Sechs Länder beteiligen sich an der europäischen Lotterie – Erste Ziehung ist am 23. März

13. März 2012

Startschuss zur europäischen Lotterie soll bald fallen. (Foto: dapd)
Startschuss zur europäischen Lotterie soll bald fallen. (Foto: dapd)

 

Mit sechs Ländern startet in knapp zwei Wochen die neue staatliche Lotterie Eurojackpot. Erstmals sollen am 23. März und dann immer freitags in Helsinki die Lotto-Zahlen gezogen werden, wie Marion Bleß, Vorstand der Deutschen Klassenlotterie Berlin, der Nachrichtenagentur dapd sagte. Neben Deutschland mit allen 16 Bundesländern sind fünf weitere Länder Europas an der Lotterie beteiligt: Finnland, Dänemark, die Niederlande, Estland und Slowenien.

Bei dem neuen Spielsystem werden den Angaben zufolge aus 50 Zahlen 5 gezogen. Um den Jackpot zu knacken, müssen daneben auch zwei sogenannte Eurozahlen zwischen 1 und 8 richtig angekreuzt sein, sagte Bleß. Durch die Kooperation der Länder sollen Jackpots von mindestens zehn und höchstens 90 Millionen Euro möglich sein.

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Ravensburger im Höhenflug

31. Januar 2012

Ravensburger

Ravensburger Spiele sind heiss begehrt. (Foto: dapd)

Der Spielwarenhersteller Ravensburger setzt seinen Höhenflug weiter fort. Bereits das elfte Jahr in Folge gelang es dem Unternehmen, ein Wachstum zu verzeichnen. Auch 2012 soll dieses Wachstum fortgesetzt werden.

Im Jahr 2011 war es der Vorlesestift “Tiptoi”, der das Unternehmen nach vorne brachte. Ganze 2,1 Millionen Mal verkaufte sich der Stift, erklärte Vorstand Clemens Maier, der für die neuen Geschäftsfelder zuständig ist. Nach dem großen Erfolg von “Tiptoi” in Deutschland sollen im Jahr 2012 die Länder Frankreich, Belgien und die Niederlande folgen.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz um 2,5 Prozent auf 319,5 Millionen Euro. Diese Zahlen teilte Finanzvorstand Jörg-Viggo Müller am Montagabend vor der Spielwarenmesse in Nürnberg mit.

Vor allem der Bereich “Spiele, Puzzles, Beschäftigung” beschert dem Spielwarenunternehmen jedes Jahr ein saftiges Plus. Im Ausland ist dieser Bereich zwar rückläufig und büßte 3,3 Prozent, das entspricht 134,7 Millionen Euro, ein, doch dafür boomt der Bereich im Inland. Mit einem Plus von 7,9 Prozent und damit 114,1 Millionen Euro, steht das Unternehmen gut da.

Spekulationen bezüglich des Jahres 2012 wollte Müller jedoch nicht wagen. “Wir gehen aber hoffnungsvoll ins neue Jahr”, prophezeite er lediglich. Bereits auf der Bilanzkonferenz im Mai sollen die endgültigen Zahlen veröffentlicht werden.

Für das Jahr 2012 ist weiterhin viel Neues geplant, das vor allem den Kindern Spass bringen soll. Neben 17 neuen Puzzles und Sachbüchern soll die Reihe auch um neue Spiele erweitert werden, sodass es insgesamt 44 verschiedenen Produkte werden.

(rockefeller-news/dapd)

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Streiks legen Athen lahm

18. Januar 2012

Streik

Große Demonstrationen in der griechischen Hauptstadt Athen. (Foto: dapd)

Wieder herrscht Ausnahmezustand in der Hauptstadt Griechenlands. In Athen sind erneut mehr als 10.000 Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen die Sparmaßnahmen des in die Schieflage geratenen Staates zu protestieren.

Vor allem die Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften am Mittwoch über Lohnkürzungen stehen im Fokus der Protestanten. Die bevorstehenden Maßnahmen lassen nichts Gutes für das Jahr 2012 erwarten.

Auch die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes zog es derweil auf die Straße. Der gesamte Bus- und Bahnverkehr wurde lahmgelegt. Auch zahlreiche Behörden bleiben geschlossen. Auch die Journalistenverbände legten für 48 Stunden ihre Arbeit nieder.

Leider gab es bereits auch Verletzte, die den Demonstrationen zuzurechnen sind. Ein Polizist in Zivilkleidung wurde durch Prügel schwer verletzt. Gleich 30 Demonstranten schlossen sich zusammen und überfielen den einzelnen Mann. Sie nahmen ihm seine Waffe weg und drangsalierten ihn mit Schlägen. Ansonsten blieben die Demonstrationen in einem weitgehend friedlichen Rahmen.

Am Dienstag reisten Experten des Internationalen Währungsfonds, der Europäischen Zentralbank und der EU nach Athen, um weiter über internationale finanzielle Hilfe zu diskutieren und zu beraten, wie man Griechenland erfolgreich aus der Krise lotsen kann.

Am Mittwoch soll weiter über einen Schuldenschnitt Griechenlands beraten werden. Vor allem die Banken stehen dabei in Verhandlung mit der griechischen Regierung. Der Chef des Internationalen Bankenverbandes (IIF), Charles Dallara, will für diese Verhandlungen nach Athen zurückkehren. Die Entschlossenheit, ein Abkommen zu schließen, dass die freiwillige Umschuldung Griechenlands beinhaltet, sei weiterhin gegeben, hatte Dallara im Vorfeld erklärt.

Zwar waren die Verhandlungen bereits am Freitag ergebnislos abgebrochen worden, doch bereits im Oktober hatten sich Banken und Fonds bereiterklärt, auf ganze 50 Prozent ihres eigenen Geldes zu verzichten, um Griechenland so zu unterstützen.

Es soll nun darüber diskutiert werden, wie viel Zinsen sie für ihre neuen Anleihen erhalten sollen.

(rockefeller-news/dapd)

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Rufe nach europäischer Ratingagentur immer größer!

17. Januar 2012

Fehleinschätzungen durch Standart & Poors

Fehleinschätzungen durch Standart & Poors (Foto: dapd)

 

Die Herabstufung einiger Euro-Länder befeuert Forderungen nach einer eigenen Institution – Westerwelle bringt Stiftung Warentest ins Spiel. 

Nach der Herabstufung Frankreichs und anderer Euro-Länder verstärken sich die Forderungen nach einer eigenen europäischen Ratingagentur. Außenminister Guido Westerwelle machte sich für eine solche Agentur nach dem Vorbild der Stiftung Warentest stark, CDU und CSU reagierten am Dienstag eher zurückhaltend. “Es ist jetzt viel zu früh, um zu entscheiden, ob es ein Stiftungsmodell oder ein anderes Modell sein wird”, sagte Fraktionsgeschäftsführer Peter Altmaier. Die Märkte zeigten sich von der Herabstufung unbeeindruckt.

Westerwelle sagte der “Neuen Osnabrücker Zeitung”, es sei höchste Zeit, den anglo-amerikanischen Ratingagenturen mehr Wettbewerb entgegenzusetzen. In Deutschland genieße die Stiftung Warentest große Glaubwürdigkeit, erklärte der FDP-Politiker. Deshalb solle man die Idee einer solchen Stiftung als Beispiel nehmen.

Westerwelles Vorschlag ist nicht neu. Unter anderem schlug der hessische Finanzminister Thomas Schäfer im Oktober eine “unabhängige europäische Rating-Stiftung” vor. Der CDU-Politiker verwies dabei auch auf das Projekt der Unternehmensberatung Roland Berger, die eine europäische Ratingagentur auf Basis einer “Non-Profit-Unternehmensstiftung” in Frankfurt am Main gründen will. Das Unternehmen bezieht sich dabei wiederum auf eine Entschließung des EU-Parlaments, das sich bereits im Juni 2011 für eine derartige Rechtsform ausgesprochen hatte.

Kostet viel, nutzt wenig!

Altmaier sagte, es seit wichtig, “dass jetzt eine Diskussion über eine solche Ratingagentur tatsächlich konkretisiert wird. Das wäre eine Beitrag zu mehr Pluralismus und zu mehr Unaufgeregtheit.” CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt meinte, man solle sich weiter um die Gründung einer europäischen Agentur bemühen, gleichzeitig aber für Transparenz der Arbeit der jetzigen Ratingagenturen, insbesondere der US-amerikanischen, sorgen.

Der finanzpolitische Sprecher der Linksfraktion, Axel Troost, erklärte, die Gründung einer öffentlichen europäischen Ratingagentur, wie seine Partei sie seit Jahren fordere, wäre ein “Schritt zur Entmachtung der drei großen Ratingagenturen”.

Für eine europäische Ratingagentur warb auch der neue Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz. “Das ominöse Orakeln der amerikanischen Ratingagenturen, bei denen Europa immer schlecht weg kommt, obschon wir eine globale Wirtschaftsmacht sind, ist absurd”, sagte er “bild.de”.

Der ehemalige Chef der Bundesfinanzagentur, Gerhard Schleif, warnte im dapd-Gespräch, die Kosten einer neuen europäischen Ratingagentur würden den Nutzen vermutlich übersteigen. Die Stiftung Warentest reagierte eher amüsiert. Bislang habe sich die Bundesregierung noch nicht gemeldet, sagte eine Sprecherin auf dapd-Anfrage. Die Stiftung sei aber bereit zu helfen, falls Unterstützung benötigt werde.

Die Unions-Fraktion geht zudem einem weiteren Vorschlag nach, der die Macht der Ratingagenturen brechen soll. Fraktionsvize Michael Meister (CDU) fordert Gesetzesänderungen, damit sich Versicherungen und Banken bei ihren Geschäften nicht mehr so stark wie bisher auf das Urteil von Ratingagenturen angewiesen sind. Altmaier erklärte am Dienstag, dieser Vorschlag sei positiv aufgenommen worden und werde derzeit geprüft.

Herabstufung verpufft offenbar!

Die Märkte hatten schon direkt nach der Herabstufung keine nennenswerte Reaktion gezeigt. Ähnlich war dies übrigens, als Standard & Poor’s im August der Kreditwürdigkeit der USA herabstufte. Auch die Herabstufung des Rettungsfonds EFSF am Montag hat offenbar keine Folgen: Der Fonds nahm am Dienstag erfolgreich 1,5 Milliarden Euro auf. Spanien konnte trotz der Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit erfolgreich 4,9 Milliarden Euro in kurzfristigen Schuldtiteln zu deutlich gesunkenen Zinsen absetzen.

Die Herabstufung von neun Euro-Ländern sorgte auch für Streit über die Arbeit der Ratingagenturen. EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen wies Vorwürfe gegen Standard & Poor’s zurück. Der Gedanke, diese habe ihre Entscheidung auf Druck der US-Regierung vorgenommen, gehe in Richtung einer Verschwörungstheorie, sagte Asmussen “bild.de”. Ähnlich äußerte sich SPD-Chef Sigmar Gabriel. “Ich glaube nicht an die Verschwörungstheorie, dass die bösen USA Europa ruinieren wollen”, sagte er “Spiegel Online”.

Der bayerische Finanzminister Markus Söder vermutete hingegen “eine ganz bewusste, gegen Europa gezielte Aktion”, wie er dem Nachrichtensender Phoenix sagte. Linksfraktions-Chef Gregor Gysi war der Meinung, “dass die amerikanischen Ratingagenturen und die Banken einen Krieg gegen die europäischen Völker führen”.

(rockefeller-news/dapd)

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Weitere Herabstufung durch Ratingagentur

17. Januar 2012

EFSF

So bunt und fröhlich wie diese Perlen ist die Lage leider nicht. (Foto: dapd)

Erst vor wenigen Tagen wurden die Bonität von neun Euroländern durch die Ratingagentur Standard & Poor’s herabgestuft. Darunter auch Frankreich und Österreich. Nun geht es auch dem Rettungsschirm EFSF an den Kragen.

Wiederum war es die Ratingagentur Standard & Poor’s, die auch dem Rettungsschirm die Top Bonität genommen hat. Bereits am Montag stufte S&P den EFSF auf AA+ herab.

Die Eurozone sieht diese Herabstufung als herben Rückschlag in ihrem Kampf gegen die Euroschuldenkrise an. Das Problem, das durch diese Herabstufung auftritt ist, dass nun die Aufnahme von Krediten, die der EFSF finanziert, teuer werden könnte. Der Rettungsschirm ist vor allem für Rettungsprogramme gedacht, die die in die Schieflage geratenen Euroländer unterstützen sollen.

S&P teilte zugleich jedoch mit, dass der Rettungsschirm EFSF seine Top Bonität wiedererhalten könne. Dafür müsse er lediglich seine Anleihen in Zukunft besser absichern.

Zwar war das Downgrade des EFSF bereits erwartet worden, nachdem selbst Frankreich und Österreich von S&P die Bestnote entzogen bekommen hatten, doch trotzdem ist der Rückschlag herb.

Durch die Herabstufung Frankreichs und Österreichs schrumpft die Ausleihsumme, die durch AAA-Garantien abgesichert ist. Man könnte sagen, dass damit der EFSF an Kraft verliert. Die Ausleihsumme sank bereits von 450 aus 270 Milliarden Euro.

(rockefeller-news/dapd)

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US-Autos tuckern aus der Krise

03. Januar 2012

Automobilindustrie

Aufschwung in der Automobilindustrie hält an. (Foto: dapd)

Es ist vermutlich das zweite Jahr in Folge, in dem die Automobilbranche in den USA ein Plus verzeichnen kann. Nach dem Einbruch im Jahr 2009 scheint es mit den Autos in den USA wieder bergauf zu gehen.

Hierbei geholfen haben günstige Verbraucherkredite und große Nachfragestaus.

Auch im Jahr 2012 soll es weiter nach oben gehen. Dies gilt aller Voraussicht nach auch für die deutsche Automobilindustrie. Die Zahlen sind noch unvollständig.

Am Mittwoch sollen die Zahlen jedoch vervollständigt werden. Zählt man alle verkauften Nutzfahrzeuge und PKW zusammen müsste insgesamt eine Zahl von 12,7 Millionen zusammenkommen. Das ist deutlich mehr als in den vergangenen Jahren. 2010 wurden 11,5 Millionen und 2009 sogar nur 10,4 Millionen Fahrzeuge verkauft.

Die Prognosen stehen weiterhin gut, denn im Jahr 2012 könnte die Zahl der verkauften Neuwagen bereits die 13 Millionen Marke sprengen und auf 13,8 Millionen klettern.

Das Kriesenjahr 2009 machte auch in den USA den Autobauern schwer zu schaffen. Es herrschte große Arbeitslosigkeit in diesem Bereich und da Darlehen schwer zu bekommen waren, war der Absatz an Neuwagen eher mäßig. Selbst große Automarken wie Chrysler und General Motors mussten Gläubigerschutz beantragen. Auch Ford musste sich Milliarden borgen, um nicht in die Pleite zu geraten.

Heute zeichnet sich jedoch ein anderes Bild ab. Kredite sind wieder leichter zu bekommen und auch der Zinssatz ist verhältnismäßig niedrig. Hinzu kommt, dass viele Amerikaner ihre alten Wagen ersetzen müssen. Diese wurden während der Rezession noch ausgefahren, sind nun jedoch zu alt. Auch tausende junge Leute kommen hinzu, die sich nun ein Auto anschaffen wollen.

Nimmt man all diese Faktoren zusammen, so können nun mehr Arbeitsplätze entstehen und auch zusätzliche Schichten müssen eingelegt werden. Generell würde dies dann für die US-amerikanische Automobilbranche mehr Wachstum bedeuten.

(rockefeller-news/dapd)

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Written by Ortwin Oberhauser

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Rente mit 67 ohne Alternativen

02. Januar 2012

von der Leyen

Ursula von der Leyen hält die Rente mit 67 für unausweichlich. (Foto: dapd)

Kaum ist das Jahr 2011 abgeschlossen, gehen die politischen Diskussionen auch im Jahr 2012 weiter. Nun meldet sich Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zu Wort und äußert sich zur Rente mit 67 Jahren.

Laut Ursula von der Leyen gibt es keine Alternative, die die Rente mit 67 Jahren doch noch verhindern kann.

Das Problem liegt darin, dass es immer mehr alte Bundesbürger gibt, die immer älter werden und damit länger Rente beziehen als es früher der Fall war. Junge hingegen kommen nur noch wenige nach. Und eben diese sind der Grundstein, auf dem das Rentensystem aufgebaut ist. Denn diese erarbeiten die Bezüge, die die Alten erhalten.

Dies sagte die Bundesarbeitsministerin am Montag im Deutschlandradio.

Es zeichnet sich immer weiter ab, dass der Generationenvertrag, wie er einst geschlossen wurde, nicht mehr funktionieren kann.

Um dieser Rentenkrise entgegenzuwirken bleibt laut von der Leyen nur eine Rentenkürzung oder eine erhebliche Beitragserhöhung.

Von der Leyen fügt jedoch hinzu: “Beides ist meines Erachtens nicht zumutbar.” Sie sieht die einzige Möglichkeit darin, das Rentenalter auf 67 Jahre anzugeben, um das entstanden Defizit auszugleichen.

Am 1. Januar 2012 wurde die Rente mit 67 Jahren eingeführt. Mit dieser Einführung verlängert sich die Lebensarbeitszeit schrittweise für die Geburtsjahrgänge 1947 bis 1958 um jeweils einen Monat pro Jahr.

(rockefeller-news/dapd)

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Der Glaube an den Euro

27. Dezember 2011

Hans Eichel

Ex-Finanzminister Hans Eichel fordert mehr Glauben an den Euro. (Foto: dapd)

Immer noch ist die Eurokrise in aller Munde und auch der Abschluss des Jahres 2011 bringt keinen Abschluss der europäischen Krise mit sich.

Im Gegenteil glauben viele, dass auf das Krisenjahr 2011 noch weitere folgen werden.

Ob Austritt aus dem Euro oder nicht, daran scheiden sich die Geister. Nicht nur Politiker beraten darüber, was das Beste sein könnte, ganz Europa macht sich Gedanken, wie es nun weitergeht.

Der frühere Bundesfinanzminister Hans Eichel sieht einen Austritt aus dem Euro jedoch als fatalen Fehler an. Der SPD-Politiker gab am Dienstagmorgen im ZDF-Morgenmagazin an: “Eine größere Dummheit könnten wir nicht machen, das wäre die Verabschiedung Europas in die Bedeutungslosigkeit.”

Eichel betont, dass vor allem eine stärkere Zusammenarbeit in der europäischen Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik gemacht werden muss, um der Krise gerecht entgegenwirken zu können. Nur wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, dann werde der Euro “nicht nur überleben, sondern nach der Krise stärker sein als vorher”. Davon ist der ehemalige Bundesfinanzminister überzeugt.

Pflicht der EU sei es zudem, sich nicht von den negativen Ansichten der USA oder Großbritannien verunsichern zu lassen. Diese Nationen sind überzeugt davon, dass der Euro die Krise nicht überleben wird. Dagegen müsse sich die EU jedoch behaupten und nicht den Kopf einziehen.

“Die Freunde des Euro sitzen nicht an der Wall Street in New York und auch nicht in der Londoner City”, schließt Hans Eichel seine Aussage ab.

(rockefeller-news/dapd)

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Börsenfusion nur unter strengen Bedingungen

23. Dezember 2011

Bulle und Bär

Bulle und Bär vor der Börse in Frankfurt. (Foto: dapd)

Die Fusion der Deutschen Börse mit der NYSE Euronext steht kurz bevor. Trotzdem müssen laut amerikanischem Justizministerium noch einige Auflagen erfüllt werden, um die Fusion möglich zu machen.

Vor allem der Betreiber der Börse in Frankfurt ist gefragt, denn dieser muss zunächst dem Verkauf einer Beteiligung an der Direct Edge Holdings durch eine Tochtergesellschaft zustimmen. Würde er darauf nicht eingehen, dann werde der Zusammenschluss blockiert. Dies teilte das US-Ministerium am Donnerstag mit. Eine entsprechende Klage sei bereits vor dem Gericht in Washington eingereicht worden.

Bei den Deutschen Börsen gilt der Zusammenschluss unter von US-Justizministerium gestellten Auflagen als “bedeutender Meilenstein”.

Dabei ist International Securities Exchange (ISE) eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Unternehmens. Sie hält an der Direct Edge Holdings, dem viertgrößten Börsenbetreiber der USA, einen Anteil von 31,5 Prozent. Bis es zur vollständigen Veräußerung kommt wird die Beteiligung von ISE an Direct Edge passiv weitergeführt.

Doch auch die EU-Kommission muss den Zusammenschluss zuerst genehmigen. Dabei ist der 9. Februar der Stichtag, an dem die Prüfungen abgeschlossen sein sollen. Bei der Börsenaufsicht in Hessen stößt die geplante Fusion jedoch auf Widerstand.

Bereits Anfang des Jahres hatte die Deutsche Börse angekündigt, den Mutterkonzern der NYSE für zehn Milliarden Dollar (rund sieben Milliarden Euro) aufkaufen zu wollen. Mit dieser Fusion entstünde der größte Börsenkonzern der Welt. Die New York Stock Exchange beinhaltet nicht nur die berühmte Wall Street, sondern auch Handelsplätze in Amsterdam, Brüssel, Lissabon und Paris sowie der Londoner Terminmarkt.

(rockefeller-news/dapd)

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