20. August 2011
1994 wurde drei Teenager in Arkansas für den Mord an drei Kindern verantwortlich gemacht. Sie wurden verurteilt und sitzen seitdem im Gefängnis. Bis heute gibt es jedoch keinen Beweis, dass die Jugendlichen die Tat begangen haben. Daher setzten sich sich sogar Prominente wie Johnny Depp und die Band Metallica für ihre Freilassung ein. Am Freitag passierte dann das, wofür viele Jahre gekämpft wurde.
Der Fall wurde bereits verfilmt, alle Szenen sind im Kasten. Doch nun muss das Ende umgeschrieben werden. Die Filmemacher Joe Berlinger und Bruce Sinofsky müssen ihre Dokumentation abändern. Denn Damien Echols, Jason Baldwin und Jessie Misskelley Jr., oder kurz die “West Memphis Three”, sind frei.

Auch Johnny Depp setzte sich jahrelang für die Freilassung der West Memphis Three ein. (Foto: ddp)
Wofür sich Johnny Depp, Pearl Jam, Metallica und die Dixie Chicks, aber auch Regisseur Peter Jackson und die Musiker Marylin Manson, Kid Rock und Henry Rollins jahrelang eingesetzt haben, ist nun eingetreten.
Genau 18 Jahre saßen die drei Männer im Gefängnis und über den gesamten Zeitraum beteuerten sie immer wieder ihre Unschuld. Es gibt bis heute keinerlei Beweise, die die Schuld der Jugendlichen belegen. Trotzdem wurden sie für den Mord an drei 8-jährigen Kindern schuldig gesprochen. Da der Mord als besonders bestialisch galt wurde Echols zum Tode verurteilt. Miskelley und Baldwin zu lebenslanger Haft.
Die neue Anhörung, die am Freitag statt fand, konnten die “West Memphis Three” nun als freie Männer verlassen. Sie machten einen Deal mit der Staatsanwaltschaft, der als “Alford plea” bekannt ist. Die Inhaftierten erkannten an, dass die Staatsanwaltschaft ausreichend Beweismaterial für eine Verurteilung gesammelt hat, behaupten aber weiterhin, dass sie Unschuldig sind. Nun sind sie auf freiem Fuß.
DNA-Spuren, die am Tatort gefunden wurden führten allerdings zum Stiefvater eines Jungen.
Die Bitte, die einst Plakate zierte “Free the West Memphis Three” hat endlich Gehör gefunden. Eddie Vedder, Frontmann von Pearl Jam, war extra für die Anhörung nach Jonesboro gekommen und hat die Freilassung miterlebt.
(rockefeller-news/ks)
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