31. Oktober 2011
Es ist ein Sieg mit gemischten Gefühlen. Sebastian Vettel ließ beim Premierenrennen in Indien alle anderen Fahrer weit hinter sich und dominierte von Anfang an. Doch trotzdem scheint es, als könne er sich über diesen Sieg nicht ausgelassen freuen.
Es hängt ein dunkler Schatten über dem Rennen am Sonntag, denn jeder ist noch geschockt vom Tod zweier Rennfahrer. Sowohl der zweimalige Indy-500-Champion Dan Wheldon, als auch der frühere Motorrad-Weltmeister Marco Simoncelli kamen in den letzten zwei Wochen bei ihren Rennen ums Leben.
Viele Formel 1-Fahrer gedachten der Toten, indem sie die Nummern von Wheldon und vor allem Simoncelli auf dem Helm trugen. Auch Sebastian Vettel sagte: “Ich habe heute sehr gemischte Gefühle”, und weiter “Unsere Gedanken sind bei den beiden, die in den vergangenen beiden Wochen ihr Leben gelassen haben. Wir haben zwei ganz Große des Sports auf ganz tragische Weise verloren. Das waren ganz, ganz schwere Wochen.”

Auch in Indien kann Sebastian Vettel einen Sieg verzeichnen, auch wenn die Freude darüber verhalten ausfällt. (Foto: dapd)
Sebastian Vettel hat Simoncellis Tod live am Fernseher miterlebt. Vor dem Rennen am Sonntag wirkte er nachdenklich und in sich gekehrt. Der sonst so fröhliche Vettel gab zu: “Das war ganz tragisch. Wir sollten nicht vergessen, wie schnell sich die Dinge ändern. Wir sind bereit das Risiko einzugehen, wenn wird ins Auto steigen. Aber wir beten natürlich alle, das nichts passiert.”
Trotzdem sagte der 24-Jährige, dass er stolz sei, der erste Sieger in Indien zu sein. Der Schluck aus dem Pokal fällt jedoch verhalten aus. Auch das Feiern nach dem Sieg fällt schwer. Der Champagner spritzt nur wenig.
Das Rennen selbst hätte für Sebastian Vettel nicht besser laufen können. Er schaffte einen Hattrick. Vettel startete nicht nur aus der Pole Position, sondern fuhr den anderen Fahrern während des gesamten Rennens davon. Ganz am Schluss gelang es ihm noch, die schnellste Rennrunde einzufahren.
Ein gutes Rennen auch für Michael Schumacher, der vor seinem Teamkollegen Nico Rosberg, den fünften Platz einfuhr. Ein gutes Rennen für die Silberpfeile.
Zweiter wurde Jenson Button in seinem McLaren, vor Fernando Alonso im Ferrari. Marc Webber blieb nur der undankbare vierte Platz, nachdem er von Position zwei aus gestartet war.
(rockefeller-news/ks)
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