“Es gibt eine enorme Anti-Merkel-Stimmung”

31. Mai 2012

Coole Aufschrift einer irischen Bank in Dublin. (Foto: dapd)
Coole Aufschrift einer irischen Bank in Dublin. (Foto: dapd)

 

Wenn die Iren am (heutigen) Donnerstag über den Fiskalpakt abstimmen, dann tun sie das mit einer großen Wut auf Angela Merkel im Bauch. “Es gibt eine enorme Anti-Merkel-Stimmung in der Bevölkerung”, sagt der irische EU-Abgeordnete Paul Murphy im Interview mit der Nachrichtenagentur dapd. “Die Menschen empfinden es als krasse Erpressung.” Der Sozialist sieht das Spardiktat als großen Fehler, der die Wirtschaft abtöte und Jobs vernichte. Der Dubliner hofft, bei einem Nein der Iren verliere der Pakt seine Legitimität und werde nicht in Kraft treten. Das Interview im Wortlaut:

dapd: Herr Murphy, Sie haben in ihrer Heimat für ein Nein zum Fiskalpakt gekämpft. Warum?

Paul Murphy: Der Sparvertrag würde Irland sechs Milliarden Euro kosten, in der EU insgesamt 200 Milliarden Euro. Er zerstört die Leben von Menschen, schafft Arbeitslosigkeit, schädigt die Wirtschaft. Außerdem wird den Menschen durch die Schuldenbremse das demokratische Recht genommen, eine andere Politik zu wählen. Read more »

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Deutsche Telekom Konzern will Marktführerschaft im Mobilfunk zurückerobern

25. Mai 2012

Telekom Illustration einer Wolke (Cloud) auf der Cebit. (Foto: dapd)
Telekom Illustration einer Wolke (Cloud) auf der Cebit. (Foto: dapd)

 

Die Deutsche Telekom will die verlorene Spitzenposition im deutschen Mobilfunk rasch vom Rivalen Vodafone zurückerobern. Telekom-Chef René Obermann sagte am Donnerstag auf der Hauptversammlung des größten deutschen Telekommunikationskonzerns in Köln: “Vodafone ist uns eine Nasenlänge voraus. Aber wir werden kämpfen, so lange, bis wir die Marktführerschaft wiederhaben.”

Der britische Mobilfunkkonzern hatte erst am Dienstag berichtet, er habe die Telekom-Mobilfunksparte in der Bundesrepublik sowohl bei der Kundenzahl als auch beim Umsatz überholt. Für die Telekom ist der Verlust der Marktführerschaft im deutschen Mobilfunkgeschäft allerdings nur eines von vielen Problemen, die die Aktionärsversammlung überschatteten. Read more »

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“Made in Germany zwei” zeigt nicht nur deutsche Kunst

14. Mai 2012

Museumsdirektor Krempel kann sich auch eine dritte Schau in Hannover vorstellen. (Foto: dapd)
Museumsdirektor Krempel kann sich auch eine dritte Schau in Hannover vorstellen. (Foto: dapd)

 

Die Ausstellung “Made in Germany zwei” öffnet am Donnerstag (17. Mai) in Hannover ihre Pforten. Mit dem Direktor des Sprengel Museums in Hannover, Ulrich Krempel, sprach dapd-Korrespondent Alexander Kohlmann über den Kunststandort Deutschland und die Bedeutung des Labels “Made in Germany”.

dapd: Herr Krempel, “Made in Germany” ist eigentlich ein Label aus der deutschen Industrie, um Waren zu kennzeichnen. Was bedeutet es in der Kunst? Read more »

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Metaller laufen sich warm für heißen Arbeitskampf

01. Mai 2012

DGB-Chef Sommer fordert deutliches Lohnplus. (Foto: J.Sarbach/dapd)
DGB-Chef Sommer fordert deutliches Lohnplus. (Foto: J.Sarbach/dapd)

 

Im Tarifkonflikt der Metallindustrie hat sich die Gewerkschaft zum Wochenbeginn mit Warnstreiks auf einen härteren Arbeitskampf eingestimmt. Vor der geplanten Verschärfung der Ausstände später in der Woche habe es am Montag vereinzelte Arbeitsniederlegungen gegeben, sagte ein Sprecher der IG Metall in Frankfurt am Main. Erst von Mittwoch an ruft die IG Metall zu einer massiveren Warnstreikwelle auf. “Dann geht es wuchtiger los”, erklärte der Sprecher.

Betroffen von Warnstreiks waren am Montag Betriebe unter anderem in Baden-Württemberg, Mittelhessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen. So machten nach Angaben der IG Metall etwa 250 Beschäftigte bei Mercedes Benz in Rastatt und 250 Beschäftigte beim Erntemaschinenhersteller Claas in Bad Saulgau früher Feierabend. Read more »

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NRW erhöht Druck auf Rockerbanden

27. April 2012

Polizisten tragen ein Logo der Rockergruppe "Bandidos" aus dem Vereinsheim. (Foto: R.Pfeil/dapd)
Polizisten tragen ein Logo der Rockergruppe “Bandidos” aus dem Vereinsheim. (Foto: R.Pfeil/dapd)

 

Zum zweiten Mal in der Geschichte hat Nordrhein-Westfalen einen Rockerclub verboten. Innenminister Ralf Jäger löste am Donnerstag den Verein “MC Bandidos Chapter Aachen” und fünf seiner Untergruppen in der Region auf. “Wir wissen, dass die Bandidos im Aachener Raum ihre kriminelle Vormachtstellung ausweiten wollten”, sagte der SPD-Politiker in Düsseldorf zur Begründung.

Mehr als 600 Polizeibeamte durchsuchten knapp 40 Wohnungen und Vereinsgelände der Rocker in NRW und Rheinland-Pfalz, wie es weiter hieß. An dem Einsatz, der am frühen Morgen begann, waren auch Spezialeinheiten der Polizei beteiligt, weil mehrere der 36 betroffenen Rocker als gefährlich eingestuft wurden. Mehrere Mitglieder werden verdächtigt, an gefährlichen Körperverletzungen, Drogenhandel und Schutzgelderpressung beteiligt gewesen zu sein. Read more »

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Sonderausstellung zum 300. Geburtstag von Friedrich II. im Neuen Palais eröffnet

27. April 2012

 

Der "Nackte Voltaire" in Friedrichs Schloss. (Foto: K.Gabbert/dapd)
Der “Nackte Voltaire” in Friedrichs Schloss. (Foto: K.Gabbert/dapd)

 

Jahrelang wurde die Ausstellung zum 300. Geburtstag von Friedrich dem Großen im Potsdamer Neuen Palais vorbereitet. Es wurden Archive durchstöbert, Möbel restauriert, Gemälde von Schmutz befreit und ganze Räume orginalgetreu wieder hergestellt. Am Donnerstag wurde die Schau feierlich eröffnet. Ab Samstag (28. April) ist sie auch für Besucher zugänglich.

Auf 6.000 Quadratmetern und mit zwölf Themenbereichen nähert sich die Ausstellung dem umstrittenen Preußen-König Friedrich. Ein 1,5 Kilometer langer Pfad zum Schutz der wertvollen Böden führt durch 72 Räume, einen vorgegeben Rundgang gibt es nicht. Der Besucher solle Friedrich selbst “auf die Schliche kommen”, erklärte der Historiker und wissenschaftliche Leiter der Schau, Jürgen Luh. Um die Orientierung zu erleichtern, gibt es ein ausführliches Begleitheft mit kurzen Beschreibungen zu den nummerierten Exponaten. Read more »

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Kauder provoziert neue Islam-Debatte

20. April 2012

Ein Demonstrant zeigt am Donnerstag seine Meinung auf Plakaten. (Foto:  M.Gottschalk/dapd)
Ein Demonstrant zeigt am Donnerstag seine Meinung auf Plakaten. (Foto: M.Gottschalk/dapd)

 

Unionsfraktionschef Volker Kauder hat mit Äußerungen zum Islam lautstarken Protest auf sich gezogen. Der CDU-Politiker hatte gesagt: “Der Islam ist nicht Teil unserer Tradition und Identität in Deutschland und gehört somit nicht zu Deutschland.” Die Türkische Gemeinde nannte die Äußerung “Schwachsinn”, die Opposition bezeichnete Kauder als “letzten Kreuzritter der Union” – Kritik kam auch aus den eigenen Reihen.

Kauder äußerte sich kurz vor der Sitzung der Deutschen Islamkonferenz, einem Gesprächsforum zwischen dem Staat und den in Deutschland lebenden Muslimen. Der CDU-Politiker widersprach mit seiner Äußerung in der “Passauer Neuen Presse” dem früheren Bundespräsidenten Christian Wulff, der den Islam als Teil Deutschlands bezeichnet hatte. Kauder betonte gleichwohl: “Muslime gehören aber sehr wohl zu Deutschland. Sie genießen selbstverständlich als Staatsbürger die vollen Rechte, ganz klar”.

“Keine Einladung zur Integration”

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, sagte über Kauders Äußerung: “Jeder darf Schwachsinn erzählen in diesem Land. In der Demokratie ist das möglich.” Kauder müsse wohl noch vieles nachlesen, was die Bundespräsidenten Wulff und Joachim Gauck zum Islam in Deutschland gesagt hätten.

Der Islamrats-Vorsitzende Ali Kizilkaya nannte die Äußerungen “sehr bedauerlich”. “Wer den Islam nicht als Teil Deutschlands sieht, der grenzt ihn aus”, sagte er der Nachrichtenagentur dapd. Die Haltung von Kauder sei “keine Einladung zur Integration”.

Widerspruch auch aus dem eigenen Lager

Widerspruch kam auch von der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU). “Wir sind in dieser Frage mittlerweile schon viel weiter”, sagte Böhmer der “Rhein-Zeitung” (Freitagausgabe). Sie fügte hinzu: “Wenn wir noch in 20 Jahren darüber reden, ob der Islam zu Deutschland gehört, dann hat das doch mit der Wirklichkeit nichts mehr zu tun.” In Deutschland lebten vier Millionen Muslime.

Auch der stellvertretende CDU-Vorsitzende und hessische Ministerpräsident, Volker Bouffier, sieht den Islam als einen Teil Deutschlands an. Natürlich sei er “kein Teil unserer Geschichte und Tradition”. Im Unterschied zu dem Unionsfraktionschef fügte Bouffier jedoch hinzu: “Aber er gehört zu uns und unserer Zukunft.” Der Islam sei “ein Stück Realität”, das dürfe man weder ignorieren noch überhöhen, sagte der CDU-Politiker während seines Türkei-Besuchs der Nachrichtenagentur dapd.

Opposition wirft Kauder “Kulturkampf” vor

SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann bezeichnete Kauder als “letzten Kreuzritter der Union”. Der CDU-Politiker sorge damit für eine “Abwertung und Ausgrenzung aller Muslime in Deutschland” und lege überdies einen Sprengsatz in die Islamkonferenz.

Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir bezeichnete es als “absurd”, zu behaupten, Muslime gehörten zu Deutschland, der Islam aber nicht. “Volker Kauder macht einen auf Kulturkampf, um dem gebeutelten konservativen Teil der Union zu signalisieren: Wir haben euch nicht vergessen.” Er fügte hinzu: “Vermutlich denkt Herr Kauder auch, die Frauenbewegung gehöre nicht zu Deutschland, Frauen aber schon.”

Rückendeckung aus Bayern

Der bayerische Staatskanzleichef Thomas Kreuzer (CSU) verteidigt Kauder dagegen. An Kauders Äußerung sei jedes Wort richtig, sagte Kreuzer. Zur Kritik aus der Türkischen Gemeinde sagte er: “Die entgleisenden Äußerungen Kenan Kolats sind erkennbarer Ausdruck der Distanz des Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde in Deutschland zur christlich-abendländisch geprägten Werteordnung in der Bundesrepublik.”

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hielt sich zurück mit Kommentaren zu Kauders Äußerungen. Auf Nachfrage sagte er, die Islamkonferenz wolle sich nicht mit tagesaktuellen Themen befassen, sondern auf das Wesentliche konzentrieren. Im März 2011 hatte der CSU-Politiker nach seinem Amtsantritt und kurz vor dem Treffen der Islamkonferenz erklärt, der Islam gehöre historisch nicht zu Deutschland.

(rockefeller-news/dapd)

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Der Fingerabdruck des Goldes – Prähistorischer Goldschatz von Gessel könnte aus Zentralasien stammen

19. April 2012

Die DNA des Goldes, aus dem prähistorischen Goldschatz wird festegestellt. (Foto: dapd)
Die DNA des Goldes, aus dem prähistorischen Goldschatz wird festegestellt. (Foto: dapd)

 

Über den goldenen Armreif ziehen sich dünne Rillen. Es sind die Abdrücke von Holz- oder Geweihlöchern, durch die vor mehreren tausend Jahren erhitztes Gold gezogen wurde. Auf diese Weise sei einst aus einem Goldklumpen ein gleichmäßiger Draht erzeugt worden, sagt Henning Haßmann vom niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege in Hannover. Für den Archäologen stellt die technische Herstellung des Armreifs, der zu einem der größten Goldschatz-Funde aus der Bronzezeit in Norddeutschland gehört, eine echte Überraschung dar.

Vor etwa 3.400 Jahren, als der Reif gefertigt wurde, sei Gold in Europa eigentlich gehämmert worden, sagt Haßmann. Noch mehr verblüffe ihn aber, dass es sich wohl gar nicht um europäisches Gold handele. Vielmehr stammt es vermutlich aus dem zentralasiatischen Kasachstan, Afghanistan oder Tadschikistan, wie chemische Analysen ergaben.
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Trotz Rückgang des Konsums keine Entwarnung

13. April 2012

Vorstellung des "Jahrbuches Sucht 2012". (Foto: M.Gottschalk/dapd)
Vorstellung des “Jahrbuches Sucht 2012″. (Foto: M.Gottschalk/dapd)

 

Der Konsum von Suchtmitteln ist in den vergangenen Jahren in Deutschland nahezu konstant geblieben. Der Pro-Kopf-Verbrauch reinen Alkohols sank im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr um ein Prozent von 9,7 auf 9,6 Liter, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten “Jahrbuch Sucht 2012″ der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) hervorgeht. Auch der Tabakkonsum sei weiter zurückgegangen, sagte die Referentin für Grundsatzfragen der DHS, Gabriele Bartsch.

Diese beiden legalen Drogen seien nach wie vor das größte Problem. Vor allem die Gefahr des Alkoholkonsums werde weiterhin “völlig unterschätzt”. Bei den Alkoholvergiftungen sei im Jahr 2010 zwar ein leichter Rückgang verzeichnet worden, innerhalb von elf Jahren habe sich die Fallzahl aber nahezu verdreifacht.
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