Oberbürgermeisterin Lohse spricht zu japanischen Austauschschülern

23. März 2011

Eine japanische Austauschschülerin trägt sich ins Gästebuch des Stadtmuseums Ludwigshafen ein. (Foto: Timur Emek/dapd)

Eine japanische Austauschschülerin trägt sich ins Gästebuch des Stadtmuseums Ludwigshafen ein. (Foto: Timur Emek/dapd)

Bei einem Besuch der deutschen Partnerschule in Ludwigsburg wurde eine Gruppe japanischer Schülerinnen und Schüler von Oberbürgermeisterin Eva Lohse empfangen. Dabei sprach die CDU-Politikerin den 16 Jugendlichen ihre Anteilnahme aufgrund der tragischen Ereignisse in ihrem Heimatland aus.

Die Schüler kommen von der Kanagawa Sohgoh High-School in Yokohama, das auf der Westseite der Bucht von Tokio liegt und so dem Unglücksreaktor von Fukushima sogar noch etwas näher ist als die japanische Hauptstadt selbst.

(dapd; rockefeller-news/md)

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Mads Hjulmand spielt erste deutsche Serienrolle

23. März 2011

Der Schauspieler Mads Hjulmand

Der Schauspieler Mads Hjulmand wird bald wieder im deutchen TV zu sehen sein. (Foto: Philipp Guelland/dapd)

Hamburg. Zwei Jahre nach seinem Auftritt in der TV-Komödie “Ein Mann, ein Fjord” kehrt der dänische Schauspieler Mads Hjulmand ins deutsche Fernsehen zurück. Der 29-Jährige steigt im Herbst dieses Jahres in die ARD-Kultserie “Großstadtrevier” ein. Als Zivilfahnder Mads Thomsen löst er Steffen Groth alias Hauke Jessen ab und geht ab der 25. Staffel an der Seite von “Harry” Möller (Maria Ketikidou) auf Streife. Der Neue in der Hamburger Polizeiserie werde für reichlich Verwicklungen sorgen, wie Hjulmand am Montag im dapd-Interview angekündigte.

Mads sei ein “lässiger und cooler Typ”, der von Kopenhagen nach Hamburg geflüchtet ist. Der Grund seien “ganz viele Probleme mit Frauen, insbesondere mit Kolleginnen”, verriet Hjulmand. Aber auch in der neuen Stadt könne Mads das Flirten nicht lassen. “Er ändert sich ja nicht. Und so wird es auch in Hamburg Probleme geben, vor allem mit einer Kollegin”, sagte der blonde Däne. Sein TV-Mads mache ohnehin, was er wolle. Er sei impulsiv, spontan, reagiere direkt und flirte immer und überall. “Da ist es ganz gut, dass ‘Harry’ Möller bei ihm ist und er dadurch ein bisschen ruhiger wird.” Außerdem glaube er, dass “Harry” ihren neuen Partner möge. “Und er mag sie auch”, sagte Hjulmand.

Noch ist er eigenen Angaben zufolge nicht nervös, wenn er an die Ausstrahlung der ersten Folgen im Herbst denkt: “Ich mache mir auch keine Gedanken darüber, was dann wohl auf mich zukommen wird. Ich konzentriere mich auf meine Arbeit. Alles andere kommt eh, wie es kommt.” Für ihn sei bei der Schauspielerei nicht die Bekanntheit das Wesentliche, sondern die alltägliche Arbeit.

Hjulmand absolvierte eine Ausbildung an der Nationalen Dänischen Theaterschule in Kopenhagen und ist seit 2004 in Theateraufführungen und Fernsehserien in seiner Heimat zu sehen. Auch als Sänger hat sich der 29-Jährige bereits einen Namen gemacht. 2009 war er in “Ein Mann, ein Fjord” an der Seite von Hape Kerkeling zu sehen. Die Figur des Mads Thomsen ist seine erste Serienrolle hierzulande. Sein Engagement im “Großstadtrevier” ist laut ARD langfristig angelegt.

Die Vorabendserie aus der Feder von Krimi-Altmeister Jürgen Roland (“Stahlnetz”) läuft seit 16. Dezember 1986 in der ARD und feiert dieses Jahr ihr 25. Jubiläum.

(dapd; rockefeller-news/up)

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Chris Brown rastet nach Interview aus

23. März 2011

Chris Brwon

Anlass für den Ausraster war eine Frage nach seiner Freundin in einem Interview. (Foto: Ida Mae Astute/dapd)

New York. Keine guten Nachrichten vom US-amerikanischen Sänger Chris Brown: Nach Reporterfragen zu der Prügelattacke auf seine damalige Freundin Rihanna wurde er gewalttätig. Der 21-Jährige war am Dienstag nach dem Auftritt in der US-Fernsehshow “Good Morning America” von der Bühne gestürmt. Dies berichtete der ausstrahlende Sender ABC. Angestellte hatten den Angaben zufolge die Sicherheitskräfte alarmiert, als sie Lärm aus Browns Garderobe hörten.

Wie sich herausstellte, war ein massives Glasfenster in dem Zimmer eingeschlagen. Zu dem Zeitpunkt hatte Brown laut ABC News das Sendergebäude am New Yorker Times Square verlassen und war mit nacktem Oberkörper von Paparazzi fotografiert worden.

Der Rock ‘n’ Roll-Sänger hatte in der Sendung eigentlich für sein neues Album “F.A.M.E.” werben wollen. Die Reporterin hatte ihn jedoch wiederholt nach der Beziehung zu Rihanna befragt. Der Sender verteidigte die Fragen in einer Stellungnahme als nachrichtlich relevant.

Brown war 2009 zu einer fünfjährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er die Sängerin verprügelt hatte. Kürzlich hatte ein Richter mit Rihannas Zustimmung das Kontaktverbot abgeschwächt.

Nach Informationen der Promiseite “TMZ” wird ABC keine Anzeige gegen Brown erstatten. Wäre der Sänger wegen Vandalismus verurteilt worden, hätte ihm wegen Verstoßes gegen die Bewährungsauflagen eine Haftstrafe gedroht, berichtete die Internetseite. Angeblich habe Brown das Fenster mit einem Stuhl eingeschlagen. Da Glasscherben auf die Straße gefallen waren, hätte der 21-Jährige laut “TMZ” auch wegen Körperverletzung belangt werden können.

(dapd; rockefeller-news/up)

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Riskante Zinswetten: Deutsche Bank muss Schadenersatz leisten

23. März 2011

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank unterlag gestern in einem Rechtsstreit vor dem BGH hinsichtlich hochriskanter Zinswetten. (Foto: Martin Öser/dapd)

Karlsruhe. Der Bundesgerichtshof hat die Deutsche Bank wegen von ihr empfohlener hoch riskanter Zinswetten in einem Musterverfahren zu Schadenersatz verurteilt. Die Bank muss nun einer Papierfirma aus Hessen über 540.000 Euro zahlen, weil sie ihre Beratungspflichten beim Abschluss eines Swap-Vertrages verletzt hat, entschied der BGH am Dienstag in Karlsruhe. Nach Angaben des Anwalts der Firma könnten nun Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe auf die Deutsche Bank und andere Kreditinstitute zukommen. In beiden Vorinstanzen – zuletzt vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main – hatte die Firma zunächst verloren.

Der BGH-Entscheidung wird Signalcharakter zugeschrieben, da zahlreiche Kommunen und mittelständische Unternehmen mit solchen Swap-Geschäften Millionenverluste erlitten und gegen die Deutsche Bank geklagt haben. Die Rechtsprechung der unteren Gerichte war bislang uneinheitlich. Der BGH betonte nun, dem Kunden müsse “in verständlicher und nicht verharmlosender Art und Weise” klar vor Augen geführt werden, dass das für ihn nach oben nicht begrenzte Verlustrisiko bei solchen Zinswetten “ruinös” sein könne.

Der Anwalt der Papierfirma, Jochen Weck, sagte in Karlsruhe, nun könnten auch alle anderen betroffenen Kunden Schadenersatz verlangen. Er rechne mit Forderungen in Höhe von insgesamt rund einer Milliarde Euro gegen die Banken. Allein das streitige Produkt im vorliegenden Fall sei 700 Mal verkauft worden, wobei die betroffenen Kommunen und Unternehmen einen Schaden von durchschnittlich einer Million Euro erlitten hätten. Der BGH habe mit seinem Urteil “Rechtsgeschichte” geschrieben.

Der Anwalt der Deutschen Bank, Christian Duve, betonte in Karlsruhe: “Wir fürchten keine Flut von Klagen.” Die von der Klägerseite in den Raum gestellten Beträge könnten aber insgesamt die Dimension von Swap-Geschäften bei allen Banken betreffen. Für die Deutsche Bank sei die Zahl der verbliebenen Rechtsstreitigkeiten um Swap-Geschäfte und deren Streitwert “überschaubar”. Viele Verfahren seien in den vergangenen vier Jahren schon rechtskräftig entschieden worden. Die Bank habe dennoch eine “angemessene Risikovorsorge” getroffen, betonte Duve. In der Revisionsverhandlung hatte die Deutsche Bank noch vor einer neuen Bankenkrise gewarnt, sollte der BGH der klagenden Firma recht geben.

Zu der vom BGH festgestellten Verletzung der Beratungspflicht sagte Duve, die Deutsche Bank werde nun sorgfältig prüfen, inwieweit künftig “mit Blick auf den Faktor Risiko der Umfang der Beratung erweitert wird”.

(AZ: XI ZR 33/10 – Urteil vom 22. März 2011)

(dapd/rockefeller-news/up)

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Elektroautos brauchen viel Elektronik

23. März 2011

Strom-Tankstelle

Strom-Tankstellen sind noch keine Selbstverständlichkeit (Foto: Philipp Guelland/dapd)

Berlin. Elektrofahrzeuge brauchen noch mehr Elektronik als andere Autos. Das ist das Ergebnis eines Forschungsprojektes des Wirtschaftsministeriums, das am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde.

Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) erklärte, die Ergebnisse zeigten “eindrucksvoll, welche Herausforderungen bei der Weiterentwicklung des Elektroautos auf die gesamte automobile Wertschöpfungskette zukommen”. Er forderte die deutsche Autoindustrie auf, notwendige Elektronik-Kompetenzen aufzubauen.

Elektrofahrzeuge müssten leichter als heutige Autos sein und über neue Funktionen und Eigenschaften verfügen, um Fahrleistung, Fahrkomfort und Sicherheit zu verbessern, erklärte das Ministerium weiter.

Auch für die Kommunikation der Elektroautos mit anderen Verkehrsteilnehmern und künftigen Energie- und Verkehrsnetzen spiele die Elektronik eine entscheidende Rolle.

Elektroautos gibt es in Berlin auch in Handarbeit :

(dapd; foriss.org; rockefeller-news/up)

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Written by Ortwin Oberhauser

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Aussichten für Japans Wirtschaft sind düster

23. März 2011

Frankfurter Börse

Die auch weiterhin bestehenden Angst vor einem Super-GAU in Japan schlägt sich auf die Börsenkurse nieder. (Foto: Martin Öser/dapd)

Tokio. Nach den Naturkatastrophen und der atomaren Krise in Japan zeigen sich nach Ansicht von Wirtschaftsanalysten die Probleme im Land weitaus tiefergehend und langwieriger, als bisher angenommen.

Zwar hatten Ökonomen in den ersten Tagen nach dem Erdbeben noch einen relativ raschen Aufschwung prognostiziert. Wie bei vielen Naturkatastrophen würde nach einem anfänglichen Rückgang die Wirtschaft durch den Wiederaufbau wachsen und Investitionen zunehmen, glaubten sie.

Doch nach vielen Tagen kämpft das Land immer noch gegen eine Kernschmelze, Straßen und Bahngleise sind zerstört, das  ist unterbrochen. Die Schäden treten erst langsam deutlicher zutage. Daher glauben die Analysten nun, dass die Konsequenzen auf der ganzen Welt zu spüren sein werden. Eine höhere Inflation, ein langsameres Wirtschaftswachstum oder einen möglichen Schaden für das Finanzsystem werden die Folgen sein.

Die strukturellen Schäden werden derzeit mit über 130 Milliarden Dollar (entsprechend 92 Milliarden Euro) beziffert. Das Beben in Japan wäre damit neben dem Hurrikan Katrina die teuerste Naturkatastrophe bisher, schrieben die Analysten von Barclays Capital diese Woche.

Die Komplexität der Schäden macht es schwer, die gesamten Auswirkungen zu fassen”, kommentierten die Barclay-Analysten Kyohei Morita und Yuichiro Nagi, ein Zurückgehen der Exporte und des Konsums könnte mit anderen Faktoren zu Kosten von 210 Milliarden Dollar (148 Milliarden Euro) durch das Beben führen.

Allerdings könnte auch das gesamte Finanzsystem betroffen sein. Immerhin werden von den Hunderttausenden Überlebenden in Japan, die zum Teil obdachlos sind, keine Rechnungen oder Kredite mehr beglichen, glaubt der Ökonom Carl Weinberg von der Consultingfirma High Frequeny Economics. Der Bankensektor könnte somit ebenfalls stark betroffen sein.

(dapd; Washington Post, Bloomberg News, rockefeller-news/up)

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Interview mit dem Sänger der Schweizer Rockband Shakra

22. März 2011

John Prakesh in Pose ( Foto:John Prakesh/rockefeller-news/)

John Prakesh in Pose ( Foto:John Prakesh/rockefeller-news/)

Francisco Hafner vom Rockefeller Magazin traf John Prakesh, den charismatischen Sänger der Schweizer Rockband Shakra, in St. Gallen zum Gespräch.

Rockefeller-News: Guten Abend John, schön dass Du Zeit für ein Gespräch hattest.

John Prakesh: Gerne, es ist immer wieder interessant ein Interview zu geben.

Rockefeller-News: Meine erste Frage dreht sich um deine Entscheidung Musiker zu werden; warum hast du dich unter all den verschiedenen Medien ausgerechnet für die Musik entschieden?

John Prakesh:  Nun ich bin mit der Musik aufgewachsen, das war immer ein Teil meiner Welt. Die Frage des Mediums stellte sich so nie, für mich war schon seit ich denken kann klar, dass ich mal Musik machen möchte. Das gehört sozusagen zu meiner Natur.

Rockefeller-News: Ist Shakra dein erstes Projekt?

John Prakesh: Nein. Ich habe schon früh in verschiedenen Bands gespielt und mit 18 dann meine eigene Band gegründet. Wir nannten uns dazumal noch Black Angels änderten unseren Namen dann aber schnell mal zu Prakesh.

Rockefeller-News:  Wieso der Name Prakesh?

John Prakesh: Weil das mein dritter Vorname ist, mit vollen Namen heisse ich Harry John Prakesh. Einer meiner Bekannten fand dass sich das gut anhört und so behielten wir den Namen.

Rockefeller-News: Wie lange bestand dieses Projekt?

John Prakesh:  Eine ganze Weile, ich spielte fast zehn Jahre mit meinen Jungs in der Band und wechselte dann im Oktober 09 zu Shakra.

Rockefeller-News: Wie kam es zu diesem Wechsel?

John Prakesh: Es war Zeit für eine Veränderung ich hatte das Gefühl, das wir nicht weiter kamen. So führte eins zum andern. Es war so zwar nicht geplant, doch als spiritueller Menschen glaube ich dass es Fügung war. Mein ganzes Leben wurde in diesen drei Wochen im Oktober auf den Kopf gestellt. Meine Mutter, die gleichzeitig meine Managerin ist hatte damals erfahren, dass Shakra einen neuen Sänger suchten und erzählte mir das. Sie sandte den Jungs ein paar meiner Songs und wenige Tage später sass ich dann in Bern und spielte die ersten Songs mit Shakra ein. Wenig später folgten dann mehrere TV-Auftritte in der Sendung „Die Grössten Schweizer Hits“ und seitdem bin ich dabei.

Rockefeller-News: Kannst  du deinen Lebensunterhalt rein mit der Musik bestreiten oder musst du nebenbei noch jobben?

John Prakesh: Momentan arbeite ich nebenbei noch 50% bei CCA Anghern in Gossau SG als Verkäufer. Unser Album „Back on Track“ ist direkt auf den zweiten Platz  in die Schweizer Hitparade eingestiegen und wir sind den ganzen Sommer auf Tour, die Musik wird also schon recht bald zu meinem Fulltime Job werden. Es war aber ein langer Weg bis hierhin.

Rockefeller-News:  Hast du noch andere Projekte am Laufen?

John Prakesh: Ein anderes Projekt das mir am Herzen liegt ist „Kids on Stage“ Das ist ein Projekt um junge Schweizer Bands zu fördern. Ich bin da in der Jury. Dabei geht es aber nicht nur um Wettbewerb, sondern das Projekt soll konstruktiv und fördernd wirken.  Die Aufmerksamkeit  der Jugendlichen soll auf die Musik gerichtet und ihnen so Alternativen zur Play Station und X-Box aufgezeigt werden.

Weitere Informationen wie Tour Daten etc. finden Sie hier:

www.shakra.ch

www.prakesh.com

www.kids-on-stage.ch

(rockefeller-news/fh)

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Written by Francisco Hafner

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Der tiefe Fall des Ernst Strasser

22. März 2011

Jetzt wirds ernst für Ernst Strasser. (Foto: Hannes Sallmutter)

Jetzt wird es langsam ernst für Ernst Strasser. (Foto: Hannes Sallmutter)

Ernst Strasser machte das letzte Mal von sich reden als er bei der EU-Wahl im Juni 2009 für die ÖVP als Spitzenkandidat um den Posten eines EU-Parlamentariers aufgestellt wurde. Strasser, der noch als Innenminister unter Bundeskanzler Schüssel gedient hatte, war damals überraschend aus der Polit-Pension zurückgeholt und an die erste Stelle der Liste gesetzt worden.

Sehr zum Ärgernis seines Parteikollegen Othmar Karas, der bereits lange vor Strasser als Spitzenkandidat feststand und der rein nach Vorzugsstimmen auch ganz klar als die Nummer eins der ÖVP aus der Wahl hervorging.

Warum Strasser, der in Sachen Beliebtheitswerte noch nie zu den Top-Scorern gehörte, dem auch über die Parteigrenzen hinaus sehr angesehenen Karas vorgezogen wurde, darüber hatte man nur hinter vorgehaltener Hand geflüstert. Gerüchteweise soll es sich dabei um einen kleinen Gefallen seitens des ÖVP-Obmannes Josef Pröll für Strasser gehandelt haben – eine Aktion, die damals nicht nur bei Insidern Kopfschütteln ausgelöst hatte. Karas und Pröll sind seitdem für vieles bekannt, nicht jedoch für ihren freundschaftlichen Umgang miteinander.

Jetzt wurde Strasser bekanntlich von Journalisten der „Sunday Times“, die sich als Lobbyisten getarnt hatten zu der Aussage gebracht, gegen Bezahlung und sonstige Vergütungen wie Flugreisen bei einem Gesetzesantrag für sie zu lobbyieren.

Nur zwei von Strassers nicht gerade leicht verdauliche Aussagen:„Meine Kunden zahlen mir 100.000 Euro im Jahr. Jetzt habe ich fünf, ab morgen hoffentlich sechs.“ – „Ich bin immer sehr diskret. Deshalb können Sie sicher sein, dass ich nicht frage, wer Ihr Kunde ist … Ich möchte nur wissen, wie er denkt, wie er tickt, was wir tun können, um eine Lösung zu seinem Vorteil zu finden.“

Nachdem dieser Deal mit den britischen „Lobbyisten“ abgeschlossen war, machte sich Strasser dann auch sogleich ans Werk; unter anderem schickte er seinem Fraktionskollegen Othmar Karas den Gesetzesänderungsvorschlag der Briten zur Überprüfung. Karas zufolge habe Strasser ihn sogar dazu gedrängt, den Änderungsvorschlag einzubringen.

Als die britischen Reporter die Bombe dann platzen ließen und die Presse die sogenannte „Lobbygate“-Affäre genüsslich auszuschlachten begann, zeigte Strasser sich nicht gerade im besten Licht. Erst wollte er die Vorwürfe als „Kampagne“ seines Parteifreundes Karas gegen ihn sehen, dann brachte er sogar Geheimdienste ins Spiel, die ihn angeblich in Misskredit bringen wollten.

Als nächstes gab Strasser an, er habe die Sache sehr wohl durchschaut und bei der Polizei zur Anzeige bringen wollen, nur hätte ihm die Zeit dazu gefehlt. Diese Aussage von einem ehemaligen Innenminister – der ja in dieser Funktion auch der erste Polizist im Land ist – brachte schließlich sogar Josef Prölls Kragen zum Platzen: der ÖVP-Chef, der gerade das Krankenbett hütete um sich von einer Lungenembolie zu erholen, foderte Strasser wutschnaubend zum sofortigen Rücktritt auf.

Diesem Wunsch hat der schwer gestrauchelte Strasser inzwischen Folge geleistet und sich von allen öffentlichen Ämtern zurückgezogen. Einsicht zeigt er jedoch weiterhin keine, er fühlt sich nach wie vor als missverstandenes Opfer.

Wie lange er diese Rolle noch weiterspielen wird, steht in den Sternen – inzwischen interessiert sich jedoch auch die Korruptions-Staatsanwaltschaft für die Causa Strasser. Sollte die ihm etwas nachweisen können – und die Zeichen dafür stehen nicht mal so schlecht – könnte es eng werden für Ernst Strasser: Je nach Schwere der Vorwürfe drohen ihm zwischen 6 Monaten und bis zu 10 Jahren Haft, sollte es zu einer Verurteilung kommen.

Bis dahin jedoch kommt wieder einmal ein Satz zu Geltung, den dank Ex-Finanzminister Grasser in Österreich schon beinahe jedes Kind auswendig kann: Es gilt die Unschuldsvermutung.

(rockefeller-news/md)

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Charlie Sheen hat eine neue Göttin

22. März 2011

Charlie Sheen völlig entspannt am lächeln(Foto: Ed Andrieski/dapd)

Charlie Sheen völlig entspannt am lächeln(Foto: Ed Andrieski/dapd)

Es scheint, dass der ehemalige ‘Two and a Half Men’-Star Charlie Sheen den Hals nicht vollkriegt: Der Serienstar fiel in letzter Zeit durch diverse Skandale rund um seinen ausschweifenden Lebensstil auf. Jetzt wurde er mehrfach in Begleitung von Megan Levant (26) gesehen.

Pikantes Detail dazu, derzeit lebt Charlie in seiner Villa zusammen mit Natalie Kenly (24) und Rachel Oberlin (24), die er liebevoll seine Göttinnen nennt. Alle drei teilen das Bett und sind angeblich sehr glücklich mit der Situation.

Gleichzeitig läuft das Scheidungsverfahren mit Ex-Frau Brooke Mueller, die eine einstweilige Verfügung erwirkte, die den Star dazu verpflichtete, sich von ihr und den beiden Söhnen Bob und Max (2) fern zu halten.  Sie hatte diese Massnahme ergriffen, nachdem der Schauspieler ihr gegenüber gewalttätig wurde.

“Aus Megans Freundeskreis hört man, dass da schon seit einigen Monaten etwas läuft”, berichtete ein Szene-Insider dem britischen Boulevardblatt ‘The Sun’. In der Nachtclub-Szene von Hollywood “Ist Megan kein unbeschriebenes Blatt. Sie geht oft aus, meistens sehr spärlich bekleidet und ist in Sachen Sex nicht schüchtern”, heißt es aus Los Angeles.

Es stellt sich nicht zum ersten Mal die Frage wie viel von ‘Two and a Half Men’ aus Sheens wahrem Leben gegriffen ist.

(news,ch/rockefeller-news)

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Written by Francisco Hafner

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