19. Mai 2012

- Demonstarnten bei den Blockupy Aktionstagen im Bankenviertel in Frankfurt. (Foto: dapd)
Stunden bevor das Wahlergebnis offiziell verkündet wurde, rutschte es Maria Fekter versehentlich heraus: “Wir danken Ihnen sehr für die Periode, die heute enden wird.” Mit diesen Worten bedachte die österreichische Finanzministerin Thomas Mirow, den Präsidenten der Osteuropabank. Seine Demission hatten die Anteilseigner der Bank wohl schon vorab als Teil eines komplizierten Personalpakets ausgekungelt. Für ihn übernimmt nun ein Brite. Und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble tritt womöglich einen der mächtigsten Posten der Währungsunion an: Den Vorsitz der Eurogruppe.
Schon vorher hatte sich angedeutet, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Mann an der Spitze der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) “opfern” könnte – wenn denn im Gegenzug grünes Licht erteilt wird für den Machtzuwachs ihres Parteifreunds Schäuble. Es ist die Logik des europäischen Ämterproporz, der sich Mirow, ehemals Staatssekretär im SPD-geführten Finanzministerium von Peer Steinbrück, am Ende beugen musste. Seine wirtschaftspolitische Kompetenz ist unumstritten. Seine Geschäftsbilanz nach vier Jahren bei der EBRD makellos, das suggerieren zumindest die Zahlen. Read more »
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