Nazi-Killerin schiebt schwere Kindheit vor
05. Dezember 2011
Sie soll an zehn Morden beteiligt gewesen sein und Bombenanschläge in ganz Deutschland verübt haben. Die Rede ist von der mutmaßlichen Nazi-Terroristin Beate Zschäpe.
Nun wurden Details bekannt, was die Nazi-Braut beim Verhör der Polizei gesagt haben soll.
Gegenüber den Ermittlern beklagte sie sich vor allem über ihre “schwere Kindheit”. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, soll sie weiterhin gesagt haben, dass auch ihre Jugend von Schwierigkeiten geprägt war.
Eine Erklärung dafür, dass sie zehn Menschen ermordet haben soll?
Auch das Verhältnis zu ihrer Mutter sei nicht gut gewesen. Zschäpe bezeichnet sich beim Verhör gegenüber den Ermittlern als “Omakind”.
Ob das eine plausible Erklärung für ihre Taten ist, ist offen. Gemeinsam mit den Neo-Nazis Uwe Mundlos († 38) und Uwe Böhnhardt († 34) soll Zschäpe die Zwickauer Zelle gegründet haben, die verantwortlich für Terror in ganz Deutschland war.
Zschäpe selbst hat sich der Polizei gestellt, nachdem ihre mutmaßlichen Komplizen Selbstmord begangen haben, um einer Festnahme durch die Polizei zu entgehen. Zschäpe, Bonhardt und Mundlos gelten als die Gründer der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU).
Zur Zeit befindet sich Zschäpe in der JVA Köln-Ossendorf in U-Haft.
Dort soll sie täglich mehrere Stunden Radio hören, um das aktuelle Geschehen um ihre Person und die NSU mitzubekommen. Auch einen Fernseher soll sie bereits beantragt haben. Dieser Antrag wurde jedoch wegen formeller Fehler noch nicht genehmigt.
Derweil gibt es Hinweise, dass die NSU auch an dem Bombenanschlag auf die umstrittene Wehrmachtsausstellung im Saarland im Jahr 1999 verantwortlich sein könnte.
(rockefeller-news/ks)













