Die Stasi als Lebensthema

08. April 2012

Jahn will Täter an Aufarbeitung der Stasi-Verbrechen beteiligen. (Foto: K.Gabbert/dapd)
Jahn will Täter an Aufarbeitung der Stasi-Verbrechen beteiligen. (Foto: K.Gabbert/dapd)

 

Die Stasi ist sein Lebensthema. Roland Jahn wurde von ihr verfolgt, begehrte gegen sie auf, und ist jetzt praktisch ihr Nachlassverwalter. Seit einem Jahr ist er Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. Bekannt ist vor allem seine harte Gangart mit ehemaligen Stasi-Mitarbeitern in seiner Behörde. Doch bei der Aufarbeitung der Verbrechen des DDR-Geheimdienstes will Jahn auch auf Aussöhnung setzen und fordert: “Die Täter müssen eine Chance haben, sich an der Aufarbeitung zu beteiligen.”

Er sehe seine Behörde als Dienstleister für die gesamte Gesellschaft, betont Jahn. Deshalb wendet sich ihre Arbeit auch nicht nur an Betroffene. Ein besonderes Anliegen sei ihm etwa, auch die junge Generation, die keine eigenen Erinnerungen an die DDR hat, an das Thema heranzuführen. Es gehe dabei schließlich nicht nur um das Thema Stasi. “Es geht um grundsätzliche Fragen der Menschen: Angst, Verrat, Anpassung, Widerspruch.”
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Merkel sorgt für Irritationen bei Afghanistan-Abzug

13. März 2012

Der Wille zum Abzug bis 2014 ist da. (Foto: dapd)
Der Wille zum Abzug bis 2014 ist da. (Foto: dapd)

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit ihren Äußerungen zum Afghanistan-Abzug für heftige Irritationen in Deutschland gesorgt. Die Opposition sprach von einem unverantwortlichen Handeln. Der Bundeswehrverband lobte dagegen die abzugskritischen Worte. Die Kanzlerin hatte am Montag bei einem Blitzbesuch im Feldlager Masar-i-Scharif gesagt, die gegenwärtige Lage berge große Risiken für den geplanten Abzug aller NATO-Kampftruppen bis Ende 2014. Das war als mögliche Abkehr vom bisherigen Zeitplan gesehen worden.

Der Versöhnungsprozess mit Aufständischen wie den Taliban habe zwar Fortschritte gemacht, sei aber noch nicht soweit, dass man sagen könne, “wir können heute hier abziehen”, sagte Merkel beim Truppenbesuch. “Und deshalb kann ich auch noch nicht sagen, schaffen wir das bis 2013/2014″. Später fügte sie hinzu, die Bundesregierung halte ungeachtet aller Schwierigkeiten am geplanten Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan bis Ende 2014 fest: “Wir sind jetzt schon in der Phase der Übergabe in Verantwortung.”

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