FDP mit neuen Grundsätzen

22. April 2012

Reinheit beginnt am Arbeitsplatz - kostet ja alles nix - Steuerzahler zahlt ja. (Foto: T.Silz/dapd)
Reinheit beginnt am Arbeitsplatz – kostet ja alles nix – Steuerzahler zahlt ja. (Foto: T.Silz/dapd)

 

Die FDP hat nach 15 Jahren ein neues Grundsatzprogramm. Bei nur 23 Gegenstimmen beschloss der Bundesparteitag der Liberalen am Sonntag in Karlsruhe mit großer Mehrheit die neuen “Freiheitsthesen”. Damit will sich die FDP als Europa- und Freiheitspartei profilieren. Zugleich griffen die Liberalen die Union an und wollen auf Kosten des Koalitionspartners im Bund Stimmen bei den anstehenden Landtagswahlen sammeln. Die Urnengänge in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein werden parteiintern als letzte Bewährungschance für den angeschlagenen FDP-Chef Philipp Rösler gesehen.

Rösler selbst bewertete den Parteitag als Ende der Selbstbeschäftigung. Es gebe ein klares Signal der Geschlossenheit nach innen und ein Signal des Aufbruchs nach außen, sagte er und betonte: “Wir sind wieder da, mit uns ist zu rechnen.” Generalsekretär Patrick Döring fügte hinzu, die FDP habe gezeigt, dass man den Liberalismus weiterentwickeln kann, “ohne die Traditionen zu verraten”. Sein Fazit: “Wir sind gerüstet für die Debatten dieser Zeit. Read more »

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Written by Tassos

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Mutierte EHEC-Bakterien in Müll gefunden

09. Juni 2011

EHEC (dapd)

Eine mutierte Form des EHEC-Bakteriums kann zu schweren Darmerkrankungen führen. (dapd)

In einer Probe aus einem Abfallbehälter in Magdeburg ist das mutierte EHEC-Bakterium nachgewiesen worden. Bei dem gefundenen Bakterium vom Stamm O104:H4 handelt es sich um die Form, die in Norddeutschland grassiert und die schwere EHEC-Erkrankungen auslösen kann, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Sachsen-Anhalt am Mittwoch sagte.

Nach Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) handelt es sich hierbei aber nicht um eine Lebensmittelprobe. “Es handelt sich um einen Gurkenrest, der längere Zeit im Müll lag“, sagte BVL-Sprecherin, Nina Banspach. Damit sei bisher auf keinem Lebensmittel EHEC 0104 festgestellt worden, fügte sie hinzu.

Dem Sprecher des Gesundheitsministeriums in Magdeburg zufolge wurde das Bakterium auf einem Gurkenrest entdeckt. Da der Abfall aber zwei Wochen in der Tonne lagerte, könnten keine Rückschlüsse gezogen werden, wann und wie das Bakterium in die Tonne gelangte. Die belastete Probe wurde aus dem Bio-Abfall einer am 19. Mai erkrankten dreiköpfigen Familie aus Magdeburg entnommen. Am 30. Mai konnte der Erreger auf dem Reststück einer Gurke nachgewiesen werden. Die Familie habe sich zuvor nicht in Norddeutschland aufgehalten.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) sagte im Zusammenhang mit den Erkrankungsfällen, es sei noch zu früh um Entwarnung zu geben. Dennoch gebe es auch eine positive Entwicklung. Die Anzahl der Neuinfektionen sei in den vergangenen Tagen rückläufig gewesen.

Laut Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) sind bisher Erkrankungswellen an acht Orten in Deutschland identifiziert worden, die bis nach Bienenbüttel zurückverfolgt wurden. Zurzeit werde noch geprüft, ob weitere Krankheitshäufungen auf diesen Betrieb zurückzuführen seien.

Mehr als 1.950 Menschen seien indes bundesweit mit dem Erreger infiziert, sagte die Bremer Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter (SPD) in Berlin. Fast 690 Patienten litten am Hämolytisch-Urämischen Syndrom (HUS), das bei EHEC-Infektionen auftreten und zum Tod führen kann. Bundesweit stieg die Zahl der Todesfälle auf 26.

Brüssel will den von der EHEC-Welle hart getroffenen Gemüsebauern in Europa nunmehr 210 Millionen Euro Entschädigung bereitstellen. Das kündigte EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolos in Brüssel an. Die Bauern sollen damit 50 Prozent ihrer Verluste ersetzt bekommen; für unverkäuflich gewordene Gurken, Tomaten, Paprika, Zucchini und Salate.

Der EHEC-Erreger könnte künftig einfacher und schneller identifiziert werden: Das chinesische Beijing Genomics Institute (BGI) entwickelte einen neuen Diagnosetest. Dieser ermögliche ein Ergebnis innerhalb von zwei bis drei Stunden, teilte das Unternehmen mit.

Die schnelle Entwicklung eines Medikaments gegen den Erreger hingegen ist Experten zufolge unwahrscheinlich. “Ein Medikament zu entwickeln, ist keine einfache Sache”, sagte der Direktor des Instituts für Klinische Molekularbiologie der Universität Kiel, Stefan Schreiber, in der ARD.

EU-Gesundheitskommissar John Dalli lobte die Bemühungen der Deutschen in der EHEC-Krise. Die Mitarbeiter der European Food Safety Agency und des European Centre for Disease, die die deutschen Experten in den vergangenen Tagen unterstützt hätten, seien beeindruckt von der Arbeit, sagte Dalli in Berlin. Er hält trotz massiver Kritik am Krisenmanagement deutscher Behörden von EU-Ländern die Warnung vor dem Verzehr von Gurken für gerechtfertigt. Es habe gewisse Hinweise auf Bakterien auf E-Coli-Bakterien auf Gurken gegeben, wenn auch nicht der spezifische Stamm.

(dapd/rockefeller-news/ss)

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Written by Sebastian

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