Formel 1: Sieg für Vettel im Auftaktrennen der Saison 2011!

27. März 2011

Nachdem der eigentliche Saisonauftakt am 7. März in Bahrain wegen der politischen Unruhen dort verschoben worden war, kamen die Fans heute endlich in den Genuß des Saisonauftakts der Formel 1.
Gefahren wurde in Australien und die Ausgangslage versprach bereits einiges an Spannung: Nachdem in den freien Trainings noch die McLaren dominiert hatten, war es dem Weltmeister Sebastian Vettel beim Qualifying in beeindruckender Manier gelungen, sich die Pole zu holen. Gleich um acht Zehntel hatte er den Qualifying-Zweiten, Lewis Hamilton, hinter sich gelassen.

Hier Vettels phänomenale Pole-Runde:

Heute beim Start ließ Vettel auch nichts anbrennen: Wie eine Rakete beschleunigte er sein Red Bull-Geschoß und zog der Konkurrenz souverän davon. Selbst Hamilton vermochte dem Weltmeister trotz beherzten Einsatzes nicht lange zu folgen. Petrov im Renault/Lotus Racing-Boliden preschte beim Start vom sechsten auf dem vierten Platz vor. Dann bekriegten sich erst einmal Button und Massa rundenlang; immer wieder versuchte der Brite auf Biegen und Brechen am Brasilianer vorbeizukommen. Alonso sah sich das Ganze von hinten an und schloß immer weiter zu den beiden Kampfhähne auf.

Ein strahlender Sieger: Weltmeister Vettel feiert seinen insgesamt 11. Karriere-Sieg. (Foto: AP Photo/Rob Griffith)

Vorne knabberte derweil Hamilton Runde um Runde etwas an Vettels Vorsprung, die Hinterreifen an Vettels Auto lösten sich langsam auf. In Runde 12 bleibt der venezolanische Bezahlfahrer Maldonado mit seinem Williams wegen technischem Defekt liegen. Beinahe zeitgleich überholte Button Massa auf fragwürdige Art unter Ausnutzung einer Auslaufzone, was ihn wenige Runden später eine Boxen-Durchfahrtsstrafe kostete.

Dann eröffnete Mark Webber den Reigen der Boxenstopps. Michael Schumacher, der bereits in dieser Frühphase des Rennens zwei Boxenstopps absolviert hatte, stellte in Runde 23 seinen Mercedes GP mit technischem Defekt ab. Seinem Teamkollegen erging es ähnlich schlecht: bei einem zu optimistisch angelegten Überholmanöver krachte Rubens Barrichello, der alte Fuchs aus Brasilien, in Nico Rosbergs Boliden hinein.

Rauch stieg aus dem zweiten Mercedes auf, der zu der Zeit noch auf Platz sieben gelegen hatte. Durch den Crash leckte das Kühlsystem und Rosberg musste ebenfalls aufgeben – Doppelausfall für Mercedes GP innerhalb von zwei Runden.

In der 37. Runde kamen dann die drei Führenden – Vettel, Hamilton und der sich in überraschend guter Form präsentierende Russe Petrov – nacheinander zum zweiten und somit letzten geplanten Reifenwechsel herein. Überraschung dann in Runde 41, als der mexikanische Rookie Sergio Perez im Sauber mit der schnellsten Runde im Rennen ein Ausrufezeichen setzt. Dann passierte Webber nach seinem dritten Boxenstopp ein kleiner Fehler bei der Boxenausfahrt, wodurch ihn Alonso, der in der gleichen Runde an die Box kam durch eine bessere Out-Lap überholen konnte.

(AP Photo/Vincent Thian)iele packende zweikämpfe zwischen den Fahrern der Spitzenteams sorgten für Dramatik. (AP Photo/Vincent Thian)

Webber versuchte darufhin seinen Fehler auszubügeln und lieferte sich mit Alonso etliche Runden lang eine wilde Schlacht, im Zuge derer die schnellste Runde von Perez unterboten wurde und mehrmals zwischen den beiden hin- und herwechselte.

Button überholte erneut Massa;
wie schon am Anfang des Rennens unter Einsatz aller auzubietenden Kräfte, diesmal aber regelkonform. Sofort griff Rookie Perez , der bis dorthin als Einziger nur einmal an der Box war Massa ebenfalls an, fand jedoch nicht die Mittel vor um auch am Ferrari vorbeizukommen. Fernando Alonso holte in dieser Phase des Rennens alles aus seinem Arbeitsgerät heraus, fuhr eine schnellste Runde nach der anderen und schloß zum immer noch Drittplazierten Petrov auf. Bei dieser Aufholjagd verschliss er jedoch seine Reifen zu sehr und konnte so letztendlich nicht mehr weiter angreifen.

Nach 58 spannenden Runden fuhr schließlich der amtierende Weltmeister Sebastian Vettel seinen Red Bull mit komfortablen Vorsprung als Erster über die Ziellinie. Zweiter wurde Lewis Hamilton im McLaren, Dritter Vitaly Petrov im Renault/Lotus-Racing.

Vitaly Petrov präsentierte sich überraschend stark. (Foto:Rob Griffith/AP/dapd)

Wenn man gesehen hat mit welcher Leichtigkeit der Russe seinen dritten Platz einfuhr tut es einem doppelt weh, dass der als fahrerisch viel stärker eingeschätzte Robert Kubica wegen seiner bei einem Rallye-Unfall erlittenen Verletzungen wahrscheinlich die ganze Saison ausfallen wird.

Die weiteren Plätze: Platz 4. geht an Fernando Alonso im Ferrari,  5. wird Mark Webber im zweiten Red Bull, Platz 6. holt sich Jenson Button im zweiten McLaren, auf Platz 7. zeigt Rookie Sergio Perez im Sauber einen fantastischen Einstand, auf Platz 8. landet sein japanischer Teamkollege Kamui Kobayashi, der damit die starke Performance des Schweizer Teams unterstreicht, Felipe Massa im zweiten Ferrari rettet mit dem 9. Platz noch zwei WM-Punkte und den 10. und letzten Platz in den Punkterängen sichert sich der Schweizer Sebastian Buemi im Toro Rosso.

(dapd; rockefeller-news/md)

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Obama wertet Angriffe gegen Gaddafis Truppen als erfolgreich

27. März 2011

Barack Obama

Barack Obama wertet die Angriffe gegen Libyen als erfolgreich. (Foto: Pablo Martinez Monsivais/dapd)

Washington. US-Präsident Barack Obama sieht nach acht Tagen Luftkrieg Erfolge gegen die Truppen des libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi. Die libysche Luftverteidigung sei “ausgeschaltet” und in Rebellenstädten seien die Einheiten Gaddafis zurückgeschlagen worden, sagte Obama in seiner wöchentlichen Rundfunk- und Internetansprache. Mit dem Eingreifen der USA, Frankreichs und Großbritanniens sei zudem eine humanitäre Katastrophe abgewendet worden.

“Wir sind bei unserer Mission erfolgreich”, sagte Obama. Deren Auftrag sei klar umrissen und erfülle ein Mandat des UN-Sicherheitsrates. Die anfangs von den USA geführte Allianz gegen Gaddafi hatte am 19. März mit Angriffen auf dessen Luftverteidigung und auf Städte wie Bengasi vorrückende Truppen begonnen. Die Überwachung der Flugverbotszone soll demnächst von der NATO koordiniert werden. Damit soll gemäß UN-Sicherheitsresolution verhindert werden, dass Gaddafi seine Luftwaffe gegen sein eigenes Volk einsetzt.

Am kommenden Montag will Obama in einer Rede den US-Bürgern seine Entscheidungen zum Libyen-Einsatz erläutern. Er reagiert damit auf Kritik von Kongressabgeordneten beider Parteien, sie seien nicht hinreichend über die US-Teilnahme an dem Einsatz informiert worden.

(dapd; rockefeller-news/up)

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Facharzt: Eisbär Knut starb nach epileptischem Anfall

27. März 2011

Eisbär Knut

Eisbär Knut soll nun ausgstopft und dann ausgestellt werden. (Foto: Maja Hitij/dapd)

Berlin/Bonn. Der Berliner Eisbär Knut hat vor seinem plötzlichen Tod vor einer Woche nach Einschätzung eines Facharztes einen epileptischen Anfall erlitten. Der Bonner Neurologe Christian Elger sah sich laut einer Vorabmeldung des Nachrichtenmagazins “Focus” vom Samstag einen im Internet kursierenden Film an, auf dem die letzten Momente zu sehen sein sollen, die Knut erlebt hatte. Die darauf zu sehenden “typischen Drehbewegungen” des Tieres mit einem angezogenen Bein deutete der Epilepsie-Experte als einen Anfall.

Ähnliches kenne er auch aus Beobachtungen von Laborratten, wird der Professor der Universität Bonn zitiert. Laut Augenzeugen stürzte Knut in das Wasser seines Geheges im Berliner Zoo. Der Krampf, den Elger bei dem Eisbären im Film erkannt haben will, habe entsprechende Schutzreflexe vor dem Ertrinken im Gehirn ausgeschaltet. Auch Bärenkurator Heiner Klös und andere Zoobesucher, die den Vorfall beobachteten, vermuteten, dass Knut “eine Art epileptischer Anfall” geschüttelt habe.

Vor einigen Tagen hatte der Berliner Zoo bekannt gegeben, dass bei Untersuchungen “deutliche Veränderungen des Gehirns” festgestellt wurden. Der epileptische Anfall war laut Experte Elger Folge einer Hirnerkrankung.

In einer Traueranzeige im “Tagesspiegel” am gestrigen Samstag haben Knut-Freunde aus aller Welt unterdessen schwere Vorwürfe gegen den Berliner Zoo erhoben. In der Anzeige heißt es, die Zooleitung habe das Tier “nur verwahrt”. Weiter schreiben die Fans: “Du hattest das Leben eines Polarprinzen verdient. Stattdessen wurdest du mit den billigsten Lösungen abgespeist.” Unter anderem wird moniert, dass Knut wenig Spielsachen gelassen wurden und er sich häufig durch die drei Eisbärinnen in seinem Gehege bedrängt fühlte.

Nach den Plänen des Berliner Zoos soll Knut nun ausgestopft und im Naturkundemuseum ausgestellt werden. Das Tier war am 5. Dezember 2006 als erstes Eisbärenjunge seit 33 Jahren in Berlin geboren worden und erlangte weltweite Bekanntheit.

(dapd; rockefeller-news/up)

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Berliner Anti-Atom-Protest übertraf alle Vorstellungen

27. März 2011

Anti-Atom-Demos

In allen großen Städten Deutschlands fanden gestern Anti-Atom-Demos statt. (Foto: Maja Hitij/dapd)

Berlin. Die Menschen halten nichts von Atompolitik. Das bewies am gestrigen Samstag auch die Vielzahl an Anti-Atom-Demos in Deutschland. Angemeldet hatten sich etwa 50.000 Menschen, teilgenommen haben landesweit mehr als 250.000 Bürger.

Auch in Berlin verdeutlichte allein die Länge des Protestzuges, dass es sich um eine riesige Menschenmenge handelte. Nachdem der Protestzug vom Potsdamer Platz gestartet war, dauerte es über eine Stunde, bis auch die Letzten sich auf den Weg machten. Da war die Spitze schon fast an der Siegessäule angekommen – immerhin ein Weg von etwa drei Kilometern.

Jetzt abschalten!” und “Fukushima, Tschernobyl, was zu viel ist, ist zu viel”, riefen die Menschen immer wieder. Besonders als die CDU-Parteizentrale passiert wurde, taten die Massen ihren Unmut lauthals kund. Viele trugen “Atomkraft? Nein danke”-Sticker, Fahnen, Luftballons und fantasievolle Plakate.

Dabei hatten sie für die Bundesregierung aber nicht nur Kritik übrig. Ungeahnten Zuspruch erhielt vor allem Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle. Ob er sich darüber freute, ist eher zweifelhaft: “Brüderle, wir glauben dir”, verkündete ein Plakat in Anspielung auf dessen angebliche Aussage, dass es sich beim Moratorium der Bundesregierung um Wahlkampftaktik handelt.

Auch gegen FDP-Parteichef Westerwelle hatten die Demonstranten eine Spitze übrig: “Sympathie für Atom, endet wie das alte Rom”, hieß es. Die Leute haben Guido Westerwelles Äußerungen zur Dekadenz im alten Rom im Zusammenhang mit Hartz-IV-Empfängern nicht vergessen. Andere Aufschriften erklärten, dass “in Zukunft nur noch die Sonne strahlen soll”.

Lautstark, aber friedlich ging auch die abschließende Kundgebung auf der Straße des 17. Juni über die Bühne. “Es ist an der Zeit, endlich Konsequenzen zu ziehen, zu erkennen, dass Atomkraft schlicht zu groß ist für den Menschen”, rief DGB-Chef Michael Sommer den Demonstranten zu. Auch Hubert Weiger, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), sprach von der Hybris des Menschen, zu glauben, dass die Technologie beherrschbar sei. “Wir brauchen keine Ethikkommission, wir wissen bereits, dass die Kernkraft nicht verantwortbar ist”, sagte Weiger unter tosendem Beifall aus der unüberschaubar großen Menge.

Ruhe kehrte nur bei einer Schweigeminute für die Opfer der Katastrophe in Japan ein. Da war echte Betroffenheit in den Gesichtern zu erkennen und man konnte spüren: Die Bewegung hat nicht vor, ihren Kampf gegen die Atompolitik aufzugeben, bis sie ihn gewonnen hat.

(dapd; rockefeller-news/up)

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Opel-Aufsichtsrat wählt neue Führungsspitze

26. März 2011

Opel Werke

Der Opel-Aufsichsrat will am 11. April neu abstimmen. (Foto: Roberto Pfeil/dapd)

Essen. Der Opel-Aufsichtsrat will einem Medienbericht zufolge am 11. April über die geplanten Umwälzungen in der Chefetage abstimmen.

In einer Sondersitzung solle dann die Wahl Karl-Friedrich Strackes zum neuen Vorstandschef stattfinden, berichteten die Zeitungen der “WAZ”-Gruppe in der heutigen Ausgabe unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Der bisherige Opel-Chef Nick Reilly werde dannan die Spitze des Aufsichtsrates rücken. Ein Unternehmenssprecher sagte, er wolle sich zu dem Bericht und über den Zeitpunkt der Wahl nicht äußern.

Der Vorstoß von Konzernbetriebsratschef Klaus Franz, der mit einem Gegenvorschlag zur Personalie Stracke gedroht hatte, findet nach Informationen der “WAZ”-Gruppe keine Unterstützung am Opel-Standort in Bochum. “Das halten wir nicht für klug”, erklärte der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel demnach.

Für die Bochumer Belegschaft “gibt es wichtigeres als solche Spiegelfechtereien“. Die Eigenständigkeit der Opel AG dürfe aber durch die Personalien nicht gefährdet werden.

Lena Meyer-Landrut als Auszubildende bei Opel – für einen Tag:

(dapd; rockefeller-news/up)

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Zeitungsverleger setzen auf Tablet-Computer

26. März 2011

Tablet-Computer

Tablet-Computer wecken bei Zeitungsverlegern große Hoffnungen auf Umsätze (Foto: Charles Rex Arbogast/dapd)

Berlin. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) sieht positive Chancen durch die sogenannten Tablet-Computer.

Sie bieten eine tolle Möglichkeit, das Lesemedium Zeitung mit der digitalen Welt optisch und inhaltlich attraktiv zu verbinden und dem Leser/Nutzer zu präsentieren”, sagte BDZV-Sprecherin Anja Pasquay am Freitag Anfrage. Abgesehen davon seien die Nutzer aber auch mit dem Aufkommen von digitalen Applikationen für Smartphones und Tablets erstmals in großer Zahl bereit, für redaktionelle Inhalte aus dem Netz zu bezahlen.

Mit Blick auf die Einführung des Tablet-PC iPad 2 von Apple betonte sie: “So bemerkenswert die iPad-2-Version sein mag, so sehr setzen die Verlage aber auch auf Tablet-Entwicklungen anderer Anbieter, etwas Samsung und Motorola.” Diese Geräte ermöglichten den Vertrieb der Apps über unabhängige Plattformen. “Daher blicken wir natürlich erwartungsvoll auch auf Geräte, die mit Android-Software arbeiten.”

Bisher sollen laut BDZV 600.000 bis 800.000 Exemplare des iPad in Deutschland verkauft worden sein. Man sei gespannt, ob die neue Version dem Markt zusätzliche Impulse gebe. Prognostiziert würden bis zu 1,4 Millionen verkaufte Geräte bis Ende des Jahres.

Die deutschen Verlage werden weiterhin mit Apple zusammenarbeiten und ihre Angebote als Apps für das iPad auf den Markt bringen. Und dies bei allen Schwierigkeiten, die wir mit Apple haben und die die Zeitungs- und Zeitschriftenverleger jüngst auch gegenüber dem Unternehmen artikuliert haben”, betonte die Sprecherin. “Die Apple-Spitze kennt unsere Kritik.” Zwischen den Verlegern und Apple gibt es Differenzen über die Nutzungsbedingungen für App-Angebote auf dem iPad.

Der Nachfolger von Apples erfolgreichem Tablet-PC iPad sollte ab Freitag in Deutschland zu haben sein. Der Ladenverkauf sollte nach Angaben des Unternehmens um 17.00 Uhr starten. Neben Deutschland beginnt der Verkauf an diesem Freitag in 24 weiteren Ländern. Das Vorgänger-Modell kam in den USA im März vergangenen Jahres auf den Markt, seit Mai ist es auch in Deutschland erhältlich. Das Gerät ermöglicht unter anderem die Wiedergabe von Videos und Musik und dient als Lesegerät für Bücher und Zeitungen. Zahlreiche Verlage bieten ihre Produkte bereits für das iPad an.

(dapd; rockefeller-news/up)

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Written by Ortwin Oberhauser

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Erste Versorgungsengpässe in Japan

26. März 2011

In Japan wächst weiterhin die Angst vor der tödlichen radioaktiven Strahlung aus dem leckenden Atomkraftwerk von Fukushima. Laut Regierungsangaben war zwar am Donnerstag die Strahlenbelastung des Trinkwassers in der Millionenmetropole wieder unter den für Kleinkinder erlaubten Grenzwert gesunken. Zu Panikkäufen, vor allem von Trinkwasser, kam es aber dennoch.

Die Strahlenbelastung im Trinkwasser ist bereits so hoch, dass Säuglinge nicht mehr ungefährdet davon trinken können. (Foto: Lee Jin-man/AP/dapd)

So wird abgefülltes Trinkwasser inzwischen in manchen Teilen Japans schon knapp, doch es sind bereits andere Lebensmittel von Verstrahlung betroffen: Vor allem in Milch und verschiedenen Gemüsesorten aus der Region Fukushima wurden bereits eindeutig überhöhte Strahlenwerte gemessen.

Mehrere Länder haben bereits die Einfuhr von Lebensmitteln aus Japan gestoppt, in Deutschland soll ab diesem Wochenende damit begonnen werden, aus Japan stammende Lebensmittel nur noch unter bestimmten, sehr strengen Auflagen in den Handel zu lassen.

Große internationale Transportunternehmen haben bereits verfügt, dass ihre Frachtschiffe die Häfen von Tokio und Yokohama in nächster Zeit nicht mehr ansteuern dürfen; dabei steht für die Reedereien der Schutz der Schiffsbesatzungen vor der gefährlichen Strahlung an erster Stelle. Doch gerade diese Vorsichtsmaßnahme könnte für die leidgeprüfte Bevölkerung Japans die Lage zusätzlich verschärfen: Bereits jetzt leidet die japanische Wirtschaft unter Lieferengpässen dringend benötigter Industriegüter; wenn sich noch mehr der großen internationalen Transportunternehmen für dieses Vorgehen entscheiden, könnte die Versorgungslage in Japan noch angespannter werden.

Derweil stemmt sich im AKW Fukushima immer noch eine Handvoll Arbeiter mit der Kraft der Verzweiflung dem Super-GAU entgegen; ein Kampf, von dem immer weniger Experten glauben, dass er noch gewonnen werden kann. Vor allem Block 3 des havarierten Kraftwerks gibt Anlass zu grösster Sorge: Dort wurde mit Mischbrennstäben Energie erzeugt, die zum Teil aus Plutonium bestehen.

Plutonium ist einer der gefährlichsten Stoffe überhaupt, bei seiner Entdeckung haben die Physiker ihm ob seiner zerstörerischen Eigenschaften den Namen Plutos, des römischen Gottes der Unterwelt gegeben. Die Halbwertzeit wird mit ca. 24.000 Jahren (!!!) angegeben. Das würde bedeuten, dass die Region rund um Fukushima praktisch für immer und ewig unbewohnbar bleibt – und das immer vorausgesetzt, dass die Kernschmelze doch noch im letzten Moment aufgehalten werden kann.

So bleibt für Zehntausende Flüchtlinge aus der Region weiterhin die Frage offen, ob sie überhaupt irgendwann wieder zurück in ihre Heimat können; angesichts der Tatsache dass die Regierung bereits allen Menschen die im Umkreis von 30 km des Kraftwerks leben empfohlen hat, sich ebenfalls in Sicherheit zu bringen dürften die Aussichten dafür nicht all zu gut stehen.

(rockefeller-news/md)

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Written by Marcello Dallapiccola

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Tennessee Williams wäre heute 100 Jahre alt geworden

26. März 2011

Tennessee Williams

Vor genau 100 Jahren wurde der berühmte Schriftsteller Tennessee Williams geboren. (Foto: Marty Reichenthal/AP/dapd)

Berlin. Heute wäre Tennessee Williams 100 Jahre alt geworden. Williams gilt als einer der bedeutendsten US-Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Berühmt wurde er mit Werken wie “Die Katze auf dem heißen Blechdach” und “Endstation Sehnsucht”. Stars wie Marlon Brando und Elizabeth Taylor spielten in den Verfilmungen seiner Werke mit.

Als Williams am 26. März 1983 in einem New Yorker Hotel starb, war seine Karriere seit Jahren ins Stocken geraten. Fast 40 Jahre nach seinem Durchbruch am Broadway waren gute Kritiken selten geworden, die New York Times nannte ihn in ihrem Nachruf “fett und heruntergekommen”.

Geboren wurde Williams 1911 unter dem Namen Thomas Lanier Williams. Sein Vater, ein reisender Textilkaufmann, soll ein Trinker und Poker-Spieler gewesen sein, seine Mutter hoch neurotisch. Bereits im Alter von zwölf Jahren begann er zu schreiben. “Ich denke, ich war ein geborener Schriftsteller”, sagte er einmal in einem Interview mit “The Paris Review”.

1931 begann er ein Studium der Theologie und Literatur, das er aus wirtschaftlichen Gründen unterbrechen musste. Zwei Jahre lang arbeitete er als kaufmännischer Angestellter in einer Schuhfabrik, versuchte in den Nächten zu schreiben, erlitt dabei allerdings einen Nervenzusammenbruch. Erst 1938 schloss er mit einem Bachelor of Arts an der Staatsuniversität von Iowa ab.

Sein erstes abendfüllendes Werk “Schlacht der Engel” wurde 1940 in New York mit nur geringem Erfolg aufgeführt. Es folgten für ihn harte Jahre, in denen Williams sich mit Gelegenheitsarbeiten durchschlug. Der Durchbruch gelang dem Schriftsteller 1945 mit dem Familiendrama “Die Glasmenagerie”, das autobiografische Züge trägt. Für “Endstation Sehnsucht” erhielt er 1947 den Pulitzer-Preis. Das Werk wurde mit Marlon Brando und Vivien Leigh verfilmt.

Den zweiten Pulitzer-Preis bekam Williams 1955 für das Schauspiel “Die Katze auf dem heißen Blechdach”, in dessen Verfilmung Liz Taylor und Paul Newman die Hauptrollen spielten. Taylor war auch 1959 neben Katherine Hepburn in der Verfilmung von “Plötzlich im letzten Sommer” zu sehen.

In den folgenden Jahren nahm die Kritik Williams Werke meist kühl auf und der Schriftsteller geriet in eine tiefe Lebenskrise. Berichte über Drogenabhängigkeit und psychiatrische Behandlungen machte die Runde. Die geistige Instabilität seiner Schwester Rose und der Tod seines Sekretärs und Lebensgefährten trafen ihn schwer. Sein Streben nach Sicherheit und Glück blieb am Ende erfolglos. Als er 1983 starb, war er 71 Jahren alt.

(dapd; rockefeller-news/up)

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Sorge um chinesischen Menschenrechtsaktivisten Liu Xiaobo

26. März 2011

Liu Xiaobo

Seit Oktober gibt es keinerlei Informationen zum Aufenthaltsort von Liu Xiaobo. (Foto: dapd)

Oslo. Das norwegische Nobelpreiskomitee sorgt sich um den chinesischen Menschenrechtsaktivisten und Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo.

Das Komitee habe seit Oktober keinerlei Informationen über den Aufenthaltsort Lius erhalten, sagte der Sekretär des Komitees, Geir Lundestad.

Damals war die Verleihung des Preises an den inhaftierten Liu verkündet worden. Kurz darauf durfte ihn seine Ehefrau im Gefängnis besuchen.

Die chinesische Regierung kritisierte die Verleihung an Liu scharf und sprach von einer Ehrung für einen Kriminellen.

Wie schon mehrere Nobelpreisträger vor ihm durfte er seine Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen.

Dass derzeit praktisch gar nichts über Liu Xiaobo in Erfahrung zu bringen sei, nannte Lundestad aber beispiellos.

(dapd; rockefeller-news/up)

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Written by Rockefeller David

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