Binnen sechs Wochen geht zweites “Solar-Valley”-Unternehmen zum Amtsgericht

15. Mai 2012

Solarmodul Hersteller Sovello stellt Insolvenzantrag. (Foto: dapd)
Solarmodul Hersteller Sovello stellt Insolvenzantrag. (Foto: dapd)

 

Innerhalb von sechs Wochen hat das zweite Unternehmen aus dem “Solar Valley” Sachsen-Anhalts Insolvenz anmelden müssen. Nach dem einstigen Vorzeigeunternehmen der Branche Q-Cells ging am Montag der Solarmodul-Hersteller Sovello aus Thalheim (Bitterfeld-Wolfen) zum Amtsgericht Dessau-Roßlau und stellte dort einen Insolvenzantrag über das Vermögen des 2005 als EverQ GmbH gegründeten Unternehmens, einem Joint-Venture der deutschen Q-Cells SE und der Evergreen Solar Inc. aus Marlboro in den USA.

Die Geschäftsführung habe wegen Zahlungsunfähigkeit den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt, sagte ein Firmensprecher. Vom Insolvenzgericht sei Rechtsanwalt Bernd Depping von dnp Depping in Abstimmung mit dem vorläufigen Gläubigerausschuss zum vorläufigen Sachwalter bestellt worden. Read more »

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Angeklagter im Fall von getötetem US-Teenager kommt auf Kaution frei

21. April 2012

Beschuldigter äußert Bedauern über Tod von Trayvon Martin. (Foto: C.OMeara/dapd)
Beschuldigter äußert Bedauern über Tod von Trayvon Martin. (Foto: C.OMeara/dapd)

 

Ein Richter in Florida hat die Kaution für den Angeklagten im Fall des erschossenen US-Teenagers Trayvon Martin auf 150.000 Dollar (114.000 Euro) angesetzt. Der Anwalt des Schützen George Z. sagte nach einer Anhörung vor Gericht in Florida am Freitag, sein Mandant könne in wenigen Tagen auf freien Fuß gesetzt werden. Es müssten noch Einzelheiten seiner Unterbringung außerhalb Floridas bis zu Verfahrensbeginn getroffen werden.

Z. sagte bei der Gerichtsanhörung am Freitag, er habe nicht gewusst, dass Martin unbewaffnet gewesen sei, als er ihn erschossen habe. In einem anthrazitfarbenen Anzug mit grauem Schlips gekleidet und in Fesseln erschien er vor Gericht. Er schien zudem eine Schutzweste zu tragen.
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Eppendorfer Unfallfahrer rauchte Cannabis und nahm Anti-Epileptika

17. April 2012

Toxikologisches Gutachten weißt auf regelmäßigen Drogenkonsum hin. (Foto: dapd)
Toxikologisches Gutachten weißt auf regelmäßigen Drogenkonsum hin. (Foto: dapd)

 

Der vor Gericht stehende Verursacher eines tödlichen Verkehrsunfalls in Hamburg-Eppendorf hat neben Anti-Epileptika regelmäßig Cannabis konsumiert. Eine Ende März 2011 entnommene Haarprobe lasse auf einen wöchentlichen bis täglichen Drogenkonsum vor dem Unfall schließen, sagte eine toxikologische Sachverständige am Montag vor dem Hamburger Landgericht. Zudem zeige eine Blutprobe eine therapeutische Dosis Anti-Epileptika auf. Beide Substanzen könnten die Fahrtüchtigkeit deutlich beeinträchtigen, sagte die Toxikologin.

Der 39-Jährige hatte nach dem Unfall am 12. März 2011, bei dem vier Menschen ums Leben gekommen waren, zu Protokoll gegeben, in der Nacht zuvor einen Joint geraucht zu haben. Das allein komme als Unfallursache jedoch nicht infrage, sagte die Toxikologin. Es sei jedoch möglich, dass die Fahrtüchtigkeit bei paralleler Einnahme von Medikament und Droge verstärkt beeinträchtigt werde. Bei dem Unfall waren der Schauspieler Dietmar Mues, seine Frau Sibylle, der Sozialwissenschaftler Günter Amendt und die Künstlerin Angela Kurrer gestorben.
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Verfassungsgerichtshof weist Klage gegen Sperrklausel als nicht zulässig zurück

23. März 2012

Saarländisches Verfassungsgericht bestätigt Fünf-Prozent-Hürde. (Foto: T.Wieck/dapd)
Saarländisches Verfassungsgericht bestätigt Fünf-Prozent-Hürde. (Foto: T.Wieck/dapd)

Die Fünf-Prozent-Sperrklausel gilt auch bei Landtagswahl am Sonntag (25. März). Drei Tage vor der Wahl hat der Verfassungsgerichtshof des Saarlandes eine Klage der Partei “Initiative Direkte Demokratie” gegen die Anwendung der Sperrklausel bei der bevorstehenden Landtagswahl zurückgewiesen. “Die gestellten Anträge sind nicht zulässig”, begründete der Präsident des Gerichts, Roland Rixecker, am die Entscheidung Donnerstag in Saarbrücken.

Hintergrund der Klage war eine Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs vom vergangenen September zur Landtagswahl 2009. Darin hatten die Richter den Landtag aufgefordert, die Fünf-Prozent-Klausel zu überprüfen, weil sie einen schwerwiegenden Eingriff in die Chancengleichheit darstelle. Allerdings wurde dabei keine Frist gesetzt.

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Baldige Anklageerhebung gegen Amokschützen erwartet

19. März 2012

Zugführer überrascht von den Vorwürfen. (Foto: M.Sadeq/dapd)
Zugführer überrascht von den Vorwürfen. (Foto: M.Sadeq/dapd)

 

Gegen den US-Soldaten, der in Afghanistan 16 Menschen erschossen haben soll, wird nach Angaben aus Kreisen des US-Militärs vermutlich noch in dieser Woche Anklage erhoben. Der Prozess werde dann in den USA stattfinden, sagte am Sonntag ein Rechtsexperte des US-Militärs in Afghanistan der Nachrichtenagentur AP. Der Verdächtige, der 38-jährige Unteroffizier Robert Bales, sitzt derzeit in einem Militärgefängnis in Fort Leavenworth im Staat Kansas in Haft. Bales ist ein zweifacher Familienvater aus dem US-Staat Washington, den Nachbarn als freundlich beschrieben.

Hinweise darauf, dass es noch einen zweiten Tatbeteiligten gebe, wie dies von Afghanen vermutet wurde, gebe es nicht, sagte der Gewährsmann. Bales wird verdächtigt, in der Provinz Kandahar in die Häuser von Afghanen eingedrungen zu sein und neun Kinder, vier Männer und drei Frauen erschossen zu haben. Fünf Menschen, darunter drei Kinder unter zehn Jahren, wurden verwundet.

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Fraport sieht Planfeststellung zum Flughafenausbau nicht in Gefahr

14. März 2012

 Bundesverwaltungsgericht verhandelt über Frankfurter Flughafenausbau. (Foto: dapd)
Bundesverwaltungsgericht verhandelt über Frankfurter Flughafenausbau. (Foto: Mario Vedder/dapd)

 

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport erwartet von der Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eine Bestätigung für den Ausbau von Deutschlands größtem Flughafen. “Wir gehen fest davon aus, dass der Ausbau Bestand haben wird” und Leipzig die Planfeststellung bestätigen werde, sagte der Fraport-Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte am Dienstagabend im HR-Fernsehen. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) erhofft sich Rechtssicherheit.

Ziel der Mediation sei der Ausbau des Flughafens und zwischen 23 und 5 Uhr keine geplanten Flüge gewesen, sagte Bouffier. Dafür erhoffe er sich von Leipzig rechtliche Handhabe. Der Ministerpräsident verteidigte den Ausbau und die Standortentscheidung für die neue Landebahn Nordwest. Er warb für einen Ausgleich der verschiedenen Interessen: Es gebe die Verpflichtung, alles zu tun, damit es leiser werde, aber trotzdem müsse der Flughafen eine Zukunft haben.

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BP trifft milliardenschweren Vergleich mit Klägergruppe

04. März 2012

Schadenersatzzahlungen Gegenstand von Prozess. (Foto: dapd)
Schadenersatzzahlungen Gegenstand von Prozess. (Foto: dapd)

 

Knapp zwei Jahre nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat sich BP mit der größten Gruppe von Klägern geeinigt. Eine finanzielle Obergrenze für die Entschädigungszahlungen wurde nicht festgelegt. BP erklärte aber am Freitagabend, auf das Unternehmen kämen Kosten von schätzungsweise 7,8 Milliarden Dollar (knapp 6 Milliarden Euro) zu. Es wäre damit eine der höchsten jemals im Rahmen einer Sammelklage erzielten außergerichtlichen Einigungen.

Das Geld werde vermutlich aus einem mit 20 Milliarden Dollar ausgestatteten Entschädigungsfonds genommen, erklärte BP. Der Ölkonzern einigte sich mit mehr als 100.000 Fischern, die durch die Katastrophe ihre Arbeit verloren hatten, und anderen Betroffenen. Der Vergleich soll dem Gericht zur Billigung vorgelegt werden.

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Arid U. muss mit Höchststrafe rechnen

10. Februar 2012

Vor Gericht nach tödlichen Schüssen auf US-Soldaten. (Foto: dapd)

Vor Gericht nach tödlichen Schüssen auf US-Soldaten. (Foto: dapd)

 

Gut elf Monate nach den tödlichen Schüssen auf US-Soldaten am Frankfurter Flughafen wird heute (10. Februar, 14.00 Uhr) das Urteil gegen den Attentäter Arid U. verkündet. Er muss mit der Höchststrafe rechnen. Sowohl Anklage als auch Verteidigung plädierten für eine lebenslange Haftstrafe. Die Bundesanwaltschaft beantragte zudem die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Dies würde eine vorzeitige Freilassung nach 15 Jahren Haft ausschließen.

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Kein Galaxy Tab 10.1 in Deutschland

31. Januar 2012

Galaxy Tab

Das Galaxy Tab und das iPad sind sich einfach zu ähnlich. (Foto: dapd)

Immer noch ist es beschlossene Sache. Das Galaxy Tab 10.1 und auch das Galaxy Tab 8.9 von Samsung dürfen in Deutschland nicht verkauft werden. Das entschied am Dienstag das Oberlandesgericht Düsseldorf.

Der Grund ist, dass Samsung mit ihrem Tablet PC das Gesetzt gebrochen haben. Genauer gesagt lautet die Erklärung, dass die asiatischen Elektronikhersteller gegen den unlauteren Wettbewerb verstoßen haben.

Das Problem ist, dass das Galaxy Tab sehr stark an das iPad angelehnt ist. Zu stark, wie die Richter finden. Der Vorsitzende Richter Wilhelm Berneke, dass Samsung das Ansehen und den Kultstatus des iPad ausnutze und sich zu eigen machen wolle. Die sei unlauterer Wettbewerb.

Apple selbst möchte durchsetzen, dass das Verkaufsverbot auf ganz Europa ausgeweitet wird. Dies lehnten die Richter jedoch ab.

Der Streit zwischen Apple und Samsung tobt schon seit einigen Monaten. Bereits im letzten Jahr hatte Apple erwirkt, dass Samsung das Vorgängergerät nicht auf den Markt bringen durfte. Samsung selbst wollte nun das Nachfolgegerät präsentieren und auch auf dem europäischen Markt einführen.

Diese Einführung wurde jetzt aber verhindert. Auch das Galaxy Tab 10.1 wird es vorerst in Deutschland nicht geben.

(rockefeller-news/dapd)

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