Wulff tritt zurück

17. Februar 2012

Staatsrechtler: Wulff soll Amt ruhen lassen. (Foto: dapd)

Staatsrechtler: Wulff soll Amt ruhen lassen. (Foto: dapd)

 

Staatsoberhaupt zieht die Konsequenzen aus den wochenlangen Vorwürfen gegen ihn

Bundespräsident Christian Wulff tritt zurück. Damit zieht das Staatsoberhaupt die Konsequenzen aus den wochenlangen Vorwürfen gegen ihn. Am Donnerstag hatte die Staatsanwaltschaft Hannover beantragt, Wulffs Immunität aufzuheben. Deutschland brauche einen Bundespräsidenten, “der von dem Vertrauen nicht nur einer Mehrheit, sondern einer breiten Mehrheit der Bürger getragen wird”. Nach den Vorwürfen der letzten Wochen sei dies “nachhaltig beeinträchtigt”, sagte Wulff am Freitag in Berlin.

Wulff steht seit Wochen wegen eines umstrittenen Privatkredits und Urlauben bei Freunden in der Kritik. Die Staatsanwaltschaft Hannover sieht einen Anfangsverdacht wegen Vorteilsannahme beziehungsweise Vorteilsgewährung gegeben.

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Written by Tassos

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Jürgen Höller über Motivation in Zeiten der Finanzkrise

25. August 2011

Rockefeller-News: Interview mit Jürgen Höller.

Jürgen Höller ist erfolgreicher Motivationstrainer. Bereits mit 19 Jahren gründete er sein erstes Unternehmen, mit dem er jedoch fast pleite ging. Danach studierte er die “Gesetzte des Lebens”. Heute hilft er Millionen Menschen, darunter Sportler und Prominente, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Exklusiv für Rockefeller-News spricht er über die Motivation in Zeiten von finanziellen Krisen und Wirtschaftstiefs.

Jürgen Höller

Motivationstrainer Jürgen Höller zum Thema Motivation in Zeiten der Finanzkrise. (Foto: Life Learning & Motivation

rockefeller-news: Herr Höller, wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen? Wie motivieren Sie sich selbst?

Jürgen Höller: Ich habe mich 1983 als 19-Jähriger selbstständig gemacht – 2 Jahre später
stand ich zum ersten Mal in meinem Leben kurz vor der Pleite. 1985 habe ich dann, in meiner Not, das erste Weiterbildungsbuch meines Lebens gelesen „Sorge dich nicht, lebe!“ von Dale Carnegie. Mit diesem Buch veränderte sich mein Leben zum Positiven. Von diesem Zeitpunkt an, las ich ein Buch nach dem anderen und schließlich begann ich ein Jahr später das erste Seminar zu besuchen – ich war nicht nur hellauf begeistert, sondern konnte innerhalb von nur 3 Jahren meine Millionenschulden ins Plus wandeln. 1989 gründete ich die Inline Unternehmensberatung, die dann verschiedene Branchen beraten hat, u. a. die größte Unternehmensberatung für Fitness- und Freizeitbetriebe (daraus entstand später die größte Fitness-Franchise-Kette Europas Injoy), die größte Unternehmensberatung Europas für IT-Betriebe (I-Team) usw. Im Rahmen dieser Unternehmensberatungen begann ich dann ab 1989 Seminare für unsere Kunden durchzuführen, mit großem Erfolg. Ende 1994 gab ich dann alle
Unternehmensberatungen ab und konzentrierte mich ausschließlich auf meine Tätigkeit als Referent.
Wie motiviere ich mich selbst? In dem ich weiß, was ich will und die „Gesetze des Lebens“ nicht nur kenne, sondern eben lebe. Genau die Lebensgesetze, die ich in meinen Lifing®-Seminaren an alle Menschen weitergebe. Und wer nach den „Gesetzen des Lebens“ lebt, ist automatisch motiviert. Auch bei Rückschlägen und Schwierigkeiten wird ein solcher Mensch immer wieder neue Kraft und Motivation schöpfen können.

rockefeller-news: Die aktuelle Wirtschaftslage ist sehr schwierig. Denken Sie, dass dies ein
vorübergehender Zustand ist, oder wird es längerfristig so sein?

Jürgen Höller: Die aktuelle Wirtschaftslage ist sehr schwierig. Diese einzuschätzen ist mir
unmöglich. Wirtschaft ist ein ewiger Wechsel der Gezeiten, auf Ebbe folgt Flut, auf Flut folgt Ebbe und auf Ebbe folgt wieder Flut. Nachdem wir nunmehr 2 Jahre eine kräftige Flut in Deutschland hatten, könnte es durchaus
sein, dass es auch wieder einmal eine Ebbe gibt. Aber was soll´s? Auch auf die nächste Ebbe, wird die Flut folgen – und wer dies weiß, ruht in sich selbst und kann die richtigen Maßnahmen so oder so ergreifen.

rockefeller-news: Wie gelingt es mir, Motivation in Zeiten der Finanzkrise zu entwickeln?

Jürgen Höller: Wer sein Geld in das Wichtigste investiert, dass es gibt, nämlich in sich
selbst, hat niemals Angst. Das Leben kann einem die eigene Firma nehmen – man geht pleite. Das Leben kann einem den Job nehmen – man wird entlassen. Das Leben kann einem das Geld nehmen – die Geldanlage stürzt ab. Das Leben kann einem die Gesundheit nehmen – innerhalb von einer Sekunde erfährt man von einer Krankheit. Das Leben kann einem den Partner nehmen – plötzlich steht man alleine da. Das Leben kann einem sogar seinen Namen, sein Image, seine Freiheit nehmen – aber das, was man an Wissen und Weisheit in sich aufgenommen hat, bleibt immer in einem. Egal was man verliert, egal wohin man geht – dies ist der einzige Schatz, den man immer behält. Und wer in das richtige Wissen investiert hat, wird auch in Zeiten der größten Krisen aufstehen und wieder erfolgreich und glücklich leben können. Mein Ratschlag deshalb für alle Leser: Beginnen Sie Ihr Geld stärker in den
Bereich zu investieren, der Ihnen immer noch die höchsten Renditen bringt (dies sagte schon der Mitbegründer der Vereinigten Staaten von Amerika Benjamin Franklin): In Ihr Wissen!

rockefeller-news: Wie schaffe ich es, die täglichen Meldungen, die sich auf das Wirtschaftstief
beziehen, trotzdem positiv zu sehen?

Jürgen Höller: Man sollte schon einmal die täglichen Meldungen gar nicht lesen. Jede „Ebbe“
ist immer nur vorübergehend und es wird wieder eine Flut folgen. Außerdem: Auch in einer Boom-Phase gehen tausende von Firmen und Menschen pleite – und auch in einer Phase der Rezession, gibt es tausende von Firmen und hunderttausende von Menschen, die mehr als erfolgreich sind. Im Krisenjahr 2009 haben wir z. B. unseren Umsatz um 40 % gesteigert. Letztendlich liegt es an jedem Einzelnen, was er aus den äußeren Umständen macht. Diese äußeren Umstände sind mal einfacher oder schwieriger – aber entscheidend sind sie nicht. Nicht der Wind entscheidet über den Kurs, sondern derjenige, der die Segel setzt. Allerdings muss man eben wissen, wie
man die Segel auch bei Gegenwind so zu setzen hat, dass man schließlich sein Ziel erreicht. Wir sind also wieder beim Thema Wissensaufnahme!

rockefeller-news: Ist es sinnvoll meine gesamten Finanzen umzustrukturieren und alles in Gold anzulegen?

Jürgen Höller: Natürlich ist eine Anlage in Gold, Silber etc. immer ein „sicherer Hafen“. Andererseits ist der Goldpreis bereits extrem gestiegen und niemand weiß, wie er sich entwickeln wird. Die alte Weisheit, 10 bis 15 % seines Vermögens in Gold und Silber anzulegen ist sicherlich nicht falsch. Darüber hinaus
muss jeder selber wissen, ob er diesen Anteil noch höher setzen möchte. Neben Gold gibt es ja auch weitere Sachwerte, wie Anlage in Aktien (Beteiligung an Firmen), Immobilien, Kunststücke etc.

rockefeller-news: Wie schaffen Sie es, täglich mit Motivation an Ihre Arbeit zu gehen?

Jürgen Höller: Jeder Mensch sollte täglich aufstehen, sich vor den Badezimmerspiegel stellen, in die eigenen Augen schauen und die Frage stellen: „Welche Ausstrahlungskraft geht heute von diesem Gesicht aus?“ Und dann wird sich das Gesicht sicher automatisch verändern, die Mundwinkel werden nach oben gehen, die Gesichtszüge und damit der ganze Körper werden gestrafft sein. Und wer sich dann noch vor dem Spiegel in die Augen sieht und ein Lächeln gönnt, eine kraftvolle Haltung einnimmt und mehrmals nacheinander laut zu sich selber sagt (auch wenn der Partner und die Kinder zu lachen anfangen…): Du schaffst es! Ich gebe mein Bestes! Ich erreiche meine Ziele!, der wird sofort erleben, wie er mehr Energie, mehr Power und mehr Motivation für den Tag erhält.

Ein zusätzliches Schmankerl bietet Jürgen Höller den ersten 10 Lesern an, die sich auf seiner Homepage juergenhoeller.biz melden. Diese werden kostenfrei zu seinem 2-Tages-PowerDay-Seminar am 15.+ 16.10.2012 in Schweinfurt eingeladen.

(rockefeller-news/ks)

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Written by Scholl Kerstin

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Annabelle Boom gibt Gas als “neue Katze” und steht zu sich selbst

24. August 2011

Annabelle Boom 1

Annabelle Boom ist die neue Katze. (Foto: www.schokoauge.de)

Rockefeller-News: Interview mit Annabelle Boom.

Annabelle Boom ist die Gewinnerin des “Katze sucht Katze”-Castings. Das von Daniela Katzenberger veranstaltete Casting sollte einem Mädchen die Chance geben, eine mediale Laufbahn zu starten und, wie sie selbst, groß rauszukommen. Annabelle setzte sich gegen 1.000 Bewerberinnen durch. Was sie seitdem erlebt hat erzählt sie nun exklusiv:

rockefeller-news: Annabelle, nach dem Sieg des “Katze sucht Katze”-Castings kam viel Neues auf Sie zu, was haben Sie bisher erlebt und was hat Ihnen am besten gefallen?

Annabelle Boom: Ich gebe zahlreiche Interviews und habe mit Daniela einen Werbespot gedreht. Mittlerweile bin ich stolze Besitzerin eigener Autogrammkarten und werde oft auf der Straße erkannt und angesprochen. Eigentlich genieße ich alles was gerade so passiert. Aber am besten gefällt mir, vor der Kamera zu stehen und natürlich Autogrammkarten zu schreiben und Fotos mit “Fans” zu machen.

rockefeller-news: Ihr ursprüngliches Berufsziel sollte in den wirtschaftlichen Bereich gehen, da Sie ein Wirtschaftspsychologie-Studium in Heidelberg aufgenommen haben. Inwiefern hat sich dieses Berufsziel jetzt verändert? Oder hat es immer noch Bestand?

Annabelle Boom: Na klar hat das immer noch Bestand, ich wollte immer schon Wirtschaftspsychologie studieren, aber auch Fernsehen machen. Jetzt lebe ich gerade beide A-Pläne meines Lebens. Das kann man mit 2 Kindern vergleichen: das Erstgeborene ist mein Studium, das Zweitgeborene Fernsehen. Dann hat man ja beide Kinder gleich lieb und schickt nicht das eine für das andere in die Wüste.

Annabelle Boom 2

Für Annabelle ist das Studium weiterhin sehr wichtig. (Foto: www.schokoauge.de)

rockefeller-news: Welche Erfahrungen haben Sie in der Zwischenzeit mit den Medien gemacht?

Annabelle Boom: Bisher habe ich wirklich nur gute Erfahrungen gemacht.

rockefeller-news: Sie stehen nun in der Öffentlichkeit. Das ruft viele Neider hervor. Gab es auch negative Erfahrungen?

Annabelle Boom: Na klar – einige haben mich schon schief angeschaut. Hier in Deutschland ist es so, sobald einer die sicheren Bahnen der Normalität verlässt, wird er erst einmal schief angeschaut und viele fragen: “Wieso machst Du das! Denk an deinen Ruf, Du wirst scheitern!” Dazu kann ich nur sagen: Ich bin Annabelle Boom und werde meinen Weg gehen, selbstbestimmt und es allen Neidern und Kritikern zeigen ;-)

rockefeller-news: Wie ist Ihr Verhältnis zu Daniela Katzenberger aktuell?

Annabelle Boom: Wir verstehen uns sehr gut und haben viel Spaß zusammen.

rockefeller-news: Gibt es in naher Zukunft gemeinsame Projekte mit Ihnen und Frau Katzenberger?

Annabelle Boom: Wir haben gerade zusammen einen Werbespot gedreht, der Ende dieses Jahres ausgestrahlt wird.

rockefeller-news: Was zeichnet Sie als “neue” Katze aus? Wo liegen Ihre Stärken und was fällt Ihnen noch ein bisschen schwer im Umgang mit Ihrem nun öffentlichen Leben?

Annabelle Boom :Zu meinen Stärken gehört, der Mut zu mir selbst zu stehen. Mir ist es nicht peinlich, auch vor Kameras so zu sein wie ich bin. Ich rede gerne frei Schnauze, aber kann auch gut zuhören. Was mir noch fehlt, ist mehr Schlagfertigkeit. Nach Stunden fällt mir dann immer ein, was ich noch hätte sagen können. Dann denke ich immer: “Das hättest Du darauf kontern sollen und das!” Aber genau in dem Moment fällt mir nicht das Richtige ein.

Annabelle Boom 3

Das Goldstadt-Kind aus Pforzheim. (Foto: www.schokoauge.de)

rockefeller-news: Was verbindet Sie und Daniela Katzenberger und wo liegen die Unterschiede?

Annabelle Boom: Wir sind beide typische Girlie-Girls. Für uns ist Tussi und Barbie kein Schimpfwort und wir sind beide etwas chaotisch. Aber bin ich weder ihre Kopie oder ihr Klon: sie hat braune und ich blaue Augen. Wir haben einen unterschiedlichen Männergeschmack und sie liebt Leberwurst, mir hingegen schmeckt sie überhaupt gar nicht.

rockefeller-news: Inwiefern hat Sie das gewonnene Casting persönlich weitergebracht und vielleicht sogar verändert?

Annabelle Boom: Mich hat das Casting schon zum Positiven verändert, ich bin dadurch selbstbewusster geworden. Ein kleines Beispiel dazu: ich habe vor 2 Jahren mein Bauchnabelpiercing rausgenommen, weil meine Freunde und Familie meinten, ich sei zu alt für ein Bauchnabelpiercing. Da habe ich mich zu Unrecht angepasst. Sobald ich gewonnen hatte, dachte ich: “Annabelle, steh doch zu dir selbst und wenn du mit 24 ein Bauchnabelpiercing haben möchtest, dann machst du das einfach!”. Auch mein Kleidungsstil wird extravaganter und experimentierfreudiger. Mir ist es endlich endlich endlich egal, was andere sagen. Hauptsache mir gefällt es. Ich tue ja niemanden weh und wer es nicht sehen will, der soll weg schauen ;-) .

rockefeller-news: Sie sind in Pforzheim aufgewachsen, noch spezielle Grüße an die dortigen Fans?

Annabelle Boom: Ich grüße ganz besonders die Goldkinder aus dem Tor zum Schwarzwald Pforze (aka Pforzheim): “Baut euch euer goldenes Traumschlösschen und lebt euren Traum!”

(rockefeller-news/ks)

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Written by Scholl Kerstin

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Regisseur Markus Hautz spricht über seinen Film “22:43″

13. August 2011

In den letzten Jahren hat sich in der österreichischen Filmlandschaft einiges bewegt – die Oscars von Regisseur Stefan Ruzowitzky (“Die Fälscher”) und Schauspieler Christoph Waltz (“Inglorious Basterds”) beweisen dies eindrucksvoll. Doch auch abseits dieser großen Produktionen gibt es einen Kern kreativer und motivierter junger Leute, die beständig daran arbeiten ihren Traum vom Geschichten erzählen zu verwirklichen.

Markus Hautz
ist einer davon – sein Zeitreisethriller “22:43″ wird gerade auf Filmfestivals rund um die Welt gespielt. So fand die Weltpremiere zum Beispiel auf dem Anchorage International Film Festival 2010 statt, die Europapremiere beim Max-Ophüls-Preis 2011; weiters wurde der spannende Streifen auch auf dem Crossroads Film Festival 2011 und dem Puerto Rico International Film Festival gespielt, vom Mexico International Film Festival 2011 konnte man gar als Gewinner des “Silver Palm Award” zurückkehren.

Regisseur Markus Hautz: "Sehe mich als Geschichtenerzähler der versucht, die Leute zu unterhalten." (Foto: Daniel Prochaska)

Regisseur Markus Hautz: "Sehe mich als Geschichtenerzähler, der versucht die Leute zu unterhalten." (Foto: Daniel Prochaska)

Gerade jetzt – im August – wird “22:43″ auf dem New York City International Film Festival 2011 laufen, wo der Film fünf mal nominiert ist: Bester Film, bestes Drehbuch, beste Musik, bester Hauptdarsteller und beste Nebendarstellerin. Im September wird “22:43″ dann beim Cinéfest Sudbury International Film Festival in Kanada für Spannung beim Publikum und – hoffentlich – für Euphorie bei den Kritikern sorgen.
Grund genug, sich Markus Hautz zu schnappen und ihn zu einem ausführlichen Interview über seinen Film zu bitten:

rockefeller-news: Markus, dein Film 22:43 läuft im Moment weltweit auf verschiedenen Festivals und schlägt sich dabei sehr erfolgreich; erzähle doch bitte erst einmal kurz die Story des Films.
Markus Hautz: Der Film erzählt die Geschichte von Max Felder, einem erfolglosen Schriftsteller, der zusammen mit seiner Freundin Hannah und seinem Hund Giacomo am Stadtrand von Wien lebt. Niemand will seine Geschichten lesen. Sein bester Freund Chris (Mordkommission) besorgt ihm eine 15 Jahre alte Polizeiakte, von der er sich inspirieren lässt. Doch als er sich mit dem fertigen Manuskript bei einem renommierten Verlag vorstellt, wird er erneut abgelehnt, was ihn so enttäuscht, dass er seine literarischen Gehversuche für immer bleiben lassen will. Und dann wird er auch noch fast von einem Auto angefahren, was ihn aber nicht umbringt, sondern drei Jahre in die Zukunft katapultiert. In seinem Haus wohnen jetzt andere Menschen, er wird wegen Einbruchs in sein eigenes Haus verhaftet und das schlimmste: Seine Freundin Hannah ist tot. Chris, der ihn vom Polizeirevier abholt, kommt nur schwer mit der Situation klar, versucht aber Max zu helfen. Und je länger Max in dieser neuen Welt lebt, merkt er, dass sein Buch etwas mit dem Tod seiner Freundin zu hat…

Hauptdarsteller

Die beiden Hauptdarsteller Anton Nouri und Martin Loos. (Foto: Markus Ühlein)

rockefeller-news: Du hast ja auch das Drehbuch selber geschrieben – was war die Idee, die dahinterstand, wie bist du auf die Geschichte gekommen?
Markus Hautz: Zeitreise ist ein faszinierendes Thema, das die Menschen seit Jahrzehnten beschäftigt und immer wieder träumen lässt. Die eigene Zukunft zu kennen würden viele als Segen empfinden. Nichts würde mehr unvorhergesehen eintreffen. Wir wären darauf vorbereitet. Es würde sich auch die Möglichkeit ergeben, Zustände in der Zukunft, die uns nicht gefallen, zu ändern. Doch könnte das Kennen der eigenen Zukunft auch ein Fluch sein?

Wenn wir an Zeitreise denken, meinen wir meist Maschinen, mit deren Hilfe wir duch die Zeit katapultiert werden – sei es in die Vergangenheit oder Zukunft, um dort den Untergang der Menschheit zu verhindern, ohne das Raum-Zeit-Kontinuum zu beeinträchtigen… ganz nach der Manier von „Zurück in die Zukunft“.

Durch Zufall bin ich auf die „düstere Legende“ von Rudolph Fentz gestoßen, der Ende des 19. Jahrhunderts in einer Gewitternacht spurlos verschwindet und im New York der 50er Jahre wiederauftaucht. Ich griff diesen Moment des Reisens durch die Zeit ohne jegliche Hilfsmittel auf und verwob es mit den Elementen Zufall und Schicksal. Die Art der Zeitreise in 22:43 kann man sich im Grunde wie eine Art Tunnel vorstellen, der Gegenwart und Zukunft miteinander verbindet. Nur diesen Tunnel betritt man nicht freiwillig. Man wird in Bruchteil von Sekunden hindurch geschleudert. Derjenige, der durch diesen Tunnel geht, verschwindet in der einen Zeit und taucht in der anderen wieder auf. Die Gefahr, seinem eigenen Ich zu begegnen, wird auf diese Weise eliminiert. Diese Möglichkeit wollte ich von Anfang an nicht in die Geschichte aufnehmen, denn man kennt dieses Szenario aus diversen anderen „Zeitreise- Filmen“. Fragen wie „Was würde der Protagonist anstellen, wenn er die Zukunft kennt?“ und „Würde er alles versuchen, um sein Leben zu verändern?“ haben mich auf diesem dunklen Pfad durch die Zukunft des Protagonisten begleitet. Die Antwort lautet: Selbstverständlich! Jeder von uns würde dasselbe tun, wenn er die Chance hätte.

Es entstand ein düsteres Szenario, in dem ich dem Protagonisten – ähnlich wie Rudolph Fentz – die Möglichkeit geben wollte, rein zufällig seine eigene Zukunft zu sehen. Anders als dieser sollte er aber nicht sofort in dem Augenblick sterben, in dem er in die neue Welt eintaucht, sondern noch genügend Zeit haben zu realisieren, dass diese Zukunft von ihm geschaffen wurde… Eine logische Konsequenz seiner Handlungen vor seinem Verschwinden.

Martin Loos in einer Szene aus "22:43". (Foto: ???)

Martin Loos in einer Szene aus "22:43". (Foto: Alexander Falschlehner)

Irgendjemand oder irgendetwas wollte ihm zeigen: „Wenn du dein Leben genauso weiterlebst, dann werden schlimme Dinge passieren.“ Der Protagonist muss erkennen, dass seine Leidenschaft – das Schreiben – der Auslöser jener unfassbaren Schmerzen und Trauer ist, die er in der Zukunft erleiden musste. Ihm ist klar, was er zu tun hat: Er muss sein Manuskript vernichten, um das Leben geliebter Menschen und sein eigenes zu retten. Er muss alles über Bord werfen, wofür er die letzten Jahre gekämpft hat.

Und genau hier offenbart sich das zweite Element in der Geschichte: Das Schicksal. Der Protagonist bekommt zwar seine zweite Chance, den Verlauf der Dinge zu ändern, doch die schlimmen Ereignisse treten trotzdem ein – nur etwas früher und in veränderter Form. Dass sich der Protagonist dabei immer wieder mit den „größten Tyrannen der Erde“, dem Zufall und der Zeit, konfrontiert sieht, soll den eigentlichen Plan des Schicksals undurchsichtiger machen. Eine Frage spielt dabei eine wichtige Rolle: „Kann man den Tod eines geliebten Menschen verhindern oder muss er sterben, wenn er vom Schicksal auserwählt wurde?”

Ich wollte die Geschichte auch auf eine philosophische Ebene bringen und habe mir immer wieder folgende Fragen gestellt: Können wir überhaupt unsere Zukunft verändern, selbst wenn wir sie kennen? Hat das Schicksal einen Plan, den es um jeden Preis verfolgt? Gibt es denn überhaupt so etwas wie eine Hoffnung auf z.B. „bessere Zeiten“ oder ist das nur ein hinterlistiger Mechanismus, damit die Menschen weiter nach Glück streben und es dem Schicksal im Spielparadies „Erde“ nicht langweilig wird?

rockefeller-news: Das klingt fast ein bisschen nach Sinnsuche mit den Mitteln des Films – bist du selber eher Determinist, oder glaubst du an Zufälle? Was denkst du, ist mit Rudolph Fentz wirklich geschehen?
Markus Hautz: Ich würde mich selbst weder als Determinist bezeichnen noch glaube ich ausschließlich an Zufälle. Ich würde mich eher in dieser dichotomischen Grauzone zwischen Determinismus und Zufall ansiedeln. Natürlich stelle ich mir immer wieder die Frage, ob wir einen freien Willen haben bzw. ob dieser überhaupt existiert. Jede Aktion ruft über kurz oder lang eine Reaktion hervor. Das Spannende daran ist jetzt: Ist es uns vorherbestimmt, zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort zu sein, den wir mit unseren (vermeintlich) freien Entscheidungen erreichen? Oder geraten wir nur durch glückliche oder unglückliche Zufälle in bestimmte Situationen? Eine eindeutige Antwort ist nicht existent, wohl aber unzählige Theorien. Es ist wirklich ein sehr breites philosophisches Feld, mit dem ich mich in den letzten Jahren immer wieder viel beschäftigt habe. Angefangen mit Thomas von Aquin bis zu den Existenzialisten des 20. Jahrhunderts wie Jean-Paul Sartre, der den Determinismus gänzlich abgelehnt hat. Ich selbst kann diese Frage wohl aber nur sehr unbefriedigend beantworten, weil ich einfach viel zu wenig Philosoph bin. Sartre oder Aquin haben sich fast ihr ganzes Leben damit beschäftigt. Vielleicht kann ich das in 30 Jahren beantworten, ob ich Determinist bin oder nicht (lacht).

Was mit Rudolph Fentz wirklich geschehen ist: Ich würde sagen, dass nicht alles an dieser Geschichte frei erfunden ist. Wahrscheinlich ist es wie mit jeder Legende, dass im Laufe der Zeit bestimmte Aspekte hinzugedichtet wurden. Und irgendwo im Kern liegt die Wahrheit begraben. Vielleicht war Rudolph Fentz ein verwirrter Broadway-Schauspieler und hat sich so mit seinem Stück identifiziert, dass er irgendwann durchgedreht und einem Taxi vor die Motorhaube gelaufen ist. Vielleicht war er aber auch nur unzufrieden mit seiner Karriere, weil er wieder einmal nicht die Hauptrolle bekommen hat.

Darstellerin Silvia Schantl, Kamera-Assistent Thomas Weilguny und Markus Hautz bei den Dreharbeiten. (Foto: Markus Ühlein)

Darstellerin Silvia Schantl, Kamera-Assistent Thomas Weilguny und Markus Hautz bei den Dreharbeiten. (Foto: Markus Ühlein)

rockefeller-news: Gibt’s autobiographisches, in der Geschichte oder bei den Figuren?
Markus Hautz: Autobiographisches gibt es eigentlich nicht. Ich wurde noch nie in die Zukunft geschleudert (lacht). Wobei dies natürlich mal sehr reizvoll wäre. Wo stehe ich in 10 Jahren? Hat sich bestimmt schon jeder mal gefragt. Aber es gibt Anspielungen und Hommagen an Filme und TV-Serien, die ich über alles liebe und noch heute schaue. So finden sich viele Zitate in Dialogen und auf der Bildebene von LOST, AKTE X oder ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT. Manche sehr offensichtlich, manche aber versteckt und schwer zu finden. Wer weiß, vielleicht entdeckt der eine oder andere aufmerksame Zuschauer genau diese versteckten Hinweise.

rockefeller-news: Jetzt ist das ja sehr viel Arbeit, so einen Fim von Anfang bis Ende zu produzieren – erzähl doch mal wie das vonstatten ging, wo fängt man da überhaupt an?
Markus Hautz:
Diesen Film zu machen, war wohl das schwierigste, was ich je in meinem ganzen Leben gemacht habe. Aber ich bin sehr froh, es bis zum Ende durchgehalten zu haben. Immerhin waren es doch fast zwei Jahre meiner Zeit, die ich investiert habe. Der Anfang, wie bei jedem Film, ist die Idee.

Ursprünglich wollte ich einen Horrorfilm machen, der im frühen 19. Jahrhundert in Österreich spielt. Mein Kameramann und Cutter, Markus Edelmann, haben wochenlang an der Story geschrieben, aber irgendwie kamen wir auf keinen grünen Zweig. Während einer kurzen Pause erzählte er mir von dieser “Urban Legend”. 15 Minuten (!!!) später hatten wir das Grundgerüst für “22:43″. Die Arbeit am Drehbuch dauerte dann ca. 6 Monate und mit jeder Fassung wurde es besser. Schon bald waren wir mitten in der Vorproduktion. Die Finanzierung sollte sich schwierig gestalten, denn wir wollten es ohne Förderung versuchen, um bei späteren Projekten eine Art Visitenkarte mit “22:43″ zu haben. Manuela Posch und Veronika Thajer, zwei der Produzentinnen des Films (neben Markus Edelmann und mir) waren von der Filmidee dermaßen begeistert, dass sie uns das Vertrauen schenkten, diesen Film zu machen. Man muss dazu sagen, dass wir vier den Film – zumindest zu Beginn – rein aus der eigenen Tasche und über Sponsoren finanzierten.

Es folgte eine intensive Zeit: Drehbuch, Location-Suche, Casting, Besprechungen mit den verschiedenen Departments, Proben, usw. Im April 2009 begannen die dreiwöchigen Dreharbeiten in Wien und Niederösterreich. Eigentlich viel zu kurz für einen 90minütigen Film. Aber wir hatten am Ende alles im Kasten. Der Schnitt dauerte dann über ein halbes Jahr, wobei wir aber noch einen Nachdreh im Herbst 2009 machen mussten, da wir mit manchen Bildern nicht ganz zufrieden waren. Gott sei Dank bekamen wir dann von der Stadt Wien eine Förderung der Post-Produktion. Dafür möchte ich mich noch einmal bei Sylvia Fassl-Vogler von der MA7 bedanken!!!

Szene aus "22:43" mit Martin Loos und Michael-Joachim Heiss als Polizist. (Foto: Markus Edelmann)

Szene aus "22:43" mit Martin Loos und Michael-Joachim Heiss als Polizist. (Foto: Markus Edelmann)

Mit diesem Geld konnten wir ins Tonstudio gehen, um den Tonschnitt, das Sound Design, die Synchronisation und die Mischung auf eine sehr professionelle Ebene heben. Michael Tuschek (Tonschmiede: Der Much) und Konstantin Drossos, der auch schon am Set als Tonmeister fungierte, haben hier sensationelle Arbeit geleistet. Während dieser Zeit habe ich quasi fast im Tonstudio gelebt. Die rote Couch im Regieraum werde ich vermissen. Die war wirklich bequem.

Parallel arbeitete ich mit Ingo P. Stefans, einem Münchner Komponisten, an der Musik des Films, die im Frühjahr 2010 an der Hochschule für Theater und Musik in München an nur einem einzigen Tag (!!!) mit einem 40-Mann-Orchester aufgenommen wurde. In meinen Augen eine unfassbare Leistung. Ingo hat die Musik komponiert, Notenblätter geschrieben, die Organisation der Aufnahmen übernommen, dirigiert und dann auch noch gemischt. Ich frage mich, ob er in dieser Zeit überhaupt geschlafen hat. Aber es hat meinen Glauben in den Film bestärkt. Es war eine unglaubliche Motivation. Man kennt solche Aufnahmen aus vielen Making Of’s von großen Hollywoodfilmen, aber es mit eigenen Augen und Ohren zu sehen und zu hören, dass so viele Menschen, die ich bis zu diesem Tag noch nie gesehen hatte (abgesehen vom Komponisten natürlich), alle zu meinem Film live die Musik einspielten, war Gänsehaut-Feeling pur. Ingo hat mit seinem Team da was Riesiges auf die Beine gestellt. Und völlig zu Recht ist er beim New York City International Film Festival für die beste Musik nominiert. Ich möchte aber auch die Band One Two Three Cheers and a Tiger ausdrücklich erwähnen. Die Jungs haben zwei Songs beigesteuert, die wirklich wie die Faust aufs Auge passen – sowohl musikalisch als auch vom Text. Zum Titelsong des Films (No One Notices) haben wir dann auch noch ein Musikvideo gemacht, das man auf der Website des Films (www.2243-derfilm.at) oder auch auf Youtube sehen kann. Danke Gustl, Dani, Martin, Jakob!

Reinhold Fragner und Martina Fröschl von Industrial Motion Art haben dann noch die Visual Effects und die Farbkorrektur gemacht, was eine wirkliche Fizzelarbeit war, denn der Film hat so viele verschiedene Zeitebenen, die wir farblich voneinander trennen wollten und auch mussten, damit sich der Zuschauer orientieren kann. Ich war fasziniert, wie man aus einer Spielzeugpistole mit wenigen Knopfdrücken eine echte Waffe machen kann. Reinhold und Martina wissen genau, was sie tun. Sie haben das Team perfekt ergänzt und dem Film eine wichtige, zusätzliche Tiefe verpasst.

Im Juli 2010 waren dann endlich alle Arbeiten abgeschlossen und die nächste Phase konnte eingeläutet werden: Die Vermarktung, mit der wir bis zum heutigen Tag noch beschäftigt sind.

rockefeller-news: Wie kriegt man ein gutes Film-Team zusammen?
Markus Hautz: Mit der Zusammenstellung des Teams waren wir wirklich lange beschäftigt. Es ist nicht so einfach, so viele Profis für ein Low-Budget zu bekommen. Aber das Drehbuch leistete da sehr gute Überzeugungsarbeit. Es musste harmonisch sein, denn eine schlechte Stimmung am Set kann jeden Film ruinieren. Hier ist auch die Gefahr höher, dass die Leute einfach ihre Sachen packen und gehen, denn das einzige was sie am Set hielt, war der Glaube an den Film. Und dieser Glaube kann ganz schnell zerstört werden, wenn sich das Team nicht versteht.

Wir wollten eine Mischung aus “alten Hasen” und “Anfängern”, damit die Jungen von den Erfahrenen lernen konnten. Ich selbst habe da sehr viel mitnehmen können. Es war schön zu sehen, wie schnell sich alle ins Team integrierten. Die Profis nahmen die Leute an der Hand und gaben ihre Erfahrung weiter. Selbst nach so langer Zeit ist der Kontakt zum Team noch vorhanden. Und der eine oder andere “Anfänger” ist dem Filmgeschäft bis heute treu geblieben.

rockefeller-news: Wie bist du beim Casting der Schauspieler vorgegangen, nach welchen Kriterien hast du die Leute ausgesucht?
Markus Hautz: Zuerst haben wir aus einem Pool von Schauspielern nach der Optik ausgewählt. Ich hatte von jeder Figur bereits eine Vorstellung vom Aussehen. Diese Auswahl haben wir dann kontaktiert, ob sie sich überhaupt eine Zusammenarbeit mit uns vorstellen können. Natürlich musste ihnen auch die Geschichte zusagen. Und zeitlich verfügbar mussten sie auch sein. Aber das wichtigste: Sie mussten Geschichte und die Emotionen der Charaktere transportieren können. Wie gesagt, bei einem Low-Budget Film ist das alles nicht so einfach. Aber wir haben die richtigen Leute gefunden, die mit ihrem Idealismus das Projekt mitgetragen haben.

Darsteller Günther Panak mit Markus Hautz am Set. (Foto: Alexander Falschlehner)

Darsteller Günther Panak mit Markus Hautz am Set. (Foto: Alexander Falschlehner)

rockefeller-news: Wie geht man die Vermarktung an? – Kommen dir die Medien entgegen, oder musst du eher betteln?
Markus Hautz: Leider ist es so, dass es mit meinem momentanen Status in der Filmbranche, sollte ich den überhaupt einen haben, sehr sehr schwer ist, in die Medien zu kommen. Da muss man einfach auf virales Marketing setzen. Facebook, Twitter, Email, Youtube, usw. können großes leisten, wenn man es richtig einsetzt. Die großen Filmproduktionen können sich viel leichter eine Marketingmaschinerie leisten als Newcomer. Wenn man wenig Geld hat, muss man eben erfinderisch sein. Aber das ist auch der Reiz. Und dann gibt es auch noch Festivals, um die Aufmerksamkeit auf solche Low-Budget-Produktionen zu lenken. Im September wird der Film beim Cinéfest Sudbury International Film Festival in Kanada gezeigt – zusammen mit Filmen von Gus van Sant oder Pedro Almodovar. Und das ist dann doch ganz gute Werbung. Auf dieses Festival freue ich mich schon ganz besonders.

rockefeller-news: Wie war denn dein Werdegang – war das für dich immer schon klar, dass du als Regisseur Geschichten erzählen willst? Siehst du dich selber eher als Autor, oder schon als Regisseur?
Markus Hautz: Nein, für mich war es nicht von Anfang an klar, Regisseur zu werden. Ich wollte Comiczeichner werden, habe aber bald festgestellt, dass ich überhaupt nicht zeichnen kann. Dann wollte ich Modedesigner werden, aber ich habe mich eigentlich gar nicht für Kleidung interessiert. Irgendwie blöd (lacht). Aber dann habe ich meine Liebe für Filme entdeckt. Hab’ mir eine Kamera gekauft und einfach alles gefilmt, was mir vor die Linse kam. Nach dem Abitur bin ich dann in die Filmbranche eingestiegen und konnte dann auch in einem professionelleren Umfeld Kurzfilme machen.

Als was ich mich selbst sehe? Ich würde sagen als Geschichtenerzähler, der versucht, die Leute zu unterhalten.

rockefeller-news: Wie kommt man als junger Mensch auf die Idee, es in der Filmbranche zu versuchen, gerade wenn man Österreicher ist – Österreich ist ja nicht gerade als Film-Nation bekannt?
Markus Hautz: Zuerst einmal bin ich überhaupt kein Österreicher, sondern komme aus Bayern. Und zum anderen ist es in allen anderen Berufen auch nicht einfach, um Fuß zu fassen. Es kommt halt immer darauf an, was man machen will, was man kann und was man vom eigenen Leben erwartet. Ein Elektriker, Maler oder Automechaniker kann in seinem Beruf genauso die Erfüllung finden wie jemand mit einem künstlerischen Beruf. Und da spielt es auch keine Rolle, wo man herkommt. Und dass Österreich nicht als Filmnation bekannt ist, würde ich so nicht stehenlassen. Viele große Namen, die die Filmgeschichte geprägt haben, kommen aus Österreich, z.B. Fritz Lang oder Georg Wilhelm Pabst. Das kleine Österreich hat zwar nicht so einen Output wie manch andere Länder, produziert aber trotzdem sehr gute Filme, die einen gewissen Stellenwert in der Welt haben.

Dreharbeiten am Wiener Zentralfriedhof. (Foto: Markus Ühlein)

Dreharbeiten am Wiener Zentralfriedhof. (Foto: Markus Ühlein)

rockefeller-news: Hat es dich wegen dem Studium nach Österreich verschlagen haben, oder was waren die Gründe? – Hättest du in Deutschland nicht eine viel bessere Infrastruktur vorgefunden, um Filme zu drehen?
Markus Hautz:
Ich bin tatsächlich wegen meinem Studium hierher gekommen (Theater-, Film- und Medienwissenschaft). Aber ich habe auch Zeit meines Lebens eine Beziehung zu Österreich, da ich direkt an der bayrisch-österreichischen Grenze aufgewachsen bin und wirklich sehr viel Zeit in Österreich verbracht habe. In all diesen Jahren hier in Wien habe ich mich immer wirklich sehr heimisch gefühlt und tue es auch noch immer. So schnell werde ich auch nicht wegziehen. Ich habe hier wirklich gute Freunde und Arbeitskollegen. Alles was ich zum Leben und Arbeiten brauche, finde ich hier. Ich bin hier glücklich.

Vielleicht gibt es in Deutschland eine bessere Infrastruktur zum Filme drehen, aber das heißt noch lange nicht, dass deswegen auch automatisch eine bessere Qualität an Filmen vorherrscht. Nein, das passt schon, wie es im Moment gerade ist.

rockefeller-news: Österreich ist ja berühmt für die Bühne und für die Oper, weniger für den Film, obwohl in den letzten Jahren durchaus einige österr. Produktionen aufhorchen liessen. Merkst du als Flimschaffender diesen Aufwind, oder hast du eher das Gefühl gegen Windmühlen zu kämpfen?
Markus Hautz: Natürlich merkt man diesen Aufwind, aber trotzdem muss man immer noch kämpfen. Das war aber schon immer so in diesem Berufsfeld. Nur weil jetzt Stefan Ruzowitzky oder Christoph Waltz den Oscar gewonnen haben und Michael Haneke oder Götz Spielmann nominiert waren, kann ich mir noch nichts kaufen. Niemand schmeißt dir einen Film hinterher (was natürlich schön, aber keine Herausforderung wäre). Einfach weiterhin schreiben und drehen und die Leute unterhalten.

rockefeller-news: Markus Hautz, ich bedanke mich für das Interview und wünsche dir viel Erfolg mit “22:43″!

Alle Informationen über “22:43″ gibt es hier: www.2243-derfilm.at

“22:43″ auf facebook: 22:43

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Schauspieler Michael Joachim Heiss im Interview

27. Mai 2011

Michael Joachim Heiss’ Gesicht war in den letzten Jahren immer öfter in diversen Film- und TV-Produktionen im deutschsprachigen Raum zu sehen. Zuletzt gab der sympathische Österreicher im Kino-Hit “Der Atem des Himmels” den Bösewicht “Werner Metzler”. Wir haben den gefragten Schauspieler bei einem Kurzbesuch in seiner Vorarlberger Heimat erwischt; obwohl der Mann von den Reisestrapazen noch sichtlich gezeichnet war, liessen wir uns die Gelegenheit nicht entgehen und baten ihn zu einem ausführlichen Interview.

(Foto: Petro Domenigg)

Michael Joachim Heiss bedroht Tobias Moretti mit einer Pistole. Szene aus "Flores Negras". (Foto: Petro Domenigg)

Rockefeller-News: Michael Joachim Heiss, erzähl mal wie du zur Schauspielerei gekommen bist – war das immer schon ein Traum von dir, vor der Kamera oder auf der Bühne zu stehen, und wie hast du ihn verwirklicht?

Michael Joachim Heiss: Eigentlich hab ich das mehr oder weniger als Hobby betrieben – Amateuerbühnen, Amateurmusicals, diverse Auftritte als Schlagzeuger und Sänger mit Bands – bis ich dann nach Wien bin; dort habe ich erst einmal Jazzgesang studiert.

Rockefeller-News: Und wie ging es dann weiter?
Michael Joachim Heiss: Während des Studiums habe ich aus Interesse ein Semester Schauspiel als Nebenfach belegt; dann habe ich ein Jahr lang beides parallel studiert. Ich musste mich dann jedoch für eines von beiden entscheiden, weil beides zusammen einfach zu viel Aufwand war, vor allem zeitlich.

Rockefeller-News: Und Schauspiel hat dir dann doch besser gefallen als Gesang?
Michael Joachim Heiss: Erstens einmal gefiel mir die Schauspiel-Arbeit besser; ich habe dort auch viel mehr Fortschritte an mir selber festgestellt – und ich habe auch bald gemerkt, dass mir das spielen einfach noch mehr liegt als die Musik.

Rockefeller-News: Wie lang muss man studieren, und was für einen Abschluss hat man dann?
Michael Joachim Heiss: Vier Jahre Mindeststudiendauer, abschliessen tut man mit einem Diplom, ist dann also diplomierter Schauspieler.

Rockefeller-News: Wie hat nach dem Abschluss dein Arbeitsleben als Schauspieler begonnen?
Michael Joachim Heiss: Eigentlich hat das schon während des Studiums mit einigen kleinen Rollen begonnnen – zum Beispiel hatte ich eine Kleine Rolle in “Crook”, mit Moritz Bleibtreu . . .

Rockefeller-News: Moritz Bleibtreu, das ist ja doch ein ordentliches Kaliber, mit dem du da gleich zusammengearbeitet hast.
Michael Joachim Heiss: Schon, ja; ich hatte Glück dass der Regisseur mich über meine damalige Agentur fand und für diese Rolle haben wollte.

(Foto: Andreas Feuerstein)

Heiss als wenig vertrauenerweckende Gestalt im Video zum Song "Crossing Jordan" der österreichischen Death-Metaller "The Sorrow". (Foto: Andreas Feuerstein)

Rockefeller-News: Das waren aber nur kleine Nebenrollen – wann und wo hast du dann dein erstes größeres Engagement bekommen?
Michael Joachim Heiss: Das hat schon einige Jährchen gedauert, in denen ich kleine Rollen in Werbefilmen hatte, Auftritte in Musikvideos, oder Engagements an Theaterbühnen – zum Teil auch für Kindertheater und Jugendliche. Ich war auch beim Tournee-Theater, wo die Bühne jeden Tag woanders aufgebaut wird, und man spielt jeden Tag in einem anderen Teil des Landes, vor anderem Publikum. Das Problem ist, in einem kleinen Land wie Österreich muss man echt selber sehr dahintersein, wenn man nicht den entsprechenden familiären Backgrund hat – also einen Regisseur oder Burgschauspieler als Elternteil, beispielsweise.

Rockefeller-News: Wozu braucht man in einem Musikvideos einen Schauspieler, und wo hast du da schon mitgewirkt?
Michael Joachim Heiss: Zum Beispiel bei Mauracher im Video “Zombie Love” oder bei The Sorrow für “Crossing Jordan”; einen Schauspieler braucht man dazu, weil es mit Leuten die Bühnen- und Kameraerfahrung haben vermutlich leichter ist – Drehzeit und Budget sind ja sehr begrenzt, deshalb sollte der Dreh möglichst flott und professionell durchgezogen werden.

Rockefeller-News: Wie kamst du denn an die ersten größeren Rollen, nach diesen eher mageren Jahren?
Michael Joachim Heiss: Ich habe mich ständig in Workshops weitergebildet – Sprecherkurs, Camera acting Workshop, Bewegungstraining, Improvisation, und so weiter. Die Camera acting Workshops, wo ich mich selber mehr auf die Arbeit hinter der Kamera spezialisiert habe, haben mir sehr geholfen. Erstens habe ich viele Erfahrungen gesammelt, und dieser Workshop war praktisch der Auslöser für diesen Prozess, im Zuge dessen ich dann zum Beispiel die Rolle bei “Revanche” bekommen habe.

Rockefeller-News: Das war ja der Oscar-nominierte Film – welche Rolle hast du dort gespielt?
Michael Joachim Heiss: Ich hatte die Rolle eines Tag-Portiers in einem zwielichtigen Etablissement – eine Nebenrolle zwar nur, aber dadurch dass der Film für den Oscar niminiert wurde, hat er mich natürlich um einiges weitergebracht.

Rockefeller-News: Wer war da mit von der Partie?
Michael Joachim Heiss: Regisseur war Götz Spielmann, als Schauspieler waren zum Beispiel Uschi Strauss (“Schnell ermittelt”), Andreas Lust (2011 österr. Filmpreis für “Der Räuber”) und Johannes Krisch, (Burgschauspieler, unter anderem auch “Kottan – der Film”) dabei.

Rockefeller-News: Zum Oscar hat es aber dann leider doch nicht gereicht, oder?
Michael Joachim Heiss: Leider nein – es ist eben schwierig, aus 5 verschiedenen Filmen, zu total verschiedenen Themen und aus komplett unterschiedlichen Ländern eben den einen wirklich besten Film herauszuziehen – aber insgesamt gesehen war einfach die Nominierung schon eine tolle Sache, gerade für einen österreichischen Film.

(Foto: Marcel A. Mayer)

Nein, das Foto ist nicht aus einem Kaffee-Werbespot - privat ist Heiss nicht so finster wie die Typen, die er meist darstellt. (Foto: Marcel A. Mayer)

Rockefeller-News: Ist Österreich ein Zwerg in der Filmlandschaft?
Michael Joachim Heiss: Die Österreicher haben schon des Öfteren bewiesen, dass sie gute Filme machen können – was es halt leider nicht gibt, ist eine Filmindustrie.

Rockefeller-News: Und im Zuge dessen bist du dann auch nach D gekommen – erzähl mal wie du dir diesen Markt erschlossen hast?
Michael Joachim Heiss: Tja, Frechheit siegt – ich habe meine Bänder an GZSZ geschickt und würde prompt für die Rolle des Koks-Dealers Timo Jacobs engagiert.

Rockefeller-News: Da warst du ja einige Abende im Fernsehen zu sehen?
Michael Joachim Heiss: Es war halt ein Gastauftritt für einige Episoden, hat aber Riesen-Spass gemacht. Vor allem war es wieder eine tolle Erfahrung für mich, denn die Arbeit bei einer Daily Soap ist ganz etwas anderes als bei einem Kinofilm . . .

Rockefeller-News: Wieso, was sind da die Unterschiede?
Michael Joachim Heiss: Die Arbeit wird viel schneller durchgezogen, deshalb muss man dementsprechend auch schneller funktionieren und auf den Punkt abliefern.

Rockefeller-News: Und nach “Revanche” und GZSZ . . . ?
Michael Joachim Heiss: . . . kam “Flores Negras”, ein Geheimdienst-Thriller – da wurde ich auch vom Band weg besetzt. War natürlich auch wieder sehr cool, mit Größen wie Tobias Moretti und Maximilian Schell zusammenzuarbeiten.

Rockefeller-News: Was für eine Rolle hattest du dort?
Michael Joachim Heiss: Da war ich ein Teil eines Gangster-Duos, genaugenommen hatte ich die Rolle eines Bodyguards.

Rockefeller-News: Und dann kam “Atem des Himmels”?
Michael Joachim Heiss: Nein, da kamen zuerst noch Geschichten wie ein Gastauftritt bei “Der Winzerkönig” und eine Nebenrolle bei “Jud Süss”. Dann kam “Atem des Himmels”.

Rockefeller-News: Wie bist du an diese Rolle in “Atem des Himmels” gekommen?
Michael Joachim Heiss: Der Produktionsleiter von “Revanche”, Thomas Feldkircher, war Produzent bei “Atem des Himmels” und hat sich an mich erinnert; als Regisseur Reinhold Bilgeri meine Unterlagen gesehen hatte, wollte er mich persönlich kennenlernen, und so hab ich dann die Rolle bekommen.

Rockefeller-News: Das war bis jetzt deine größte Filmrolle?
Michael Joachim Heiss: Ja, 13 Drehtage auf neun Wochen verteilt, das ist schon eine lange Zeit. Und es war ein toller Dreh: Das Team war klasse, die Zusammenarbeit mit dem Regisseur hat toll funktioniert – es war eine tolle Zeit.

(Foto: Andy Aigner)

Michael Joachim Heiss sterbend im Film "Zersplitterte Nacht". (Foto: Andy Aigner)

Rockefeller-News: Bist du zufrieden mit dir selber, wenn du dich auf der Leinwand oder im TV siehst?
Michael Joachim Heiss: Ich muss das immer drei- bis viermal anschauen, bis ich es mir selber glaube. Ich bin ein Mensch der schwer zufriedenzustellen ist, gerade wenn es um meine eigene Leistung geht. Deshalb versuche ich mich auch immer im Vorfeld so gut wie möglich vorzubereiten, damit mein Spiel auch authentisch wirkt.

Rockefeller-News: Erzähl doch gerade mal am Beispiel von “Atem des Himmels”, wie du dich auf so eine Rolle vorbereitest – du hast dort ja einen Dorfpolizisten gespielt, der zu Zeiten des Krieges noch in der SS war, das ist ja doch nicht ganz ohne, so jemanden darzustellen.
Michael Joachim Heiss: Ich lese sehr viel Sekundärliteratur, ich mach mich mit der Geschichte vertraut, dem sozialen Gefüge zu der Zeit; das macht transparenter, warum die Leute so sind wie sie sind und weshalb sie so und so handeln. Metzler ist eigentlich der Scherge, der Handlanger des Barons, der einerseits der reichste Mann im Dorf ist und andererseits zu SS-Zeiten auch sein Vorgesetzter war. Somit zieht sich das durch, dass Metzler auch Jahre nach dem Krieg noch dem falschen Herrn dient. Es klingt jetzt krass, aber ich habe als Metzler versucht, diese Hingabe für den Nazinalsozialismus nachzuempfinden. Die Figur des Metzler macht aus, dass er während oder kurz nach dem ersten Weltkrieg geboren wurde, in seiner Jugend auf das Deutsch-Nationale eingeschworen wurde und dass ihm nach dem Ende des dritten Reiches irgendwie sein Lebensinhalt abhanden gekommen ist.

Rockefeller-News: Das stelle ich mir nicht ganz einfach vor, sich in so einen Charakter hineinzudenken.
Michael Joachim Heiss: Erstens das, und zweitens ist es auch schwer sich wieder zu lösen von der Rolle. Man beschäftigt sich so intensiv mit der Zeit und den Gegegbenheiten, dass es danach fast ein wenig schwer fällt, diesen Fanatismus, den die Zeit verlangte und der die Rolle untermauert hat, im Privaten wieder loszulassen.

Rockefeller-News:
Das klingt nach einer ganz schönen psychologischen Herausforderung! Gibt’s auch Rollen die man einfach so “runterspielt”?
Michael Joachim Heiss: In diesem Beispiel war es ja eine Figur, der ich praktisch Leben einhauchen musste; da ich ja niemanden nachspiele, habe ich folglich keine Schablone, an die ich mich halten kann und muss der Figur quasi eine eigenen Charakter verleihen – mit allen Höhen und Tiefen: das Frustsaufen, das Aggressive, die Unzufriedenheit. Natürlich ist es ungleich schwieriger, eine Figur in einer Zeit zu spielen die so lang vor meiner Geburt lag, als zum Beispiel eine Rolle die in der Gegenwart spielt. Bei manchen Rollen ist es schon so, dass man mehr oder weniger hingeht und einfach spielt, das liegt dann aber an der Rolle. Als Beispiel: Es ist einfacher jemanden zu spielen der im Jahr 2011 irgendwo eine Zeitung kauft, als jemanden der das zum Beispiel zur Zeit des Ständestaates macht. Das fängt bei der Kleidung an, geht weiter dahin wie sich die Figuren bewegen und setzt sich darin fort, dass die Menschen damals anders gesprochen haben als wir heute.

Rockefeller-News: Es fällt auf, dass du eher die harten Jungs oder die Bösewichte verkörperst . . .
Michael Joachim Heiss: Ich würde gerne mehr Rollen mit psychologischem Tiefgang spielen! Es ist herausfordernder und auch wesentlich interessanter, einer Figur Tiefgang und psychologisches Profil zu verleihen, und ich mache einfach gerne Figurenarbeit. Solche ausgefeilten Charaktere braucht es halt in der normalen Unterhaltungsbranche eher weniger.

(Foto: Christian Schramm)

Mit grimmiger Miene als "Werner Metzler" in "Der Atem des Himmels". (Foto: Christian Schramm)

Rockefeller-News: Wenn du es dir aussuchen könntest – welche Rolle würdest du wirklich gerne mal spielen?
Michael Joachim Heiss: Oh, da gibt es vieles! Es gibt so viele Interessante historische Figuren – aber auf eine festlegen kann ich mich da nicht. Das ist ja das Schöne an meinem Beruf: Man weiss nicht was auf einen zukommt, und die Herausforderung beginnt immer dann, wenn man einen neue Anfrage bekommt.

Rockefeller-News: Welche Schauspieler sind denn deine Vorbilder, welche Art von Film geniesst du selber am meisten?
Michael Joachim Heiss: Ich kann hier ein gutes Beispiel für eine Kombination aus Beidem geben: nämlich “The machinist” mit Christian Bale; der Film hat mir sehr gut gefallen, und es war auch eine ausgereifte Figurenarbeit von Christian Bale. Allein schon das Physische – er hat sich zum Beispiel extrem runtergemagert für diesen Film. Ein weiteres gutes Beispiel wäre “Taxi Driver” mit Robert de Niro – fantastischer Film, großartiger Hauptdarsteller. Generell schaue ich mir vieles an, am liebsten ist mir die Kombination aus einer interessanten Geschichte, guten Schaupielern und einem Regisseur, der genau weiß was er tut. “Das Leben der Anderen” wäre so ein Fall.

Rockefeller-News: Woran arbeitest du im Moment?
Michael Joachim Heiss: Es gibt ein paar Sachen die in der Schwebe sind, aber solange nichts spruchreif ist, möchte ich da nichts dazu sagen. Diesbezüglich bin ich ein wenig abergläubisch. Fix dabei bin ich momentan bei einem Musikvideo-Dreh, auf das freu ich mich schon!

Rockefeller-News: Michael Joachim Heiss, wir bedanken uns für das Interview und wünschen weiterhin viel Erfolg!

Viele Filmausschnitte, umfangreiches Bildmaterial, Curriculum Vitae und weitere Informationen gibt es auf der Homepage von Michael Joachim Heiss
Und für Social Networker gibt’s Michael Joachim Heiss bei facebook

(rockefeller-news/md)

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Tattoo- und Fetischmodel Florence Nightinghell im Interview

24. April 2011

Tätowierungen gehören heutzutage schon beinahe zum guten Ton und sind unter weiten Teilen der Bevölkerung ein beliebtes Mittel, um seine eigene Persönlichkeit auszudrücken. Und auch Fetisch-Mode hat sich, spätestens seit Madonna öffentlich mit Overknee-Stiefeln auftrat und Dita von Teese zum Weltstar wurde, in unserem Alltag etabliert.

Und doch gibt es eine Szene von Leuten, die das Spiel mit der Körperkunst weiter treiben als andere; in den letzten zwei Jahren prangte öfters das hübsche Lächeln einer Österreicherin, die unter ihrem Künstlernamen “Florence Nightinghell” bekannt ist, von den Covern diverser Tattoo- und Lifestylemagazine. Grund genug genug für uns, die Dame zum Interview zu bitten und ihr mit ein paar Fragen etwas auf den Zahn zu fühlen.

Schrm

Mal romantisch: Lady in Red in verträumter Pose. (Foto: Andreas Esterer)

Rockefeller-News: Hallo Florence! Nett, dass du dir die Zeit genommen hast – starten wir gleich los: Wann hast du dein erstes Tattoo machen lassen, und warum?
Florence Nightinghell: Bei meinem ersten Tattoo war ich 15, ich habe das Tattoo immer noch, auf dem Schulterblatt. Es ist ein indisches Zeichen für sexuelle Energie; gemacht hab ich das weil zu der Zeit meine eigene Sexualität gerade so richtig erwacht ist. Als Trägerin des Tattoos strahle ich das dann natürlich auch aus – also war es für mich nur logisch, mir das stechen zu lassen.

Rockefeller-News: Hat es dann lange gedauert bis du dir das nächste hast stechen lassen?
Florence Nightinghell: Zwei ganze Jahre hat das gedauert! Am Anfang war das noch generell der Abstand zwischen neuen Tattoos, auch finanziell bedingt – alle 2 Jahre mal was Neues.

Rockefeller-News: Doch dann wurden die Abstände kürzer.
Florence Nightinghell: Ja, es stimmt wirklich, tätowiert zu werden, das ist wie eine Sucht. Irgendwann hat man einfach die fixe Idee dass man unbedingt ein neues Tattoo will, und der Wunsch dann wird immer stärker – eben solange, bis die Nadel Abhilfe verschafft. (schmunzelt)

Rockefeller-News:: Ab wann bist du dann regelmässig zum tätowieren gegangen? Beziehungsweise, wann fiel der Entschluss, jetzt mal einen ganzen Arm oder ein ganzes Beim tätowieren zu lassen?
Florence Nightinghell: Der Entschluss stand für mich schon sehr lange fest; ich habe dann allerdings gezögert, denn ich war früher in einer Beziehung mit einem Partner dem das eigentlich gar nicht gefiel, da habe ich mich ein bisschen zurückgehalten. Der Mann mit dem ich jetzt verheiratet bin ist glücklicherweise erstens Musiker – und somit ein sehr offener Mensch – und zweitens selber ganz ordentlich tätowiert, den stört das nicht – im Gegenteil.

Rockefeller-News:: Und du siehst dich selber irgendwann in der Zukunft als ganzkörpertätowiert?

Mal trashy im Posing mit Tattoo-Ikone Horst Trippel. (Foto: Markus Seil/against-all-odds)

Mal trashy im Posing mit Tattoo-Ikone Horst Trippel. (Foto: Markus Sell/against-all-odds)

Florence Nightinghell: Natürlich! Das wird sicher mein ganzes Leben andauern, dass ich mich immer weiter tätowieren lasse. Ich muss das Tempo, in dem ich mich verzieren lasse jetzt etwas rausnehmen, damit ich in späteren Jahren noch Haut übrig habe, die ich mir stechen lassen kann!

Rockefeller-News: Mal eine ungewöhnliche Frage, weil ich das auch schon mal irgendwo gelesen habe: Kannst du dir vorstellen nach deinem Tod deine Haut konservieren zu lassen?
Florence Nightinghell: So schräg es klingt – ja. Die Bilder auf meiner Haut sind Kunstwerke, und ich fände es toll wenn die für spätere Generationen konserviert werden.

Rockefeller-News: Wo tut es am meisten weh, wenn man sich tätowieren lässt?
Florence Nightinghell: Das ist bei jedem anders; bei mir ist es die Gegend um den unteren Rückens, dort tut es mir am meisten weh – obwohl ich sonst nicht so empfindlich bin.

Rockefeller-News: Hast du ungefähr eine Ahnung wieviel Geld schon in Form von Farbe in deine Haut gestochen wurde?
Florence Nightinghell: Auf jeden Fall ein gutes kleines Auto; ich habe bei 5. 000 Euro aufgehört zu zählen, aber es dürften inzwischen sicher schon über 10.000 Euro sein.

Rockefeller-News: Ist das Gesicht eine Grenze?
Florence Nightinghell: Ich kenne viele Frauen (Modelfreundinnen) die im Gesicht tätowiert sind (kleine Sternchen oder ähnliches) aber für mich ist das nichts.

Romantisch-erotisches Posing liegt der hübschen Österreicherin im Blut. (Foto: Tigerlilly Photography)

Erotisch-verträumtes Posing liegt der hübschen Österreicherin sowieso im Blut. (Foto: Andreas Esterer)

Rockefeller-News: Kannst du verstehen, dass es auf manche Leute abstossend wirkt, wenn sie jemanden sehen der so heftig tätowiert ist?
Florence Nightinghell: Im Prinzip ja…..Geschmäcker sind eben verschieden. Nerven tut es mich allerdings wenn Leute offen drüber lästern; gerade im Sommer, wenn ich im Bikini am Baden bin, nervt es. Es kann sich jeder denken dass es ihm nicht gefällt, aber man muss sich mir diesbezüglich nicht unbedingt mitteilen, ich kann auf dieses Wissen verzichten! Ich kenne auch Leute deren Tattoos mir überhaupt nicht gefallen, trotzdem würde ich denen das nie hinterherrufen – immerhin muss jeder selber damit klarkommen.

Rockefeller-News: Was ist der Unterschied zwischen tätowierten und nicht tätowierten Menschen?
Florence Nightinghell: Das kann ich nicht genau sagen – für mich war es immer so, dass ich mich irgendwie nackt, unkomplett gefühlt habe, als ich noch nicht oder erst kaum tätowiert war.

Rockefeller-News: Fallen dir die vielen bunten Bilder auf deiner Haut überhaupt auf, wenn du in Spiegel schaust?
Florence Nightinghell: Eben nicht – wenn ich in den Spiegel sehe dann sehe ich nur Florence, meine eigenen Tattoos fallen mir dabei gar nicht auf, die gehören einfach zu mir.

Rockefeller-News: Wie bist du denn zum Modeln gekommen?
Florence Nightinghell: Also eigentlich – ganz Mädchen, das ich bin, war ich immer schon Model, als kleines Kind schon vor der Kamera meines Vaters. (lacht) Richtig aufgekommen ist der Wunsch dann erst vor etwa 3 Jahren; ergeben hat sich das eigentlich durch Zufall. Bei Tattoo Conventions wurde ich von Fotografen darauf angesprochen, ob ich nicht mal vor einer Kamera posieren möchte – tja, und so kam das dann zustande. Und mein Mann hat über eine gemeinsame Freundin auch noch Connections aufgetan und ein bisschen ge-networkt in meinem Sinne.

Rockefeller-News: Ist es schwer da reinzukommen?
Florence Nightinghell: Wie gesagt, bei mir wars Zufall, und seit eineinhalb Jahren bin ich recht gut ausgebucht.

Macht auch als Blumenkind eine tolle Figur: Florence Nightinghell. (Foto: Tigerlilly Photography)

Macht auch als Blumenkind eine tolle Figur: Florence Nightinghell. (Foto: Tigerlilly Photography)

Rockefeller-News: Kann man davon Leben?
Florence Nightinghell: (Lacht) Nein, so wie es jetzt im Moment ist auf keinen Fall; ich arbeite als Altenpflegerin und nehme nur die Jobs an, die ich neben diesem Brotberuf auch leicht annehmen kann. Es ist mehr ein kleines Taschengeld das ich mir dazu verdiene – als Frau ist es natürlich toll wenn man bei einem Shooting Klamotten, Schuhe, etc. bekommt, die man dann behalten kann.

Rockefeller-News: Und du bist wahrscheinlich über deine Tatoo-Model-Shootings auch an die Fetisch-Aufträge rangekommen?
Florence Nightinghell: Genau! Und zwar liegt mir persönlich Fetisch-Mode sowieso, ich steh’ da drauf. Die Fotografen sagen vor einem Shoot immer:“Bring einfach genug Klamotten mit“; dann hatte ich mal jede Menge Fetisch-Kleidung eingepackt, und die Fotos die dann entstanden kamen dann so gut an dass sich der Rest wie von selber ergeben hat.

Rockefeller-News: Was diese Fotos von „herkömmlichen“ Modelfotos unterscheidet, ist dass da ziemlich viel Wert auf Geschichte und Ambiente gelegt wird, also da wird nicht einfach nur eine Frau in bestimmten Kleidern geknipst, sondern eine kleine Geschichte mit jedem Foto erzählt – geht das nur von den Fotografen aus, oder hast du da selber auch Einfluss?
Florence Nightinghell: Oft ist es so, dass Fotografen eine ganz genaue Vorstellung haben, die sie umgesetzt haben wollen. Zu 70% hab ich als Model aber schon – gerade in dieser Tattoo/Fetisch-Szene – einen Einfluss und kann meine Gedanken einbringen.

Rockefeller-News: Wirst du lieber von einer Frau geshootet oder von einem Mann – oder ist dir das egal?
Florence Nightinghell: Das ist mir egal! Für mich ist wichtig, dass der- oder diejenige das Handwerk versteht und mit derselben Freude und Leidenschaft bei der Sache ist wie ich selber.

Florence fungiert nicht nur als Kleiderständer: Jedes Shooting sind erzählt eine andere, phantasievolle Geschichte. (Foto: Tigerlilly Photography)

Florence fungiert nicht nur als Kleiderständer: Jedes Shooting erzählt eine andere, phantasievolle Geschichte und erfordert ein gewisses schauspielerisches Talent. (Foto: Andreas Esterer)

Rockefeller-News: Gibt’s irgendwas was du dir nicht vorstellen könntest zu machen – ganz nackt zum Beispiel?
Florence Nightinghell: Ich habe schon zweimal Akt und einmal Teil-Akt gemacht, allerdings bisher immer nur als Gefälligkeit für den Fotografen. Generell möchte ich nicht als Aktmodell arbeiten – wenn natürlich ein super Fotograf daherkommt, dann ist immer alles möglich.

Rockefeller-News: Was gibt es aus deiner persönlichen Perspektive über die Tattoo- und Fetisch Community sonst noch zu sagen?

Florence Nightinghell: Die Szene wird immer größer; ich sehe schon viele Mädels mit zum Teil sehr großflächigen Tattoos; allerdings trauen sich offenbar nur wenige davon zu modeln, gerade hier in Vorarlberg. Zum Glück gibt es Social Networks, so dass man mit Models und Künstlern aus anderen Teilen der Welt in Verbindung bleiben kann – so kommt man auch gut zu neuen Aufträgen.

Rockefeller-News: Und du bist mit anderen Models in Kontakt?
Florence Nightinghell: Natürlich, schon bei meiner Agentur „Against all odds“-Models lerne ich viele nette Leute kennen – es ist auch so, dass ich schon von Models angeschrieben wurde, die mit mir zusammen ein Shooting machen wollten.

Rockefeller-News: Florence, wir bedanken uns ganz herzlich für das interessante Interview und wünschen dir weiterhin viel Glück und dass du viel gebucht wirst!
Florence Nightinghell: Vielen Dank! Und Happy Easter an Alle!

Florence Nightinghell Booking & Kontakt:

facebook
aaomodels.de

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Debütalbum der MAGUAMS erscheint im Sommer!

27. März 2011

Die MAGUAMS: Phil Defender (Bass), Donnie Rewind (Drums), Mark Devils (Vocals), Snowman (Guitar), Duke Dragston (Guitar). (Foto: Tigerlily Photography)

Seit ihrer Gründung 2008 haben die MAGUAMS sich in Vorarlberg und im angrenzenden Ausland durch ihre exzessiven Live-Shows einen guten Namen erspielt.

Jetzt steht die erste CD-Veröffentlichung an, Grund genug für Rockefeller-News, uns mit Donnie Rewind, dem Schlagzeuger der Band, zum Interview zu treffen.

Rockefeller-News: Donnie Rewind, erzähl’ doch zuerst mal, wie dein ganz persönlicher Zugang zur Musik aussieht und wie du angefangen hast.

Donnie Rewind: Ich habe schon als Kind angefangen, mit Begeisterung Gitarre zu spielen war bei einigenSchulwettbewerben vorne dabei. Als Jugendlicher habe ich dann die Musik etwas vernachlässigt, da waren mir Parties wichtiger. Mit Anfang 20 habe ich dann diese alte Liebe wiederentdeckt, da habe ich dann erstmal mit Computern herumexperimentiert.

Rockefeller-News:
Mit Computern?

Donnie Rewind:
Ja. Das war zu der Zeit als die Techno-Welle gerade am abklingen war; allerdings hat es mich das auf Dauer nicht wirklich befriedigt, mit dem Computer Sound zu produzieren.

Rockefeller-News: Warum nicht?

Donnie Rewind:
Naja, einerseits hat man unendlich viele Möglichkeiten, aber andererseits ist man doch zu limitiert, was den unmittelbaren Ausdruck betrifft. Wenn ich am Schlagzeug sitze, kann ich all das was ich in dem Moment gerade fühle direkt in meinem Spiel umsetzen, so klingt der Sound viel authentischer.

Rockefeller-News: Welche musikalischen Einflüsse hast du von daheim mitbekommen?

Donnie Rewind: Uriah Heep, Led Zeppelin, The Who, Elvis Presley, Johnny Cash -- solche Geschichten.

Donnie Rewind: Eigentlich gelernter Gitarrist, inzwischen Schlagzeuger mit Leib und Seele. (Foto: Tigerlily Photography)

Donnie Rewind: Eigentlich gelernter Gitarrist, inzwischen Schlagzeuger mit Leib und Seele. (Foto: Tigerlily Photography)

Rockefeller-News: Erzähl uns wie es zur Gründung der MAGUAMS kam.

Donnie Rewind: Die MAGUAMS wurden 2008 von mir und unseren ersten Gitarristen Quapo gegründet. Wir haben uns im Fitnesscenter kennengelernt und da er bereits Gitarre spielte beschloß ich kuzerhand Schlagzeug zu lernen. Wir haben uns Anfangs nur zu Zweit im “Jazzhuus” in Lustenau getroffen, unserem ersten Proberaum, wo wir angefangen haben zu jammen und ein paar Lieder zu schreiben.

Rockefeller-News:
Und die anderen kamen dann so nach und nach dazu?

Donnie Rewind: Genau, zuerst Josh am Bass, dann kam mit Duke Dragston ein zweiter Gitarrist dazu, und irgendwann haben wir dann mit Mark Devils auch quasi unsere Stimme gefunden.

Rockefeller-News: Doch es gab Besetzungswechsel, oder?

Donnie Rewind: In der Tat, Josh ging nach Wien um zu Studieren und Quapo wollte sich musikalisch neu orientieren. Wir haben dann etliche Leute gecastet und schließlich mit Phil Defender als Bassisten und Snowman als Gitarrero die perfekten Leute gefunden. Damit sind wir jetzt als Band komplett.

Rockefeller-News:
Wie würdest du euren musikalischen Stil beschreiben?

Donnie Rewind: Als gitarrenlastigen Indie-Alternative-Rock; da wir viele unterschiedliche musikalische Einflüsse der Bandmitglieder verarbeiten, klingt unser Sound sehr individuell.

Rockefeller-News: Somit habt ihr eueren Stil gefunden?

Donnie Rewind: Ja, allerdings möchten wir uns nicht darauf festlegen, auf eine bestimmte Art und Weise zu klingen. Wir möchten uns alle Möglichkeiten offenhalten, uns als Band weiterzuentwickeln und wir wollen für neuartige musikalische Einflüsse offen bleiben.


Rockefeller-News:
Wo seid ihr schon überall aufgetreten?

Donnie Rewind:
Zum Beispiel im Conrad Sohm, Beim Stadtfest in Lindau oder in der Poolbar in Feldkirch, wir sind aber auch schon durch viele kleinere Clubs im ganzen Bodenseeraum getingelt.

Rockefeller-News:
Spielt du persönlich lieber in einem kleineren Club oder vor einer großen Masse von Leuten?

Donnie Rewind:
Es hat beides seinen Reiz, aber ich persönlich spiele lieber in Clubs vor 150-200 Leuten. Da kriegt man viel direkter mit wie die Leute auf den Sound reagieren, und hat so ein viel intensiveres Erfolgserlebnis, wenn man sich den Arsch abarbeitet und merkt, dass man die Leute mitreissen kann. Aber wenn der Funke überspringt ist es egal vor wie vielen Leuten man spielt, dann ist es für einen Musiker immer der Hammer und eine tolle Bestätigung.

Rockefeller-News: Wo werdet ihr in nächster Zeit spielen?

Donnie Rewind:
Am 8. April in der “Joker Bar” in Bregenz, am 31. April im “Exil” in Vaduz und bei der “Langen Nacht der Musik” am 1. Juni im “Nullzwo” in Bregenz.

Rockefeller-News: Den ganzen Mai über Konzertpause?

Donnie Rewind: Ja, wir brauchen diese Zeit um in aller Ruhe an den Aufnahmen zu unserem Debütalbum “A little Bit Harder” weiterzuarbeiten.

Rockefeller-News: Was dürfen wir uns von der Scheibe musikalisch erwarten?

Die MAGUAMS haben ihren eigenen Stil gefunden. (Foto: Tigerlily Photography)

Die MAGUAMS haben ihren eigenen Stil gefunden. (Foto: Tigerlily Photography)

Donnie Rewind: Auf der Scheibe werden 12 Tracks zu hören sein, ein repräsentativer Querschnitt des Materials der MAGUAMS von ihrer Gründung bis jetzt.

Rockefeller-News: Verrätst du auch schon konkret ein paar Titel?

Donnie Rewind:
nicht so gerne, aber soviel kann ich schon mal sagen: Die neue MAGUAMS-Hymne “Live” wird auf jeden Fall drauf sein.

Rockefeller-News: Wie entstehen eure Lieder, und wer schreibt die Texte?

Donnie Rewind: Die Lieder entstehen spielerisch; meistens hat jeder von uns irgend eine gute Idee zu einem Hook oder Riff im Kopf, dann fangen wir an zu jammen und spielen mit der Idee herum, bis dann irgendwann mal ein Arrangement entsteht -- das ist ja das Schöne an der Musik, man ist frei zu tun was man will und kann sich einfach austoben!

Rockefeller-News:
Und die Texte?

Donnie Rewind:
Die Texte schreibt fast ausschließlich unser Sänger Mark Devils, was auch musikalisch gesehen am meisten Sinn macht; es handelt sich um seine ganz persönlichen Erfahrungen und Gefühle, die er in seinen Texten verarbeitet. Mal ironisch, mal leidenschaftlich, mal verletzt und mal euphorisch, er beschreibt einfach seinen eigenen Gefühlskosmos.

Rockefeller-News: Bei welchem Label und wann genau erscheint die CD?

Donnie Rewind: Unter “Office 4 Music”-Records, aber der genaue Veröffentlichstermin steht noch nicht fest. Wir legen Wert darauf dass der Sound optimal für uns passt , deshalb wollen wir uns genügend Zeit lassen, aber die Scheibe wird definitiv im Sommer herauskommen.

Rockefeller-News:
Donnie Rewind, wir bedanken uns für das Interview!

Donnie Rewind: Ich bedanke mich ebenfalls und möchte noch alle Leser dazu aufrufen, uns auf myspace und facebook zu folgen und zu unterstützen!

www.myspace.com/maguams
www.facebook.com/ThaMaguams

(rockefeller-news/md)

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Star-Coiffeur Udo Walz im Interview

18. Januar 2011

Udo Walz

Ist seit 45 Jahren im Geschäft: Star-Coiffeur Udo Walz (Foto: © U. Walz)

Berlin. Seit 45 Jahren ist Udo Walz unterwegs in Sachen Schönheit. Ob Promi oder “Normalo“, unter seinen Händen entstehen Frisuren, die sich viel mehr, als nur sehen lassen können. Schnitte und Stylings  sind natürlich, atemberaubend und einfach schön. Als Trendsetter für die kommende Frisuren-Saison hat sein Wort großes Gewicht. „No-Goes“ hingegen haben in seinen Salons keine Chance. Da macht auch eine Dauerwelle keine Ausnahme.

Wie hat Udo Walz die Wirtschaftskrise überstanden, welche Pläne hat er für die Zukunft und warum steht sein Koffer in Berlin? Rockefeller-News fragt nach:

rockefeller-news: Udo Walz, die vermeintlich größte Finanz- und Wirtschaftskrise liegt hinter uns. Waren Sie davon überhaupt betroffen und wie geht es Ihnen heute?

Udo Walz: Ich selbst war – Gott sei Dank – nicht betroffen, habe allerdings gemerkt, dass viele Menschen um mich herum sich finanziell anders organisieren mussten.

rockefeller-news: Sie hatten für 2010 ein Dubai-Projekt geplant. Was hat es damit auf sich und konnten Sie das Projekt realisieren?

Udo Walz und Tina Turner

Verstehen sich prächtig: Udo Walz und Tina Turner (Foto: © U. Walz)

Udo Walz: Dubai ist ein fremdes Land mit anderen Sitten und Regeln. Nicht, dass ich es nicht auch vorher schon wusste aber Dubai hat sich sehr verändert. Es ist dort nicht einfach, zumal die Krise sich dort so klar präsentiert und alles still steht. Daher hat sich meine Überlegung und Planung geändert.

rockefeller-news: In Berlin liegt Ihre Hauptgeschäftstätigkeit. Was bedeutet diese Stadt für Sie?

Udo Walz: Berlin ist meine Liebe. Die Stadt in der ich wohne, arbeite, meine Familie und Freunde habe. Man kann sagen, mein Koffer ist in Berlin. Berlin ist kreativ, vielfältig, international geprägt durch Ihre verschiedensten Kulturen und zu einem wichtiger Dreh- und Angelpunkt in der Welt geworden. Jeder liebt Berlin, ob in China, den USA oder in Europa.

rockefeller-news: Hier in Deutschlands Hauptstadt werden Trends gesetzt. Welche lassen sich für das Jahr 2011 in Hinblick auf die aktuelle Frisurenmode ausmachen?

Udo Walz: Alles sieht aus, wie selbst gemacht. „Do it yourself Look” nenne ich das. Hinsichtlich der Farben kommen Rot und Braun ganz stark zum Vorschein und natürlich aussehende Blond-Töne wird man viel sehen. Auch viel gefragt sind Haar-Extentions in allen Längen und Farben.

rockefeller-news: Was geht in dieser Saison auf keinen Fall?

Udo Walz: Dauerwelle, sie ist in meinen Salons nicht erlaubt.

rockefeller-news: Welche Highlights liegen hinter Ihnen und auf welche hoffen Sie in der Zukunft?

Udo Walz: Meine ganze Karriere ist für mich bis jetzt ein Highlight. Ich hoffe dass es weiter geht, bis ich nicht mehr kann. Weiterhin hoffe ich, dass mein neues Projekt in den USA voran geht und sich gut entwickelt. Meine neue Serie kommt im März auf den Markt, auf die bin ich sehr gespannt.

rockefeller-news: Sie sind weit über 40 Jahre im Geschäft. Welchen Tipp würden Sie jungen Berufskollegen geben, deren Traum es ist, so prominent zu werden wie Sie?

Udo Walz: Na ja, das wird schwierig. Früher hatte ich das Glück, dass alle Schauspieler, Musiker und Models kein eigenes Stylingteam dabei hatten. Heute undenkbar. Aber durch Talent, Disziplin und vielleicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein – das kann Wunder bewirken.

Vielen Dank Udo Walz!

Mit Udo Walz sprach Ursula Pidun/rockefeller-news

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Written by UrsPid

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