Schweiz schränkt Zuwanderung aus acht EU-Staaten ein
19. April 2012
Die Schweizer Regierung hat am Mittwoch die Zuwanderung aus acht osteuropäischen Ländern eingeschränkt. Der Schweizer Bundesrat setzte eine sogenannte Ventilklausel des mit der EU geschlossenen Personenfreizügigkeitsabkommens in Kraft. Die vorerst auf ein Jahr beschränkte Maßnahme betrifft Zuwanderer aus Tschechien, Estland, Lettland, Litauen, Ungarn, Polen, Slowenien und der Slowakei.
Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton kritisierte die Entscheidung als “weder wirtschaftlich durch die Situation auf dem Arbeitsmarkt gerechtfertigt, noch die Anzahl der EU-Bürger, die um Aufenthalt in der Schweiz nachsuchen”. Auch EU-Parlamentspräsident Martin Schulz bedauerte die Entscheidung der Schweiz, “acht EU-Länder zu diskriminieren”. Dies widerspreche dem Geist und Buchstaben des mit der Schweiz geschlossenen Abkommens. “Es gibt keine gesetzliche oder wirtschaftliche Rechtfertigung für einen solchen Entscheid”, sagte Schulz.
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