Kulturstaatsminister will alle Einrichtungen erhalten

11. Mai 2012

Am Montag den 07.05.12 fand die Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes statt. (Foto: dapd)
Am Montag den 07.05.12 fand die Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes statt. (Foto: dapd)

 

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hat sich für den Erhalt der mehr als 6.000 mit öffentlichen Mitteln geförderten Museen in Deutschland ausgesprochen. “Wir brauchen sie alle”, sagte Neumann am Montag bei der Eröffnung der Jahrestagung 2012 des Deutschen Museumsbundes in Stuttgart. Das gelte ebenso für die 150 Theater und 130 Orchester, die mit Staatsgeldern unterstützt würden. Die Ausgaben für die Kultur dürften nicht gekürzt werden.

Neumann sagte, “gerade in Zeiten der Globalisierung, in einer Zeit der Orientierungslosigkeit” sei es “töricht”, bei der Kultur zu sparen. Vielmehr sollten sich die Menschen auf ihre Identität und ihre Werte besinnen. Dabei spiele die “gemeinsam gewachsene Kultur” eine wichtige Rolle. Read more »

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Keith Morris veröffentlicht mit neuer Band OFF! gleichnamiges Album

10. Mai 2012

Eine Platte so lang wie die "Tagesschau". (Foto: Aaron Farley/dapd)
Eine Platte so lang wie die “Tagesschau”. (Foto: Aaron Farley/dapd)

 

Wenn Musiker älter werden, starten sie oftmals gern ein Singer-Songwriter-Projekt oder nehmen ein Akustik-Album auf. Das schied bei Keith Morris, 56 Jahre alt und 1976 einer der Gründer der einflussreichen US-Band Black Flag, schon aus pragmatischen Gründen aus: “Ich bin kein Musiker”, sagt der Sänger. “Ich kann Schlagzeug spielen, aber niemand würde hören wollen, wie ich Akustikgitarre spiele. Oder er würde es hören und gehen.” Stattdessen ist das, was man nun von Morris’ neuer Band OFF! hört, laut und schnell und wüst. 2010 veröffentlichte das Quartett vier erste EPs, jetzt folgt am Freitag (11. Mai) mit “OFF!” das erste Album in voller Länge.

Volle Länge ist relativ: 16 Songs in 16 Minuten sind drauf, kaum hat man die Platte aufgelegt, ist sie zu Ende. “Wenn du aufs Klo gehst, verpasst du alles”, sagt Morris im dapd-Interview. Damit passe er sich an die heutige Schnelllebigkeit an, hat ja keiner mehr Zeit. “Das Internet ist ein perfektes Beispiel dafür, wie die Leute hin und her springen: Ich klicke auf eine Seite, weiter auf eine andere, alles nur für eine Minute, eine Minute später kommt was anderes.” Also gilt für ihn: “Schnell den Song durchziehen und zum nächsten.” Read more »

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Linkin Park Anfang Juni in Berlin – Santigold kommt im Juli zu drei Konzerten

09. Mai 2012

Hier sehen Sie Linkin Park bei Ihrem Konzert in Russland. (rockefeller-news/dapd)
Hier sehen Sie Linkin Park bei Ihrem Konzert in Russland. (Foto: dapd)

 

LIANNE LA HAVAS kommt für zwei Konzerte im Mai nach Deutschland. Ihr Debütalbum “Is Your Love Big Enough?” erscheint am 13. Juli. Nach einem ersten Deutschland-Besuch im Februar wird die Sängerin sich im Mai erneut den deutschen Fans stellen. Vergleiche mit Erykah Badu, Lauryn Hill und Nina Simone begleiten die Soul-Künstlerin bereits seit ihrem ersten Erscheinen in der Öffentlichkeit. 14.05. Berlin (Roter Salon) und 15.05. Hamburg (Grünspan).

Konstantin Gropper aka GET WELL SOON wird am 24. August sein neues Album “The Scarlet Beast O’Seven Heads – La Bestia Scarlatta Con Sette Teste” herausbringen. Der Longplayer ist ganz der großen Kunst der Cinematographie gewidmet. Dass Gropper, der in den letzten Jahren zahlreiche Filme vertont hat und eine komplette TV-Serie in Frankreich mit Musik ausgestattet hat, dass dieser Künstler nun sein filmischstes Album aufgenommen hat, ist nur konsequent. Gropper reibt sich am Weltuntergang, stürzt sich mit Roland Emmerich voller Wagemut in den Abgrund, singt sich selber Mut zu, arbeitet sich durch das 13.000 Seiten umfassende Werk von Henry Darger und rechnet im Rundumschlag mit Esoterik, Selbsthilfe und Lebens-Coaching ab. GET WELL SOON spielen einige Festivals im Sommer und werden um den Veröffentlichungstermin mit Sigur Ros in der Schweiz auftreten. Sommer Festivals: 25.05. Ulm (Ulmer Zelt), 01.06. CH-Duedingen (Kilbi Festival), 22.06. Frankfurt (Lüften Festival), 27.07. Großefehn (Omas Teich Festival), 28.07. Dortmund (Juicy Beats Festival) und 25.08. CH-Winterthur (Musikwochen mit Sigur Ros). Live Shows: 14.09. Hamburg (Große Freiheit 36), 17.09. München (Theaterfabrik), 18.09. Leipzig (Werk 2), 19.09. Dresden (Alter Schlachthof), 20.09. Berlin (Astra), 21.09. Bielefeld (Forum), 05.10. Heidelberg (Enjoy Jazz-Festival), 06.10. CH-Vevey (Rocking Chair), 07.10. Freiburg (Jazzhaus), 03.11. CH-Luzern (Schüür) und 04.11. CH-Zürich (Mascotte). Read more »

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Thomas D fände ESC-Boykott kontraproduktiv

08. Mai 2012

"Ein buntes Sammelsurium" beim Eurovision Song Contest. (Foto: dapd)
“Ein buntes Sammelsurium” beim Eurovision Song Contest. (Foto: dapd)

 

Musiker Thomas D ist skeptisch, ob die Aufmerksamkeit für Aserbaidschan auch nach dem Eurovision Song Contest anhält. “Jetzt schaut die Welt hin, aber was ist nach dem ESC? Wollen wir nachhaltig etwas bewirken oder ist es gerade ein Hype, weil der ESC dort stattfindet?”, sagte der Jury-Präsident des deutschen Vorentscheids im dapd-Interview. Das ESC-Finale findet am 26. Mai in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku statt.

Es sei gut, dass über die politische Lage im Gastgeberland diskutiert werde, und er hoffe, dass sich auch in Aserbaidschan etwas tue, sagte der Musiker der Fantastischen Vier. “Ich habe aber das Gefühl, dass viele draußen denken, vor allem die Künstler müssen etwas tun – das stößt mir ein bisschen unangenehm auf.” Denn diese seien in der Regel die ersten, “die überhaupt von Grund auf eine Gleichstellung aller Menschen mitbringen”. Es gehe in Liedern generell “sehr viel um Gefühle, Harmonie, ums Herz und die Seele”. Read more »

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Museen wollen Einwanderer als Zielgruppe erreichen

07. Mai 2012

Ein Besucher steht im Spionage-Museum in Oberhausen in der Ausstellung "Top Secret". (Foto: dapd)
Ein Besucher steht im Spionage-Museum in Oberhausen in der Ausstellung “Top Secret”. (Foto: dapd)

 
Deutsche Museen wollen in Zukunft mehr Menschen aus Einwandererfamilien anlocken und damit zur besseren gesellschaftlichen Eingliederung beitragen. “Integration hat nicht zuletzt mit Kultur zu tun”, sagte der Sprecher des Arbeitskreises Migration beim Deutschen Museumsbund, Dietmar Osses, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dapd. Grundlegend für eine fortschrittliche Ausrichtung der Museumslandschaft sei eine “direkte und intensive” Kommunikation sowie Diskussion mit Migranten.

Der Museumsbund befasst sich auf seiner Jahrestagung vom 6. bis 9. Mai in Stuttgart mit dem Thema “Alle Welt im Museum? Museen in der pluralen Gesellschaft”. Dabei soll erörtert werden, welche Auswirkungen die gesellschaftliche Vielfalt auf die Arbeit im Museum hat. Read more »

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Kehlkopfgesang und Weltraumschrott – In “Ausgerechnet Sibirien” mit Joachim Król wird der wilde Osten zur Zuflucht zivilisationsmüder Westler

05. Mai 2012

Trailer des Films! Kinostart: 10. Mai 2012

 

Matthias Bleuel, der graue Logistik-Manager eines Leverkusener Modeversandhauses, soll eine Filiale in Kemerova in Sibirien auf Vordermann bringen. Der von Joachim Król verkörperte Biedermann, frisch geschieden, bleibt cool: viel schlimmer als in seinem leeren Reihenhaus kann es in der Steppe auch nicht sein. Doch schon der pannenreiche Flug ist purer Stress. Tatsächlich aber findet der traurige Angestellte im Roadmovie “Ausgerechnet Sibirien” ausgerechnet im unordentlichen wilden Osten die Erfüllung seiner geheimen Träume.

Anfangs aber ist der verkrustete Angestellte von dem überschwänglichen Empfang, den ihm Filialleiterin Galina mit Wodka und wogendem Dekolleté bereitet, total überfordert. Übersetzer Artjom kann zwar die nüchternen Worte des Deutschen blumig abmildern. Doch lange bleibt dem Erbsenzähler Bleuel die kreative Buchführung in Galinas Schlampladen nicht verborgen. Dass er weder Wodka noch Tomaten mag und sich weigert, einer Verkäuferin mit einer Scheinheirat deutsche Papiere zu verschaffen, macht ihn nicht beliebter. Doch kurz vor seinem Abflug hört er auf dem Markt einen zauberischen Kehlkopfgesang -- und ist wie hynotisiert Read more »

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“World Press Photo Award” – Preisgekrönte Pressefotos werden in Hamburg gezeigt

04. Mai 2012

Hier eines der Gewinnerfotos. (Foto: dnaindia.com)
Hier eines der Gewinnerfotos. (Foto: dnaindia.com)

 

Die besten Pressefotos des vergangenen Jahres werden ab Freitag (4. Mai) in Hamburg gezeigt. Die Ausstellung “World Press Photo 2012″ zeigt im Gruner + Jahr Pressehaus die Siegerfotos verschiedener Kategorien des internationalen Wettbewerbs, wie ein Verlagssprecher am Donnerstag sagte. Darunter ist auch das Pressefoto des Jahres 2011 von dem spanischen Fotografen Samuel Aranda. Es zeigt im Jemen eine Frau mit schwarzem Schleier, die ihren bei regimekritischen Protesten verwundeten Sohn im Arm hält.

Insgesamt hatten sich fast 5.300 Fotografen mit mehr als 101.200 Fotos bei der Jury beworben, sagte deren Sprecher Jurre Janssen. Das Siegerfoto wurde demnach ausgewählt, weil es einen Moment der Stille im sonst vom Kampf geprägten Arabischen Frühling zeigt. Das Foto sei am 15. Oktober in einer Moschee in der Hauptstadt Sanaa entstanden, die als Lazarett genutzt wurde, sagte Fotograf Aranda. Der junge Mann auf dem Foto sei 18 Jahre alt und war von Sicherheitskräften der Regierung mit Tränengas angegriffen worden. Seine Mutter fand ihn erst nach langer Suche in der Moschee. Read more »

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Rekordergebnis bei Versteigerung von “Der Schrei”

03. Mai 2012

Die New Yorker Version des "Schreis" ist die farbstärkste und eindrücklichste. (Foto: dapd)
Die New Yorker Version des “Schreis” ist die farbstärkste und eindrücklichste. (Foto: dapd)

 

Eine von vier Versionen des Gemäldes “Der Schrei” von Edvard Munch ist in New York für die Rekordsumme von 119,9 Millionen Dollar (91,3 Millionen Euro) versteigert worden. Das Bild aus dem Jahr 1895 kam am Mittwoch beim Auktionshaus Sotheby’s unter den Hammer. Über den Käufer wurde nichts mitgeteilt. Der bisherige Rekord lag bei 106,5 Millionen Dollar für das 2010 versteigerte Bild “Nackte, grüne Blätter und Büste” von Pablo Picasso. “Der Schrei” gilt als Symbol für die Ängste und Verunsicherung des modernen Menschen.

Das versteigerte Bild eines stilisierten Mannes, der unter einem blutroten Himmel mit verzerrtem Gesicht einen Schrei ausstößt, ist eine von vier Versionen des expressionistischen Gemäldes und zugleich das einzige, das sich noch in Privatbesitz befand. Die anderen Versionen sind in norwegischem Staatsbesitz; eine zeigt das Nationalmuseum, die beiden anderen das Munch-Museum in Oslo. Read more »

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Frauenmorde in der Drogenstadt – Sam Hawken – “Die toten Frauen von Juárez”

03. Mai 2012

Karte des Landes mit den relevanten Orten im mexikanischen Drogenkrieg. (Foto: dapd)
Karte des Landes mit den relevanten Orten im mexikanischen Drogenkrieg. (Foto: dapd)

 

Ciudad Juárez an der mexikanischen Grenze zu den USA hat traurige Berühmtheit erlangt. Als Hauptschauplatz des mexikanischen Drogenkrieges, dem allein 2012 mehr als 3.000 Menschen zum Opfer fielen, steht die Stadt mittlerweile als Synonym für die unvorstellbar brutale Eskalation des Kampfes zweier Drogenkartelle um die Vorherrschaft. Polizei, Politik, Militär – keiner kann der Gewalt Einhalt gebieten, die Machtlosigkeit der Behörden hat Juárez manch unfassbare Schlagzeile eingebracht.

Bei all dem geriet eine weitere Tragödie in den Hintergrund: Die Frauenmorde von Juárez. Seit 1993 wurden über 400 Frauen vergewaltigt und getötet, fast ebenso viele gelten als vermisst. Die meisten Fälle wurden bisher nicht aufgeklärt, die Mordserie geht weiter. Read more »

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