim Max-Ophüls-Preis 2011; weiters wurde der spannende Streifen auch auf dem Crossroads Film Festival 2011 und dem Puerto Rico International Film Festival gespielt, vom Mexico International Film Festival 2011 konnte man gar als Gewinner des “Silver Palm Award” zurückkehren.

Regisseur Markus Hautz: "Sehe mich als Geschichtenerzähler, der versucht die Leute zu unterhalten." (Foto: Daniel Prochaska)
Gerade jetzt – im August – wird “22:43″ auf dem New York City International Film Festival 2011 laufen, wo der Film fünf mal nominiert ist: Bester Film, bestes Drehbuch, beste Musik, bester Hauptdarsteller und beste Nebendarstellerin. Im September wird “22:43″ dann beim Cinéfest Sudbury International Film Festival in Kanada für Spannung beim Publikum und – hoffentlich – für Euphorie bei den Kritikern sorgen.
Grund genug, sich Markus Hautz zu schnappen und ihn zu einem ausführlichen Interview über seinen Film zu bitten:
rockefeller-news: Markus, dein Film 22:43 läuft im Moment weltweit auf verschiedenen Festivals und schlägt sich dabei sehr erfolgreich; erzähle doch bitte erst einmal kurz die Story des Films.
Markus Hautz: Der Film erzählt die Geschichte von Max Felder, einem erfolglosen Schriftsteller, der zusammen mit seiner Freundin Hannah und seinem Hund Giacomo am Stadtrand von Wien lebt. Niemand will seine Geschichten lesen. Sein bester Freund Chris (Mordkommission) besorgt ihm eine 15 Jahre alte Polizeiakte, von der er sich inspirieren lässt. Doch als er sich mit dem fertigen Manuskript bei einem renommierten Verlag vorstellt, wird er erneut abgelehnt, was ihn so enttäuscht, dass er seine literarischen Gehversuche für immer bleiben lassen will. Und dann wird er auch noch fast von einem Auto angefahren, was ihn aber nicht umbringt, sondern drei Jahre in die Zukunft katapultiert. In seinem Haus wohnen jetzt andere Menschen, er wird wegen Einbruchs in sein eigenes Haus verhaftet und das schlimmste: Seine Freundin Hannah ist tot. Chris, der ihn vom Polizeirevier abholt, kommt nur schwer mit der Situation klar, versucht aber Max zu helfen. Und je länger Max in dieser neuen Welt lebt, merkt er, dass sein Buch etwas mit dem Tod seiner Freundin zu hat…
rockefeller-news: Du hast ja auch das Drehbuch selber geschrieben – was war die Idee, die dahinterstand, wie bist du auf die Geschichte gekommen?
Markus Hautz: Zeitreise ist ein faszinierendes Thema, das die Menschen seit Jahrzehnten beschäftigt und immer wieder träumen lässt. Die eigene Zukunft zu kennen würden viele als Segen empfinden. Nichts würde mehr unvorhergesehen eintreffen. Wir wären darauf vorbereitet. Es würde sich auch die Möglichkeit ergeben, Zustände in der Zukunft, die uns nicht gefallen, zu ändern. Doch könnte das Kennen der eigenen Zukunft auch ein Fluch sein?
Wenn wir an Zeitreise denken, meinen wir meist Maschinen, mit deren Hilfe wir duch die Zeit katapultiert werden – sei es in die Vergangenheit oder Zukunft, um dort den Untergang der Menschheit zu verhindern, ohne das Raum-Zeit-Kontinuum zu beeinträchtigen… ganz nach der Manier von „Zurück in die Zukunft“.
Durch Zufall bin ich auf die „düstere Legende“ von Rudolph Fentz gestoßen, der Ende des 19. Jahrhunderts in einer Gewitternacht spurlos verschwindet und im New York der 50er Jahre wiederauftaucht. Ich griff diesen Moment des Reisens durch die Zeit ohne jegliche Hilfsmittel auf und verwob es mit den Elementen Zufall und Schicksal. Die Art der Zeitreise in 22:43 kann man sich im Grunde wie eine Art Tunnel vorstellen, der Gegenwart und Zukunft miteinander verbindet. Nur diesen Tunnel betritt man nicht freiwillig. Man wird in Bruchteil von Sekunden hindurch geschleudert. Derjenige, der durch diesen Tunnel geht, verschwindet in der einen Zeit und taucht in der anderen wieder auf. Die Gefahr, seinem eigenen Ich zu begegnen, wird auf diese Weise eliminiert. Diese Möglichkeit wollte ich von Anfang an nicht in die Geschichte aufnehmen, denn man kennt dieses Szenario aus diversen anderen „Zeitreise- Filmen“. Fragen wie „Was würde der Protagonist anstellen, wenn er die Zukunft kennt?“ und „Würde er alles versuchen, um sein Leben zu verändern?“ haben mich auf diesem dunklen Pfad durch die Zukunft des Protagonisten begleitet. Die Antwort lautet: Selbstverständlich! Jeder von uns würde dasselbe tun, wenn er die Chance hätte.
Es entstand ein düsteres Szenario, in dem ich dem Protagonisten – ähnlich wie Rudolph Fentz – die Möglichkeit geben wollte, rein zufällig seine eigene Zukunft zu sehen. Anders als dieser sollte er aber nicht sofort in dem Augenblick sterben, in dem er in die neue Welt eintaucht, sondern noch genügend Zeit haben zu realisieren, dass diese Zukunft von ihm geschaffen wurde… Eine logische Konsequenz seiner Handlungen vor seinem Verschwinden.
Irgendjemand oder irgendetwas wollte ihm zeigen: „Wenn du dein Leben genauso weiterlebst, dann werden schlimme Dinge passieren.“ Der Protagonist muss erkennen, dass seine Leidenschaft – das Schreiben – der Auslöser jener unfassbaren Schmerzen und Trauer ist, die er in der Zukunft erleiden musste. Ihm ist klar, was er zu tun hat: Er muss sein Manuskript vernichten, um das Leben geliebter Menschen und sein eigenes zu retten. Er muss alles über Bord werfen, wofür er die letzten Jahre gekämpft hat.
Und genau hier offenbart sich das zweite Element in der Geschichte: Das Schicksal. Der Protagonist bekommt zwar seine zweite Chance, den Verlauf der Dinge zu ändern, doch die schlimmen Ereignisse treten trotzdem ein – nur etwas früher und in veränderter Form. Dass sich der Protagonist dabei immer wieder mit den „größten Tyrannen der Erde“, dem Zufall und der Zeit, konfrontiert sieht, soll den eigentlichen Plan des Schicksals undurchsichtiger machen. Eine Frage spielt dabei eine wichtige Rolle: „Kann man den Tod eines geliebten Menschen verhindern oder muss er sterben, wenn er vom Schicksal auserwählt wurde?”
Ich wollte die Geschichte auch auf eine philosophische Ebene bringen und habe mir immer wieder folgende Fragen gestellt: Können wir überhaupt unsere Zukunft verändern, selbst wenn wir sie kennen? Hat das Schicksal einen Plan, den es um jeden Preis verfolgt? Gibt es denn überhaupt so etwas wie eine Hoffnung auf z.B. „bessere Zeiten“ oder ist das nur ein hinterlistiger Mechanismus, damit die Menschen weiter nach Glück streben und es dem Schicksal im Spielparadies „Erde“ nicht langweilig wird?
rockefeller-news: Das klingt fast ein bisschen nach Sinnsuche mit den Mitteln des Films – bist du selber eher Determinist, oder glaubst du an Zufälle? Was denkst du, ist mit Rudolph Fentz wirklich geschehen?
Markus Hautz: Ich würde mich selbst weder als Determinist bezeichnen noch glaube ich ausschließlich an Zufälle. Ich würde mich eher in dieser dichotomischen Grauzone zwischen Determinismus und Zufall ansiedeln. Natürlich stelle ich mir immer wieder die Frage, ob wir einen freien Willen haben bzw. ob dieser überhaupt existiert. Jede Aktion ruft über kurz oder lang eine Reaktion hervor. Das Spannende daran ist jetzt: Ist es uns vorherbestimmt, zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort zu sein, den wir mit unseren (vermeintlich) freien Entscheidungen erreichen? Oder geraten wir nur durch glückliche oder unglückliche Zufälle in bestimmte Situationen? Eine eindeutige Antwort ist nicht existent, wohl aber unzählige Theorien. Es ist wirklich ein sehr breites philosophisches Feld, mit dem ich mich in den letzten Jahren immer wieder viel beschäftigt habe. Angefangen mit Thomas von Aquin bis zu den Existenzialisten des 20. Jahrhunderts wie Jean-Paul Sartre, der den Determinismus gänzlich abgelehnt hat. Ich selbst kann diese Frage wohl aber nur sehr unbefriedigend beantworten, weil ich einfach viel zu wenig Philosoph bin. Sartre oder Aquin haben sich fast ihr ganzes Leben damit beschäftigt. Vielleicht kann ich das in 30 Jahren beantworten, ob ich Determinist bin oder nicht (lacht).
Was mit Rudolph Fentz wirklich geschehen ist: Ich würde sagen, dass nicht alles an dieser Geschichte frei erfunden ist. Wahrscheinlich ist es wie mit jeder Legende, dass im Laufe der Zeit bestimmte Aspekte hinzugedichtet wurden. Und irgendwo im Kern liegt die Wahrheit begraben. Vielleicht war Rudolph Fentz ein verwirrter Broadway-Schauspieler und hat sich so mit seinem Stück identifiziert, dass er irgendwann durchgedreht und einem Taxi vor die Motorhaube gelaufen ist. Vielleicht war er aber auch nur unzufrieden mit seiner Karriere, weil er wieder einmal nicht die Hauptrolle bekommen hat.

Darstellerin Silvia Schantl, Kamera-Assistent Thomas Weilguny und Markus Hautz bei den Dreharbeiten. (Foto: Markus Ühlein)
rockefeller-news: Gibt’s autobiographisches, in der Geschichte oder bei den Figuren?
Markus Hautz: Autobiographisches gibt es eigentlich nicht. Ich wurde noch nie in die Zukunft geschleudert (lacht). Wobei dies natürlich mal sehr reizvoll wäre. Wo stehe ich in 10 Jahren? Hat sich bestimmt schon jeder mal gefragt. Aber es gibt Anspielungen und Hommagen an Filme und TV-Serien, die ich über alles liebe und noch heute schaue. So finden sich viele Zitate in Dialogen und auf der Bildebene von LOST, AKTE X oder ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT. Manche sehr offensichtlich, manche aber versteckt und schwer zu finden. Wer weiß, vielleicht entdeckt der eine oder andere aufmerksame Zuschauer genau diese versteckten Hinweise.
rockefeller-news: Jetzt ist das ja sehr viel Arbeit, so einen Fim von Anfang bis Ende zu produzieren – erzähl doch mal wie das vonstatten ging, wo fängt man da überhaupt an?
Markus Hautz: Diesen Film zu machen, war wohl das schwierigste, was ich je in meinem ganzen Leben gemacht habe. Aber ich bin sehr froh, es bis zum Ende durchgehalten zu haben. Immerhin waren es doch fast zwei Jahre meiner Zeit, die ich investiert habe. Der Anfang, wie bei jedem Film, ist die Idee.
Ursprünglich wollte ich einen Horrorfilm machen, der im frühen 19. Jahrhundert in Österreich spielt. Mein Kameramann und Cutter, Markus Edelmann, haben wochenlang an der Story geschrieben, aber irgendwie kamen wir auf keinen grünen Zweig. Während einer kurzen Pause erzählte er mir von dieser “Urban Legend”. 15 Minuten (!!!) später hatten wir das Grundgerüst für “22:43″. Die Arbeit am Drehbuch dauerte dann ca. 6 Monate und mit jeder Fassung wurde es besser. Schon bald waren wir mitten in der Vorproduktion. Die Finanzierung sollte sich schwierig gestalten, denn wir wollten es ohne Förderung versuchen, um bei späteren Projekten eine Art Visitenkarte mit “22:43″ zu haben. Manuela Posch und Veronika Thajer, zwei der Produzentinnen des Films (neben Markus Edelmann und mir) waren von der Filmidee dermaßen begeistert, dass sie uns das Vertrauen schenkten, diesen Film zu machen. Man muss dazu sagen, dass wir vier den Film – zumindest zu Beginn – rein aus der eigenen Tasche und über Sponsoren finanzierten.
Es folgte eine intensive Zeit: Drehbuch, Location-Suche, Casting, Besprechungen mit den verschiedenen Departments, Proben, usw. Im April 2009 begannen die dreiwöchigen Dreharbeiten in Wien und Niederösterreich. Eigentlich viel zu kurz für einen 90minütigen Film. Aber wir hatten am Ende alles im Kasten. Der Schnitt dauerte dann über ein halbes Jahr, wobei wir aber noch einen Nachdreh im Herbst 2009 machen mussten, da wir mit manchen Bildern nicht ganz zufrieden waren. Gott sei Dank bekamen wir dann von der Stadt Wien eine Förderung der Post-Produktion. Dafür möchte ich mich noch einmal bei Sylvia Fassl-Vogler von der MA7 bedanken!!!
Mit diesem Geld konnten wir ins Tonstudio gehen, um den Tonschnitt, das Sound Design, die Synchronisation und die Mischung auf eine sehr professionelle Ebene heben. Michael Tuschek (Tonschmiede: Der Much) und Konstantin Drossos, der auch schon am Set als Tonmeister fungierte, haben hier sensationelle Arbeit geleistet. Während dieser Zeit habe ich quasi fast im Tonstudio gelebt. Die rote Couch im Regieraum werde ich vermissen. Die war wirklich bequem.
Parallel arbeitete ich mit Ingo P. Stefans, einem Münchner Komponisten, an der Musik des Films, die im Frühjahr 2010 an der Hochschule für Theater und Musik in München an nur einem einzigen Tag (!!!) mit einem 40-Mann-Orchester aufgenommen wurde. In meinen Augen eine unfassbare Leistung. Ingo hat die Musik komponiert, Notenblätter geschrieben, die Organisation der Aufnahmen übernommen, dirigiert und dann auch noch gemischt. Ich frage mich, ob er in dieser Zeit überhaupt geschlafen hat. Aber es hat meinen Glauben in den Film bestärkt. Es war eine unglaubliche Motivation. Man kennt solche Aufnahmen aus vielen Making Of’s von großen Hollywoodfilmen, aber es mit eigenen Augen und Ohren zu sehen und zu hören, dass so viele Menschen, die ich bis zu diesem Tag noch nie gesehen hatte (abgesehen vom Komponisten natürlich), alle zu meinem Film live die Musik einspielten, war Gänsehaut-Feeling pur. Ingo hat mit seinem Team da was Riesiges auf die Beine gestellt. Und völlig zu Recht ist er beim New York City International Film Festival für die beste Musik nominiert. Ich möchte aber auch die Band One Two Three Cheers and a Tiger ausdrücklich erwähnen. Die Jungs haben zwei Songs beigesteuert, die wirklich wie die Faust aufs Auge passen – sowohl musikalisch als auch vom Text. Zum Titelsong des Films (No One Notices) haben wir dann auch noch ein Musikvideo gemacht, das man auf der Website des Films (www.2243-derfilm.at) oder auch auf Youtube sehen kann. Danke Gustl, Dani, Martin, Jakob!
Reinhold Fragner und Martina Fröschl von Industrial Motion Art haben dann noch die Visual Effects und die Farbkorrektur gemacht, was eine wirkliche Fizzelarbeit war, denn der Film hat so viele verschiedene Zeitebenen, die wir farblich voneinander trennen wollten und auch mussten, damit sich der Zuschauer orientieren kann. Ich war fasziniert, wie man aus einer Spielzeugpistole mit wenigen Knopfdrücken eine echte Waffe machen kann. Reinhold und Martina wissen genau, was sie tun. Sie haben das Team perfekt ergänzt und dem Film eine wichtige, zusätzliche Tiefe verpasst.
Im Juli 2010 waren dann endlich alle Arbeiten abgeschlossen und die nächste Phase konnte eingeläutet werden: Die Vermarktung, mit der wir bis zum heutigen Tag noch beschäftigt sind.
rockefeller-news: Wie kriegt man ein gutes Film-Team zusammen?
Markus Hautz: Mit der Zusammenstellung des Teams waren wir wirklich lange beschäftigt. Es ist nicht so einfach, so viele Profis für ein Low-Budget zu bekommen. Aber das Drehbuch leistete da sehr gute Überzeugungsarbeit. Es musste harmonisch sein, denn eine schlechte Stimmung am Set kann jeden Film ruinieren. Hier ist auch die Gefahr höher, dass die Leute einfach ihre Sachen packen und gehen, denn das einzige was sie am Set hielt, war der Glaube an den Film. Und dieser Glaube kann ganz schnell zerstört werden, wenn sich das Team nicht versteht.
Wir wollten eine Mischung aus “alten Hasen” und “Anfängern”, damit die Jungen von den Erfahrenen lernen konnten. Ich selbst habe da sehr viel mitnehmen können. Es war schön zu sehen, wie schnell sich alle ins Team integrierten. Die Profis nahmen die Leute an der Hand und gaben ihre Erfahrung weiter. Selbst nach so langer Zeit ist der Kontakt zum Team noch vorhanden. Und der eine oder andere “Anfänger” ist dem Filmgeschäft bis heute treu geblieben.
rockefeller-news: Wie bist du beim Casting der Schauspieler vorgegangen, nach welchen Kriterien hast du die Leute ausgesucht?
Markus Hautz: Zuerst haben wir aus einem Pool von Schauspielern nach der Optik ausgewählt. Ich hatte von jeder Figur bereits eine Vorstellung vom Aussehen. Diese Auswahl haben wir dann kontaktiert, ob sie sich überhaupt eine Zusammenarbeit mit uns vorstellen können. Natürlich musste ihnen auch die Geschichte zusagen. Und zeitlich verfügbar mussten sie auch sein. Aber das wichtigste: Sie mussten Geschichte und die Emotionen der Charaktere transportieren können. Wie gesagt, bei einem Low-Budget Film ist das alles nicht so einfach. Aber wir haben die richtigen Leute gefunden, die mit ihrem Idealismus das Projekt mitgetragen haben.
rockefeller-news: Wie geht man die Vermarktung an? – Kommen dir die Medien entgegen, oder musst du eher betteln?
Markus Hautz: Leider ist es so, dass es mit meinem momentanen Status in der Filmbranche, sollte ich den überhaupt einen haben, sehr sehr schwer ist, in die Medien zu kommen. Da muss man einfach auf virales Marketing setzen. Facebook, Twitter, Email, Youtube, usw. können großes leisten, wenn man es richtig einsetzt. Die großen Filmproduktionen können sich viel leichter eine Marketingmaschinerie leisten als Newcomer. Wenn man wenig Geld hat, muss man eben erfinderisch sein. Aber das ist auch der Reiz. Und dann gibt es auch noch Festivals, um die Aufmerksamkeit auf solche Low-Budget-Produktionen zu lenken. Im September wird der Film beim Cinéfest Sudbury International Film Festival in Kanada gezeigt – zusammen mit Filmen von Gus van Sant oder Pedro Almodovar. Und das ist dann doch ganz gute Werbung. Auf dieses Festival freue ich mich schon ganz besonders.
rockefeller-news: Wie war denn dein Werdegang – war das für dich immer schon klar, dass du als Regisseur Geschichten erzählen willst? Siehst du dich selber eher als Autor, oder schon als Regisseur?
Markus Hautz: Nein, für mich war es nicht von Anfang an klar, Regisseur zu werden. Ich wollte Comiczeichner werden, habe aber bald festgestellt, dass ich überhaupt nicht zeichnen kann. Dann wollte ich Modedesigner werden, aber ich habe mich eigentlich gar nicht für Kleidung interessiert. Irgendwie blöd (lacht). Aber dann habe ich meine Liebe für Filme entdeckt. Hab’ mir eine Kamera gekauft und einfach alles gefilmt, was mir vor die Linse kam. Nach dem Abitur bin ich dann in die Filmbranche eingestiegen und konnte dann auch in einem professionelleren Umfeld Kurzfilme machen.
Als was ich mich selbst sehe? Ich würde sagen als Geschichtenerzähler, der versucht, die Leute zu unterhalten.
rockefeller-news: Wie kommt man als junger Mensch auf die Idee, es in der Filmbranche zu versuchen, gerade wenn man Österreicher ist – Österreich ist ja nicht gerade als Film-Nation bekannt?
Markus Hautz: Zuerst einmal bin ich überhaupt kein Österreicher, sondern komme aus Bayern. Und zum anderen ist es in allen anderen Berufen auch nicht einfach, um Fuß zu fassen. Es kommt halt immer darauf an, was man machen will, was man kann und was man vom eigenen Leben erwartet. Ein Elektriker, Maler oder Automechaniker kann in seinem Beruf genauso die Erfüllung finden wie jemand mit einem künstlerischen Beruf. Und da spielt es auch keine Rolle, wo man herkommt. Und dass Österreich nicht als Filmnation bekannt ist, würde ich so nicht stehenlassen. Viele große Namen, die die Filmgeschichte geprägt haben, kommen aus Österreich, z.B. Fritz Lang oder Georg Wilhelm Pabst. Das kleine Österreich hat zwar nicht so einen Output wie manch andere Länder, produziert aber trotzdem sehr gute Filme, die einen gewissen Stellenwert in der Welt haben.
rockefeller-news: Hat es dich wegen dem Studium nach Österreich verschlagen haben, oder was waren die Gründe? – Hättest du in Deutschland nicht eine viel bessere Infrastruktur vorgefunden, um Filme zu drehen?
Markus Hautz: Ich bin tatsächlich wegen meinem Studium hierher gekommen (Theater-, Film- und Medienwissenschaft). Aber ich habe auch Zeit meines Lebens eine Beziehung zu Österreich, da ich direkt an der bayrisch-österreichischen Grenze aufgewachsen bin und wirklich sehr viel Zeit in Österreich verbracht habe. In all diesen Jahren hier in Wien habe ich mich immer wirklich sehr heimisch gefühlt und tue es auch noch immer. So schnell werde ich auch nicht wegziehen. Ich habe hier wirklich gute Freunde und Arbeitskollegen. Alles was ich zum Leben und Arbeiten brauche, finde ich hier. Ich bin hier glücklich.
Vielleicht gibt es in Deutschland eine bessere Infrastruktur zum Filme drehen, aber das heißt noch lange nicht, dass deswegen auch automatisch eine bessere Qualität an Filmen vorherrscht. Nein, das passt schon, wie es im Moment gerade ist.
rockefeller-news: Österreich ist ja berühmt für die Bühne und für die Oper, weniger für den Film, obwohl in den letzten Jahren durchaus einige österr. Produktionen aufhorchen liessen. Merkst du als Flimschaffender diesen Aufwind, oder hast du eher das Gefühl gegen Windmühlen zu kämpfen?
Markus Hautz: Natürlich merkt man diesen Aufwind, aber trotzdem muss man immer noch kämpfen. Das war aber schon immer so in diesem Berufsfeld. Nur weil jetzt Stefan Ruzowitzky oder Christoph Waltz den Oscar gewonnen haben und Michael Haneke oder Götz Spielmann nominiert waren, kann ich mir noch nichts kaufen. Niemand schmeißt dir einen Film hinterher (was natürlich schön, aber keine Herausforderung wäre). Einfach weiterhin schreiben und drehen und die Leute unterhalten.
rockefeller-news: Markus Hautz, ich bedanke mich für das Interview und wünsche dir viel Erfolg mit “22:43″!
Alle Informationen über “22:43″ gibt es hier: www.2243-derfilm.at
“22:43″ auf facebook: 22:43
Rockefeller Beauty People Lifestyle Magazin Juli 2011
Juli 8th, 2011Für alle, die sich vom Leben einfach ein bißchen mehr erwarten: Das Rockefeller Magazin berichtet exklusiv über die teuersten Uhren, über fantastische Destinationen für ihre geplanten Luxusreisen und in welchen Hotels Sie sich nach allen Regeln der Kunst verwöhnen lassen können, wir informieren aber auch über die angesagteste Designer-Fashion, die edelsten Schmuckstücke und Accessoires, die erlesensten Weine, die PS-stärksten Luxuskarossen . . . aber wir präsentieren auch interessante Reportagen in denen wir die Hintergründe der Börsen- und Finanzwelt beleuchten, versorgen unsere Leser mit den heissesten Tipps und Ratschlägen führender Motivationstrainer, gehen mit politischen Schwergewichten auf Tuchfühlung und fragen erfolgreiche Wirtschaftskapitäne nach dem Geheimnis ihres Erfolges.
Und das alles selbstverständlich International.
Kurz, es ist für jede/n etwas dabei – das Ganze wird von unserem Redaktions-Team so unterhaltsam wie möglich, dabei aber so seriös wie nötig dargeboten.
Schauspieler Michael Joachim Heiss im Interview
Mai 27th, 2011Michael Joachim Heiss’ Gesicht war in den letzten Jahren immer öfter in diversen Film- und TV-Produktionen im deutschsprachigen Raum zu sehen. Zuletzt gab der sympathische Österreicher im Kino-Hit “Der Atem des Himmels” den Bösewicht “Werner Metzler”. Wir haben den gefragten Schauspieler bei einem Kurzbesuch in seiner Vorarlberger Heimat erwischt; obwohl der Mann von den Reisestrapazen noch sichtlich gezeichnet war, liessen wir uns die Gelegenheit nicht entgehen und baten ihn zu einem ausführlichen Interview.

Michael Joachim Heiss bedroht Tobias Moretti mit einer Pistole. Szene aus "Flores Negras". (Foto: Petro Domenigg)
Rockefeller-News: Michael Joachim Heiss, erzähl mal wie du zur Schauspielerei gekommen bist – war das immer schon ein Traum von dir, vor der Kamera oder auf der Bühne zu stehen, und wie hast du ihn verwirklicht?
Michael Joachim Heiss: Eigentlich hab ich das mehr oder weniger als Hobby betrieben – Amateuerbühnen, Amateurmusicals, diverse Auftritte als Schlagzeuger und Sänger mit Bands – bis ich dann nach Wien bin; dort habe ich erst einmal Jazzgesang studiert.
Rockefeller-News: Und wie ging es dann weiter?
Michael Joachim Heiss: Während des Studiums habe ich aus Interesse ein Semester Schauspiel als Nebenfach belegt; dann habe ich ein Jahr lang beides parallel studiert. Ich musste mich dann jedoch für eines von beiden entscheiden, weil beides zusammen einfach zu viel Aufwand war, vor allem zeitlich.
Rockefeller-News: Und Schauspiel hat dir dann doch besser gefallen als Gesang?
Michael Joachim Heiss: Erstens einmal gefiel mir die Schauspiel-Arbeit besser; ich habe dort auch viel mehr Fortschritte an mir selber festgestellt – und ich habe auch bald gemerkt, dass mir das spielen einfach noch mehr liegt als die Musik.
Rockefeller-News: Wie lang muss man studieren, und was für einen Abschluss hat man dann?
Michael Joachim Heiss: Vier Jahre Mindeststudiendauer, abschliessen tut man mit einem Diplom, ist dann also diplomierter Schauspieler.
Rockefeller-News: Wie hat nach dem Abschluss dein Arbeitsleben als Schauspieler begonnen?
Michael Joachim Heiss: Eigentlich hat das schon während des Studiums mit einigen kleinen Rollen begonnnen – zum Beispiel hatte ich eine Kleine Rolle in “Crook”, mit Moritz Bleibtreu . . .
Rockefeller-News: Moritz Bleibtreu, das ist ja doch ein ordentliches Kaliber, mit dem du da gleich zusammengearbeitet hast.
Michael Joachim Heiss: Schon, ja; ich hatte Glück dass der Regisseur mich über meine damalige Agentur fand und für diese Rolle haben wollte.

Heiss als wenig vertrauenerweckende Gestalt im Video zum Song "Crossing Jordan" der österreichischen Death-Metaller "The Sorrow". (Foto: Andreas Feuerstein)
Rockefeller-News: Das waren aber nur kleine Nebenrollen – wann und wo hast du dann dein erstes größeres Engagement bekommen?
Michael Joachim Heiss: Das hat schon einige Jährchen gedauert, in denen ich kleine Rollen in Werbefilmen hatte, Auftritte in Musikvideos, oder Engagements an Theaterbühnen – zum Teil auch für Kindertheater und Jugendliche. Ich war auch beim Tournee-Theater, wo die Bühne jeden Tag woanders aufgebaut wird, und man spielt jeden Tag in einem anderen Teil des Landes, vor anderem Publikum. Das Problem ist, in einem kleinen Land wie Österreich muss man echt selber sehr dahintersein, wenn man nicht den entsprechenden familiären Backgrund hat – also einen Regisseur oder Burgschauspieler als Elternteil, beispielsweise.
Rockefeller-News: Wozu braucht man in einem Musikvideos einen Schauspieler, und wo hast du da schon mitgewirkt?
Michael Joachim Heiss: Zum Beispiel bei Mauracher im Video “Zombie Love” oder bei The Sorrow für “Crossing Jordan”; einen Schauspieler braucht man dazu, weil es mit Leuten die Bühnen- und Kameraerfahrung haben vermutlich leichter ist – Drehzeit und Budget sind ja sehr begrenzt, deshalb sollte der Dreh möglichst flott und professionell durchgezogen werden.
Rockefeller-News: Wie kamst du denn an die ersten größeren Rollen, nach diesen eher mageren Jahren?
Michael Joachim Heiss: Ich habe mich ständig in Workshops weitergebildet – Sprecherkurs, Camera acting Workshop, Bewegungstraining, Improvisation, und so weiter. Die Camera acting Workshops, wo ich mich selber mehr auf die Arbeit hinter der Kamera spezialisiert habe, haben mir sehr geholfen. Erstens habe ich viele Erfahrungen gesammelt, und dieser Workshop war praktisch der Auslöser für diesen Prozess, im Zuge dessen ich dann zum Beispiel die Rolle bei “Revanche” bekommen habe.
Rockefeller-News: Das war ja der Oscar-nominierte Film – welche Rolle hast du dort gespielt?
Michael Joachim Heiss: Ich hatte die Rolle eines Tag-Portiers in einem zwielichtigen Etablissement – eine Nebenrolle zwar nur, aber dadurch dass der Film für den Oscar niminiert wurde, hat er mich natürlich um einiges weitergebracht.
Rockefeller-News: Wer war da mit von der Partie?
Michael Joachim Heiss: Regisseur war Götz Spielmann, als Schauspieler waren zum Beispiel Uschi Strauss (“Schnell ermittelt”), Andreas Lust (2011 österr. Filmpreis für “Der Räuber”) und Johannes Krisch, (Burgschauspieler, unter anderem auch “Kottan – der Film”) dabei.
Rockefeller-News: Zum Oscar hat es aber dann leider doch nicht gereicht, oder?
Michael Joachim Heiss: Leider nein – es ist eben schwierig, aus 5 verschiedenen Filmen, zu total verschiedenen Themen und aus komplett unterschiedlichen Ländern eben den einen wirklich besten Film herauszuziehen – aber insgesamt gesehen war einfach die Nominierung schon eine tolle Sache, gerade für einen österreichischen Film.

Nein, das Foto ist nicht aus einem Kaffee-Werbespot - privat ist Heiss nicht so finster wie die Typen, die er meist darstellt. (Foto: Marcel A. Mayer)
Rockefeller-News: Ist Österreich ein Zwerg in der Filmlandschaft?
Michael Joachim Heiss: Die Österreicher haben schon des Öfteren bewiesen, dass sie gute Filme machen können – was es halt leider nicht gibt, ist eine Filmindustrie.
Rockefeller-News: Und im Zuge dessen bist du dann auch nach D gekommen – erzähl mal wie du dir diesen Markt erschlossen hast?
Michael Joachim Heiss: Tja, Frechheit siegt – ich habe meine Bänder an GZSZ geschickt und würde prompt für die Rolle des Koks-Dealers Timo Jacobs engagiert.
Rockefeller-News: Da warst du ja einige Abende im Fernsehen zu sehen?
Michael Joachim Heiss: Es war halt ein Gastauftritt für einige Episoden, hat aber Riesen-Spass gemacht. Vor allem war es wieder eine tolle Erfahrung für mich, denn die Arbeit bei einer Daily Soap ist ganz etwas anderes als bei einem Kinofilm . . .
Rockefeller-News: Wieso, was sind da die Unterschiede?
Michael Joachim Heiss: Die Arbeit wird viel schneller durchgezogen, deshalb muss man dementsprechend auch schneller funktionieren und auf den Punkt abliefern.
Rockefeller-News: Und nach “Revanche” und GZSZ . . . ?
Michael Joachim Heiss: . . . kam “Flores Negras”, ein Geheimdienst-Thriller – da wurde ich auch vom Band weg besetzt. War natürlich auch wieder sehr cool, mit Größen wie Tobias Moretti und Maximilian Schell zusammenzuarbeiten.
Rockefeller-News: Was für eine Rolle hattest du dort?
Michael Joachim Heiss: Da war ich ein Teil eines Gangster-Duos, genaugenommen hatte ich die Rolle eines Bodyguards.
Rockefeller-News: Und dann kam “Atem des Himmels”?
Michael Joachim Heiss: Nein, da kamen zuerst noch Geschichten wie ein Gastauftritt bei “Der Winzerkönig” und eine Nebenrolle bei “Jud Süss”. Dann kam “Atem des Himmels”.
Rockefeller-News: Wie bist du an diese Rolle in “Atem des Himmels” gekommen?
Michael Joachim Heiss: Der Produktionsleiter von “Revanche”, Thomas Feldkircher, war Produzent bei “Atem des Himmels” und hat sich an mich erinnert; als Regisseur Reinhold Bilgeri meine Unterlagen gesehen hatte, wollte er mich persönlich kennenlernen, und so hab ich dann die Rolle bekommen.
Rockefeller-News: Das war bis jetzt deine größte Filmrolle?
Michael Joachim Heiss: Ja, 13 Drehtage auf neun Wochen verteilt, das ist schon eine lange Zeit. Und es war ein toller Dreh: Das Team war klasse, die Zusammenarbeit mit dem Regisseur hat toll funktioniert – es war eine tolle Zeit.
Rockefeller-News: Bist du zufrieden mit dir selber, wenn du dich auf der Leinwand oder im TV siehst?
Michael Joachim Heiss: Ich muss das immer drei- bis viermal anschauen, bis ich es mir selber glaube. Ich bin ein Mensch der schwer zufriedenzustellen ist, gerade wenn es um meine eigene Leistung geht. Deshalb versuche ich mich auch immer im Vorfeld so gut wie möglich vorzubereiten, damit mein Spiel auch authentisch wirkt.
Rockefeller-News: Erzähl doch gerade mal am Beispiel von “Atem des Himmels”, wie du dich auf so eine Rolle vorbereitest – du hast dort ja einen Dorfpolizisten gespielt, der zu Zeiten des Krieges noch in der SS war, das ist ja doch nicht ganz ohne, so jemanden darzustellen.
Michael Joachim Heiss: Ich lese sehr viel Sekundärliteratur, ich mach mich mit der Geschichte vertraut, dem sozialen Gefüge zu der Zeit; das macht transparenter, warum die Leute so sind wie sie sind und weshalb sie so und so handeln. Metzler ist eigentlich der Scherge, der Handlanger des Barons, der einerseits der reichste Mann im Dorf ist und andererseits zu SS-Zeiten auch sein Vorgesetzter war. Somit zieht sich das durch, dass Metzler auch Jahre nach dem Krieg noch dem falschen Herrn dient. Es klingt jetzt krass, aber ich habe als Metzler versucht, diese Hingabe für den Nazinalsozialismus nachzuempfinden. Die Figur des Metzler macht aus, dass er während oder kurz nach dem ersten Weltkrieg geboren wurde, in seiner Jugend auf das Deutsch-Nationale eingeschworen wurde und dass ihm nach dem Ende des dritten Reiches irgendwie sein Lebensinhalt abhanden gekommen ist.
Rockefeller-News: Das stelle ich mir nicht ganz einfach vor, sich in so einen Charakter hineinzudenken.
Michael Joachim Heiss: Erstens das, und zweitens ist es auch schwer sich wieder zu lösen von der Rolle. Man beschäftigt sich so intensiv mit der Zeit und den Gegegbenheiten, dass es danach fast ein wenig schwer fällt, diesen Fanatismus, den die Zeit verlangte und der die Rolle untermauert hat, im Privaten wieder loszulassen.
Rockefeller-News: Das klingt nach einer ganz schönen psychologischen Herausforderung! Gibt’s auch Rollen die man einfach so “runterspielt”?
Michael Joachim Heiss: In diesem Beispiel war es ja eine Figur, der ich praktisch Leben einhauchen musste; da ich ja niemanden nachspiele, habe ich folglich keine Schablone, an die ich mich halten kann und muss der Figur quasi eine eigenen Charakter verleihen – mit allen Höhen und Tiefen: das Frustsaufen, das Aggressive, die Unzufriedenheit. Natürlich ist es ungleich schwieriger, eine Figur in einer Zeit zu spielen die so lang vor meiner Geburt lag, als zum Beispiel eine Rolle die in der Gegenwart spielt. Bei manchen Rollen ist es schon so, dass man mehr oder weniger hingeht und einfach spielt, das liegt dann aber an der Rolle. Als Beispiel: Es ist einfacher jemanden zu spielen der im Jahr 2011 irgendwo eine Zeitung kauft, als jemanden der das zum Beispiel zur Zeit des Ständestaates macht. Das fängt bei der Kleidung an, geht weiter dahin wie sich die Figuren bewegen und setzt sich darin fort, dass die Menschen damals anders gesprochen haben als wir heute.
Rockefeller-News: Es fällt auf, dass du eher die harten Jungs oder die Bösewichte verkörperst . . .
Michael Joachim Heiss: Ich würde gerne mehr Rollen mit psychologischem Tiefgang spielen! Es ist herausfordernder und auch wesentlich interessanter, einer Figur Tiefgang und psychologisches Profil zu verleihen, und ich mache einfach gerne Figurenarbeit. Solche ausgefeilten Charaktere braucht es halt in der normalen Unterhaltungsbranche eher weniger.
Rockefeller-News: Wenn du es dir aussuchen könntest – welche Rolle würdest du wirklich gerne mal spielen?
Michael Joachim Heiss: Oh, da gibt es vieles! Es gibt so viele Interessante historische Figuren – aber auf eine festlegen kann ich mich da nicht. Das ist ja das Schöne an meinem Beruf: Man weiss nicht was auf einen zukommt, und die Herausforderung beginnt immer dann, wenn man einen neue Anfrage bekommt.
Rockefeller-News: Welche Schauspieler sind denn deine Vorbilder, welche Art von Film geniesst du selber am meisten?
Michael Joachim Heiss: Ich kann hier ein gutes Beispiel für eine Kombination aus Beidem geben: nämlich “The machinist” mit Christian Bale; der Film hat mir sehr gut gefallen, und es war auch eine ausgereifte Figurenarbeit von Christian Bale. Allein schon das Physische – er hat sich zum Beispiel extrem runtergemagert für diesen Film. Ein weiteres gutes Beispiel wäre “Taxi Driver” mit Robert de Niro – fantastischer Film, großartiger Hauptdarsteller. Generell schaue ich mir vieles an, am liebsten ist mir die Kombination aus einer interessanten Geschichte, guten Schaupielern und einem Regisseur, der genau weiß was er tut. “Das Leben der Anderen” wäre so ein Fall.
Rockefeller-News: Woran arbeitest du im Moment?
Michael Joachim Heiss: Es gibt ein paar Sachen die in der Schwebe sind, aber solange nichts spruchreif ist, möchte ich da nichts dazu sagen. Diesbezüglich bin ich ein wenig abergläubisch. Fix dabei bin ich momentan bei einem Musikvideo-Dreh, auf das freu ich mich schon!
Rockefeller-News: Michael Joachim Heiss, wir bedanken uns für das Interview und wünschen weiterhin viel Erfolg!
Viele Filmausschnitte, umfangreiches Bildmaterial, Curriculum Vitae und weitere Informationen gibt es auf der Homepage von Michael Joachim Heiss
Und für Social Networker gibt’s Michael Joachim Heiss bei facebook
(rockefeller-news/md)
U. S. Corporation Services Inc.: Enorme Vorteile, gerade für Europäer
Mai 17th, 2011Die U. S. Corporation Services Inc. ist ein international tätiger Dienstleister, der im Bereich Business Consulting und speziell im Bereich Unternehmensgründung in den USA tätig ist.
Seit über 30 Jahren befassen sich die Anwälte von U.S. Corporation Services mit der weltweiten Betreuung, Verwaltung und Kapitalisierung von U.S. Corporationen. Der hinter der U. S. Corporation Services Inc. stehende Verbund aus Rechtsanwälten, Notaren, Steuer- und Unternehmensberatern wird Sie vor, während und auch nach der Gründung umfassend beraten, betreuen und Ihnen zur Seite stehen. Dieser Zusammenschluss von kompetenten Fachleuten garantiert, dass Sie die vielen Vorteile die eine US Corporation bietet in vollem Umfang nutzen können.

Dieses Handbuch ist gratis über die Homepage von U.S. Corporation Services Inc. zu beziehen (Link am Fuss dieses Artikels).
Eine US-Corporation gilt juristisch gesehen als Person und verfügt als solche über die gleichen Rechte und Privilegien wie eine natürliche Person. Diese juristische Person kann Ihnen eine Menge Vorteile verschaffen; zum Beispiel Ihre Geschäfte führen, Ihnen Kapital beschaffen und dabei helfen eine neue Existenz aufzubauen. Weiters kann die US-Corporation auch Ihre Verpflichtungen und Schulden übernehmen und Sie sogar vor Gläubigern und der Steuerbehörde schützen.
Gerade für europäische Geschäftsleute bieten sich eine Menge äußerst praktischer Vorteile: Haftungsschutz, Anonymität, Entfall der Erbschaftssteuer, Steuerminderung und sogar eine wesentliche Erleichterung der Immigration in die Vereinigten Staaten, um nur einige wenige zu nennen.
Sowohl bei der Beratung als auch bei der gesamten Organisation Ihrer Firmengründung können Sie sich jederzeit auf die Seriosität und Zuverlässigkeit der U. S. Corporation Services Inc. verlassen. Sie erhalten sämtliche Dienstleistungen aus einer Hand und haben zu jeder Zeit einen persönlichen Ansprechpartner zur Verfügung, der Ihnen in allen Belangen kompetent zur Seite steht.

Der Vizepräsident für europäische Belange der U.S. Corporation Services Inc., Dr. Bengt Stenbock, mit dem ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush.
Denn die U. S. Corporation Services Inc. ist auch nach der Gründung weiter für Sie da: So wird eine Fülle wichtiger Zusatzleistungen und nützlicher Informationen angeboten, welche Ihnen andere Dienstleister auf diesem Gebiet entweder nicht bieten können oder wollen.
Jeder Mandant verfolgt andere, individuelle Ziele; deshalb hat sich die U. S. Corporation Services Inc. darauf spezialisiert, mit ihrem branchenweit einzigartigen Umfang an Leistungen auf jeden Kundenwunsch einzugehen und qualifizierte Beratungen anzubieten, um Ihnen jede nur erdenkliche Unterstützung bei der Verwirklichung Ihrer Geschäftsidee zukommen zu lassen.
Außer Neugründungen bietet die U. S. Corporation Services Inc. auch börsenreife Vorratscorporationen – teilweise aus dem vorigen Jahrhundert – mit U.S. Bankkonten & vollem Büroservice, die sofort übernommen werden können – alle wichtigen Informationen zu diesem modernen Geschäftsmodell finden Sie hier.
(Fotos: uscorporation.com; rockefeller-news/md)
Aloe Vera-Produkte für den täglichen Bedarf
Mai 15th, 2011
Forever Living Products hat sein Aloe Vera Gel mit ergänzenden Obstkonzentraten erweitert. (Foto: Forever Living Products)
Nachdem wir an den letzten Wochenenden bereits über Herkunft und geschichtliche Bedeutung von Aloe Vera und Inhaltsstoffe und Wirksamkeit berichtet haben, wollen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die umfangreiche Palette von Aloe-Produkten werfen.
Hier hat sich in den letzten 20 Jahren vor allem die Firma “Forever Living Products” einen guten Namen gemacht; einerseits durch die qualitativ hochwertige Verarbeitung ihrer Produkte, andererseits durch die Breite der Produktpalette und die oft erstaunliche Wirksamkeit der einzelnen Produkte.
Zum Beispiel die Zahnpasta: “Forever Living Products” hat ein Zahnpflegemittel auf Aloe-Vera-Gel-Basis entwickelt, das dem neuesten Forschungsstand und den höchsten Anforderungen entspricht. Qualitativ bewährte Bestandteile, wie Bienen-Propolis in Verbindung mit der Wirkung des hochwertigen Aloe Vera Gels machen FOREVER BRIGHT® zu einem Zahnpflegemittel höchster Qualität und Güte.
Die Verwendung der Vielfalt der im Gel vorkommenden Inhaltsstoffe für kosmetische Zwecke oder zur Nahrungsergänzung öffnet ein neues Anwendungsgebiet in der Jahrtausende alten Tradition der Nutzung der Aloepflanze. Zu diesem Zweck wird nur das reine Pflanzengel ohne den aloinhaltigen Zellsaft verwendet.
Da wichtige Inhaltsstoffe durch Zersetzung und Abbau schnell von ihrer Wirksamkeit verlieren, muss das Gel stabilisiert und konserviert werden. Das geschieht durch Zusatz der schützenden Vitamine C und E, durch kurzzeitiges temperieren (nicht erwärmen) und die Verwendung von natürlichen Konservierungsmitteln. Die Wirkung des Gels, das für die innere Anwendung als Trinksaft angeboten wird und, für die äußerliche Verwendung zu Salben und Tinkturen verarbeitet, leidet darunter nicht.
Soll die Aloe ihre innere Wirkung entfalten, bedarf es einer regelmäßigen Einnahme über einen längeren Zeitraum. Bei einer empfohlenen Menge von 70 bis 100 ml täglich, reicht der häufig in Liter-Flaschen angebotenen Trinksaft für einen guten Monat.

Das ideale Plus für Muskeln und Leistung - perfekt geeignet für Sportler und alle, die erhöhten Belastungen standhalten müssen. (Foto: Forever Living Products)
Gutes Aloe-Gel hat einen herben Geschmack und Geruch, der zugleich ein Qualitätsmerkmal ist. Die alte Weisheit „was bitter dem Mund…“ hat hier sicher ihre Berechtigung. Um die Akzeptanz, vor allem bei Kindern zu erhöhen, wird das Aloegel auch mit Fruchtzubereitungen gemischt angeboten.
Wichtig ist, dass der Hauptbestandteil der Säfte reines Aloegel ist. Das Prüfsiegel des IASC (international Aloe Science Council), eines Zusammenschlusses von Farmern, Herstellern, Ärzten und Wissenschaftlern bürgt für die Reinheit und Qualität der Produkte.
Richtig angewandt und verbunden mit einer ausgewogenen Ernährung und Lebensweise bringt uns die Ale vera eine Extraportion Gesundheit, die stärkt und schützt und zu mehr körperlichem und geistigem Wohlbefinden beitragen kann.
Einen tollen Überblick über die umfangreiche Produktpalette von “Forever Living Products” finden Sie hier.
(rockefeller-news/md)
Aloe Vera – Inhaltsstoffe und Wirksamkeit
Mai 6th, 2011
Man möchte es kaum glauben, doch was hier wächst, ist eine Apotheke der Natur. (Foto: Forever Living Products, Deutschland/Österreich)
Vor zwei Wochen bereits haben wir über Aloe Vera im Allgemeinen und die bewegte Geschichte dieser “Arzt im Topf” genannten Heilpflanze im Dienste der Menschheit berichtet: Belebend und heilend -- Aloe Vera
Diesmal möchten wir uns etwas näher mit den Inhaltsstoffen befassen, die Aloe Vera so wertvoll machen, den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und der oft verblüffenden Wirksamkeit.
Mit modernen Analysemethoden wurden in dem stacheligen Steppengewächs bisher über 400 verschiedene Inhaltsstoffe nachgewiesen. Hierzu zählen unter anderem:
• langkettige Zuckerverbindungen, so genannte Polysaccharide und Mucopoysaccharide, die das Immunsystem aktivieren
• entzündungshemmende Enzyme und Chinone
• Wirkstoffe, die Bakterien und Pilze bekämpfen
• 18 von 22 Aminosäuren, die unser Körper benötigt
• dazu Vitamine, Spurenelemente, essentielle Fettsäuren und weitere wertvolle Substanzen.
Das äußerliche Auftragen auf offene Wunden, Hautschäden oder innere Verletzungen wie Blutergüsse und Verstauchungen ist eines der etablierten Anwendungsgebiete der Aloe Vera. Das Zusammenwirken mehrerer im Pflanzenmark enthaltener Inhaltsstoffe zeichnet für den Heilerfolg verantwortlich. Die Polysaccharide legen einen schützenden Film über die Wunde, der sie luftdicht abschließt und die Ansiedlung von Krankheitserregern verhindert. Enzyme inaktivieren Entzündungsbotenstoffe und verringern so die Ausbreitung von Entzündungen und Wassereinlagerungen.
Wachstumsfaktoren aktivieren die Zellteilung und sorgen so für schnelleren Ersatz abgestorbener Zellen und für Gewebsneubildung. Aufgetragen als Gel oder Salbe beschleunigen die Inhaltsstoffe des Aloemarks den Heilungsprozess erheblich.
Hier ein interessantes Video über die Wirksamkeit von Aloe Vera:
Auch innerlich angewandt bietet das Aloemark vielfältige Möglichkeiten, die Gesundheit zu schützen und wiederherzustellen. Hier ist zuerst das zu den so genannten Mucopolysacchariden zählende Acemannan zu erwähnen. Es ist ein wichtiges Immunstimulanz, das die Aktivität der Immunzellen, d.h. Killerzellen, Antikörperzellen und ihrer Botenstoffe anregt, die so eingedrungene Krankheitserregern, Bakterien und Viren schneller lokalisieren und unschädlich machen können.

So wird das wertvolle Blattgel aus der Pflanze gewonnen. (Foto: Forever Living Products, Deutschland/Österreich)
Die Berichte von Betroffenen über den günstigen Einfluss der Aloe bei Neurodermitis, Schuppenflechte, Allergien und Akne haben hier ihre Ursache. Die im Aloemark enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe regen den Stoffwechsel der Leber, aber auch den von Muskeln, Nerven und Bindegewebe an und bringen so den ganzen Organismus in Schwung. Die Stärkung der Leberaktivität wirkt zugleich reinigend und entschlackend. Zusammen mit der Anregung der Zellteilung wird ein Gesundungs- und Vitalisierungsprozess für den ganzen Körper eingeleitet.
Viele weitere interessante Informationen über Aloe Vera und die mannigfaltigen Anwendungsmöglichkeiten finden Sie hier.
(rockefeller-news/md)
La Hong – raffinierte Mode, beeinflusst von zwei Kulturen
April 29th, 2011
Philippa Spanocchi in einem zweiteiligen Kleid bestehend aus einem Volant-Seidentaftrock und einer bedruckten Seidenchiffon-Korsage, unterlegt mit Seidensatin. Handgefertigte Seidenblumen verzieren das Dekolleté. (Foto: Sabine König)
La Hong Nhut („rosa Tag“) wurde am 12.12.1967 in Sai Gon, Süd-Vietnam, als fünftes von acht Kindern geboren. 1981 wanderte er gemeinsam mit seiner Familie nach Österreich aus, wo er die Ausbildung zum technischen Zeichner sowie ein Studium an der HTBLVA Spengergasse im Fach “Dessinatur und Modezeichnen” absolvierte.
Danach sammelte La Hong praktische Erfahrungen in verschiedenen renommierten Unternehmen und begann zeitgleich mit der Umsetzung eigener Entwürfe; bald darauf machte er sich mit seinem eigenen Modeatelier selbstständig. Im Jahr 2006 erweiterte La Hong sein Atelier in der Wiener Kärntnerstraße durch einen exklusiven Salon. Heute ist der Designer der jungen, aufstrebenden Marke „La Hong“ vorwiegend im Bereich der Damen- und Herren-Haute-Couture aktiv, widmet sich aber verstärkt auch innovativen Prêt-à-Porter Kollektionen.
Klassische Schnitte verbunden mit exotischen Elementen sind charakteristisch für den Designer, der – wiewohl der österreichischen Kultur stark verbunden – in Leben, Denken und Handeln stets seinen asiatischen Wurzeln treu geblieben ist; eine Einstellung, die sich auch in seinen Kreationen deutlich widerspiegelt: „Die beiden Kulturen, in denen ich aufgewachsen bin und die mich geprägt haben, bilden die Basis für mein Schaffen. Ich bin Vietnamese, aber lebe in Österreich – so würde ich meinen Stil als raffinierte Kombination aus asiatischen und europäischen Einflüssen bezeichnen.“

Karolina Havrankova in einem Traum von einem Bustierkleid aus Seidenorganza, veredelt mit zarter Rosenstickerei und einem handgefertigten Bukett aus Seidenrosen. (Foto: Sabine König)
La Hong erhielt für seine Arbeiten zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen, darunter den Coral Fashion Award (2002), den Pierre Lang Fashion Award (2003), den Renault Haute Couture Publikumspreis (2004 und 2005) sowie den Wien Couture Preis (2005).
Neben seiner Tätigkeit als Haute Couture-Designer für Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Kunst, Kultur und Sport realisierte La Hong in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte, darunter die Gestaltung der Belegschaftsuniformen der Wiener Stadthalle (2007), die FlugbegleiterInnen- und Besatzungsuniformen für Avon Jet (2008), die Ausstattung des Österreichischen Sportlerteams für die Olympischen und Paralympischen Spiele im Peking (2008), sowie eine exklusive Kollektion unter dem Markennamen „lineight“ für Hofer (2009). Darüber hinaus fertigt La Hong seit dem Jahr 2004 exklusive und saisonal wechselnde Modelle für Elégance Paris.
Seinem bislang größten Live-Publikum stand der Designer im Herbst 2010 auf der Weltausstellung in Shanghai, China gegenüber, als er seine aktuelle Kollektion den an diesem Tag mehr als 18.000 begeisterten Besuchern des Österreich-Pavillons präsentierte.

Atemberaubend schönes Seidentaftkleid mit Rücken-schnürung, veredelt mit Glasperlenstickerei; präsentiert von Stephanie Eltz. (Foto: Sabine König)
Auch der Wohltätigkeitsaspekt spielt in La Hongs Leben eine große Rolle. Ein wahrer Traum ging für ihn in Erfüllung, als sich ihm im Jahr 2007 die Möglichkeit bot, den Aufbau einer Schule in einer infrastrukturell unterversorgten Region seines Heimatlandes Vietnam zu finanzieren. La Hong dazu:„Egal wie viel man für andere tut – mir scheint man kann niemals genug helfen. Aber Kindern eine fundierte Ausbildung zu bieten – das ist der wesentlichste Aspekt um Menschen eine bessere Zukunft zu ermöglichen und effektive Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.“
Erst kürzlich ging für La Hong ein langgehegter Wunsch in Erfüllung: Im Rahmen des von der Österreichischen Botschaft Hanoi veranstalteten Vienna Charity Balls präsentierte er seine Haute-Couture Kreationen nicht nur erstmals und exklusiv in seinem Herkunftsland Vietnam; zugleich bot sich ihm damit die Gelegenheit, einen karitativen Zweck zu unterstützen.
Der Erlös des Balls kam dem sogenannten „Dorf der Freundschaft“ in der Nähe Hanois zu Gute. Dabei handelt es sich um ein internationales Versöhnungsprojekt, das Menschen, die unter den Spätfolgen des Vietnamkrieges leiden, effektive Hilfe und Unterstützung bietet.

Noch einmal Karolina Havrankova, diesmal in einem Kleid aus Dupion-Seide im Sissi-Stil, Bordüre handverziert mit einer Applikation aus Chrysanthemenblüten. (Foto: Sabine König)
Im vergangenen Jahr hat die Beteiligung des Designers an dem Projekt „Kiss @ Belvedere“ für viel Aufmerksamkeit und Begeisterung gesorgt.
Doch auch das Jahr 2011 wartet mit einem nicht minder interessanten Projekthighlight auf: La Hong wurde von der CARITAS Österreich eingeladen, sich an einer ihrer Aktionen zu beteiligen – eine Einladung, der La Hong mit großer Freude Folge leistet, liegt ihm doch der karitative Gedanken selbst sehr am Herzen:
„Bevor ich damit begonnen habe, an meiner Karriere als Designer zu arbeiten wollte ich eigentlich Entwicklungshelfer in Afrika werden. Als ich dann vor einigen Jahren den Bau einer Schule im Süden Vietnams finanziert habe ist mir bewusst geworden: Egal wie viel man für andere tut – man kann niemals genug helfen. Aber Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten – das ist der effektivste Weg um Menschen den Start in eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Die CARITAS leistet hier wirklich großartige Arbeit und ich bin glücklich, dazu beitragen zu dürfen!“
Details über das Projekt sind im Moment noch ein streng gehütetes Geheimnis.
Nur soviel sei verraten: It’s all about love.
Kontakt La Hong:
La Hong Nhut
Kärntner Straße 8/1. Stock
A-1010 Wien
Tel.: +43 (1) 513 75 89
Mob.: +43 699 15137589
Fax.: +43 (1) 513 77 62
email: La Hong Nhut
Internet: lahong.com
Orly – Summer 2011 nail polish collection
April 29th, 2011 Jetzt ist es höchste Zeit, sich die Nägel mit den heißesten Schattierungen dieser Saison zu verschönern!Orly präsentiert jetzt seine neueste Kollektion mit fabelhaft frischen Farbnuancen, die Sie garantiert begeistern werden!
Der Frühling ist definitiv da, und auch der Sommer wird nicht mehr lange auf sich warten lassen – allerhöchste Eisenbahn, um ein Update am eigenen Look vorzunehmen und diesen auf die neusten Trends anzupassen.
Strahlende und klare Farben sind der heiße Trend dieser Saison, der einem zwar nicht sprichwörtlich unter den Nägeln brennt, dafür aber selbige schmücken soll – Orly hat mit seiner neuen Kollektion genau die richtigen Farben, mit denen Sie allen anderen die Schau stehlen.
Ihre Nägel sollten genauso attraktiv aussehen wie ihre Kleidung. Als wahrer Fashion Freak wissen Sie sicher, dass die Farbe der Nägel regelmäßig an die Farbe der Kleidung und der Schuhe angepasst werden sollte.
Die „Orly Summer 2011 nail polish collection“ ermöglicht Ihnen, Ihre perfekt manikürten Nägel an Ihren chicen Gesamtlook anzupassen. Orly legte großen Wert darauf, grandios markante, schillernde Farben zu einer märchenhaft schönen Farbpalette zu verarbeiten.
Die erste veröffentlichte Collection ist ab Mai 2011 zu haben und heißt „Pin-Up“. Wie der Titel schon sagt, werden hier kräftige und verführerische Farben präsentiert, die an den Pin-Up-Stil erinnern. Die fantastischen Schattierungen werden garantiert auch Ihrem Look noch den entscheidenden Glamour-Effekt hinzufügen!
Die Kombination von glitzernden und matten Tönen gibt Ihnen dabei die Möglichkeit, beim Nagel-Design zu experimentieren und Ihre Kreativität zu entfalten!
(rockefeller-news/kp, md)
Afghanistan: Mudschaheddin verzichten auf Siegesfeiern
April 29th, 2011
Seit 1992 wurde hier nichts mehr aufgebaut - wozu auch, wenn ohnehin permanent Kriegszustand herrscht, werden sich viele Afghanen denken. (Foto: Musadeq Sadeq/AP/dapd)
Mittlerweile 19 Jahre ist es her, seit die afghanischen Mudschaheddin (“Kämpfer für den Glauben”) ihren wohl größten Triumph erringen konnten, nämlich den Sieg über die sowjetischen Besatzungstruppen, die das Land ziemlich genau 20 Jahre lang vergeblich zu erobern versuchten.
1979 waren sowjetische Truppen in Afghanistan einmarschiert, angeblich zur Unterstützung der kommunistisch gesinnten, sogenannten „Demokratischen Republik Afghanistan“. Im Jahre 1989 waren sie im Zug des Zerfalls der Sowjetunion wieder abgezogen, nachdem auf beiden Seiten mehrere zehntausend junge Männer sinnlos gestorben waren.
Doch das war für die Mudschaheddin, die nach 20 Jahren Guerilla-Krieg extrem radikalisiert waren, erst der Anfang für ihr eigentliches Ziel, nämlich der Unterwerfung ganz Afghanistans. Dieses Ziel hatten sie dann 1992 erreicht und der Welt dies auch gleich kundgetan, indem der „Islamische Staat Afghanistan“ ausgerufen wurde.
Seither geht aber nicht viel weiter in dem Land, das sich als „Friedhof der Supermächte“ in die Annalen der Weltgeschichte eingetragen hat; seit 1994 haben sich die Taliban (“Koran-Schüler”), die sich dadurch auszeichnen dass sie noch wesentlich radikaler auftreten als die Mudschaheddin, von Süden her über das ganze Staatsgebiet verbreitet.
Die öffentliche Hinrichtung des kommunistisch gesonnen Ex-Präsidenten Mohammed Nadschibullah, der 1996 zuerst gefoltert und dann an einem Laternenmast aufgehängt wurde, war nur ein weiterer trauriger Höhepunkt in der grausamen Geschichte des bitter armen Landes am Hindukusch.
Die geplanten Feiern zu diesem 19. Jahrestag des Sieges der Mudschaheddin wurden jedenfalls kurzfristig abgesagt. Es wurde zwar kein Grund für diese Absage angegeben, wer sich jedoch die Bilder des alltäglichen Lebens in Afghanistan ansieht wird verstehen, dass es in diesem Land wesentlich dringenderes gibt, als protzige Siegesfeiern abzuhalten.
(rockefeller-news/md)















