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Poi – ein faszinierendes Spiel mit zwei Bällen
August 25th, 2011Poi heisst wörtlich übersetzt “Ball” in Maori.
Kurz gesagt nimmt man in jede Hand eine Schnur, an deren Ende sich ein Ball befindet, und so kann man – ähnlich wie beim Seilspringen – die Bälle um sich herum schwingen. Es gibt große Mengen an Figuren, die dabei entstehen können, da man drei Ebenen zur Verfügung hat (wir erleben unsere Umwelt ja dreideminsional). Man kann mit den Poi (Plural von Poi ist auch Poi) natürlich auch die Ebenen wechseln, beispielsweise von der horizontalen auf die vertikale Ebene. Dann kommt noch dazu, daß sämtliche “Moves” vorwärts und rückwärts, im einfachen oder auch versetzten Schwung gespielt werden können und ausserdem kann man natürlich auch noch seinen Körper dabei drehen und wenden. So entstehen unzälig viele Möglichkeiten, und ich glaube nicht, daß es in diesem Universum jemanden gibt, der alle möglichen Poifiguren gespielt hat.
Poi ist aber mehr als einfach nur Bälle um sich herumzuschleudern. In Neuseeland wird es immer noch kulturell als Tanz eingesetzt, in Thailand seit den 90 er Jahren bei Strandpartys, in Deutschland seit einigen Jahren in der Jonglierszene und in Schulen, Kindergärten, Altenheimen.
Poispielen ist sehr förderlich für Koordination, Fein- und Grobmotorik und Konzentration. Auch Muskelpartien können damit gezielt trainiert werden, vor allen Dingen diverse Arm- und Schulterpartien sowie Bauch und Rücken.
Durch die meist sanften, runden Bewegungen kann man auch sehr gelenkschonend trainieren, was sich vor allen Dingen bei der Arbeit mit Senioren bemerkbar macht. Bei sehr fortgeschrittenen Figuren ist natürlich auch mehr Gelenkigkeit erforderlich, aber soweit kommt man erst nach einigen Jahren intensiven Trainings.
Es gibt hunderte von verschiedenen Poi, die jedoch alle eines gemeinsam haben, nämlich etwas zum Festhalten für die Hände und ein Gewicht am Ende. Die Länge, das Gewicht und die Effekte variieren stark, es gibt Poi mit Fingerschlaufen, Poi die im Dunkeln leuchten, Poi mit einem Fähnchen am Ende, Poi mit Ketten oder Schnüren, schwarzlichtaktive Poi, Sockenpoi (Poi in strumpfartigen Textilien mit beispielsweise etwas Reis als Gewicht – haben den Vorteil dass man sie sehr schnell selber bauen kann) und natürlich Feuerpoi.
Poispielen ist aber sogar auch noch mehr als das alles – für mich persönlich ist poispielen eine Passion, eine Leidenschaft und eine Philosofie. Es gibt weltweit eine immer weiter wachsende Gemeinschaft von Poispielern, die sich untereinander mehr und mehr vernetzenist. Es gibt mittlerweile auch hier in Deutschland Vereine, die sich dem Poispiel verschrieben haben, unter anderem den Verband für Poi und Feuerartistik.
Man kann das Spiel mit den brennenden Poi relativ schnell erlernen, wenn man einen guten Lehrer hat und bereit ist zu üben. Wenn man von anderen Tätigkeiten her schon eine gute Motorik und Koordination hat, reichen oft schon 5-6 Übungsstunden. Beim Feuerpoispielen gibt es natürlich einiges zu beachten, was einem der Lehrer beibringt – von Feuerschutzmaßnahmen, Umweltschutz, Eigenbau von Feuerequipment, Verhaltensregeln bei einem Auftritt vor Publikum bis über die verschiedenen Techniken aber natürlich auch Kleidung.
Im Internet sind zahlreiche kostenlose Übungsvideos vorhanden (youtube.de-> Poi lesson) und es gibt auch qualitativ hochwertige Lehr-DVD´s zu kaufen. Am effektivsten und schnellsten lernt man aber doch bei einem Workshop oder per Einzelunterricht.
Ich selbst gebe auch Unterricht, bin seit 7 Jahren infiziert mit dem Poi-Virus und Performerin in verschiedenen Feuerspielgruppen sowie auch Solo-Shows in München und Umgebung, aber auch anderswo auf der Welt (Thailand, Spanien, Portugal, Österreich…)
Kontakt: Tanja Feuerherz, Feuershow München
(rockefeller-news/tp)





