Kieler Wissenschaftler erwarten geringeren Schaden als bei Ölplattform-Havarie im Golf von Mexiko

30. März 2012

Förderplattform "Elgin Wellhead" des Energiekonzerns Total aufgenommen von Greenpeace. (Foto: Greenpeace/dapd)
Förderplattform “Elgin Wellhead” des Energiekonzerns Total aufgenommen von Greenpeace. (Foto: Greenpeace/dapd)

 

Die Folgen des Unfalls auf der Gasförderplattform Elgin östlich von Schottland werden nach Ansicht von Kieler Meeresforschern in keiner Öko-Katastrophe münden. So jedenfalls sieht die Einschätzung der beiden Wissenschaftler Peter Linke und Warner Brückmann vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung (Geomar) aus. Damit widersprechen sie dem Meeresschutzexperten Stephan Lutter vom WWF Deutschland.

Dieser hatte als Reaktion auf das seit dem 24. März ausströmende Gas zuletzt von einer drohenden Schädigung des Ökosystems in der Nordsee gesprochen. Weder der Biologe Linke, noch der Geologe Brückmann sehen momentan eine Gefahr für die deutschen Küstengewässer. Beide sagten am Donnerstag in Kiel, dass sich das Wasser strömungsbedingt von der Unfallstelle eher in Richtung Dänemark und Norwegen bewegen würde.

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Greenpeace-Chef warnt vor Klimawandel

05. Februar 2012

Kumi Naidoo sprach auch auf der Sicherheitskonferenz. (Foto: dapd)

Kumi Naidoo sprach auch auf der Sicherheitskonferenz. (Foto: dapd)

 

Greenpeace-Chef Kumi Naidoo hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz eindringlich vor einem “dramatischen Klimawandel” gewarnt und zu gemeinsamen Gegenmaßnahmen aufgerufen. “Wir müssen gemeinsam arbeiten an der Zukunft all unserer Kinder und Enkelkinder”, sagte Naidoo am Freitagabend in München. EU-Energiekommissar Günther Oettinger wies angesichts des weltweit steigenden Energiebedarfs auf die Gefahr zunehmender Kämpfe um die natürlichen Ressourcen hin.

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126 Stunde Krieg und Frieden: Der Castor ist angekommen

29. November 2011

Gorleben Castor

Die Castor-Behälter erreichen am Montagabend das Zwischenlager in Gorleben. (Foto: dapd)

Es war ein anstrengender Castor-Transport. Vielleicht der anstrengendste, den es bisher gab. Das ist nicht nur die Ansicht des niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann, sondern auch die der 19.000 eingesetzten Polizisten.

“Für die Polizei war es ohne Frage der härteste Einsatz, seit die Castor-Transporte stattfinden mussten”, gab Schünemann am späten Montagabend in Dannenberg zu.

Sowohl für Einsatzkräfte als auch für Atom-Gegner geht ein langer und harter Kampf zuende. Die Polizei traf während ihres Einsatzes zwar auf 8.000 friedlichen Demonstranten, trotzdem bekamen sie auch “über 450 autonome Chaoten aus dem ganzen Bundesgebiet” die ihnen die Stunden des Einsatzes wie eine Eiwigkeit vorkommen ließen. Für die Autonomen selbst war jegliche Verzögerung des Transportes schon ein kleiner Erfolg. Für die Beamten hieß diese Verzögerung, länger arbeiten und vor allem mehr Stress.

Was das für den Steuerzahler selbst bedeutet sei an dieser Stelle aussen vorgelassen.

Schünemann verurteilte das Vorgehen der Demonstranten aufs Äußerste. Der Innenminister bestätigte: “Das haben wir in der Form nicht erwartet.” Dadurch, dass die Demonstranten selbst äußert brutal vorgingen sei das Verhalten der Polizei “völlig angemessen gewesen”. Es kamen Wasserwerfer, Schlagstöcke und Pfefferspray zum Einsatz.

Der CDU-Politiker ist jedoch “froh” darüber, dass es überwiegend friedliche Proteste “mit kreativen Aktionen” gewesen waren. Trotzdem kam er nicht umhin, den Tatsachen ins Auge zu blicken, dass der Castor-Transport selbst die 33 Millionen Euro Marke des letzten Transportes übersteigen wird.

Insgesamt sind bei den Einsätzen rund hundert Beamte verletzt worden. Bei 15 bis 20 Beamten hat der Einsatz sogar zur Dienstunfähigkeit geführt.

Währenddessen kündigten die Castor-Gegner weitere Proteste an.

“Der Castor-Transport ist am Ende, wir noch lange nicht”, sagte Wolfgang Ehmke von der Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Auch Jochen Stay von “.ausgestrahlt” betonte, dass dies erst der Anfang sei und die Proteste noch lange nicht abgeschlossen sind.

(rockefeller-news/dapd)

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Bilder rund um den Castor Transport

28. November 2011

Es war wohl einer der längsten Castor-Transporte überhaupt. Immer wieder musste die Polizei einschreiten, um Schotterer zu vertreiben, oder Greenpeace-Aktivisten von den Gleisen zu trennen.

(rockefeller-news/ks)

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Castor Strecke macht Polizei viel Arbeit

27. November 2011

Castor

Greenpeace Aktivesten ketteten sich an den Gleisen an. (Foto: dapd)

Es war eine lange Nacht für die Polizei, die rund um den radioaktiven Castortransport im Wendland beschäftigt ist. Nicht nur, dass sie Schotterer verscheuchen muss, die immer wieder versuchen, das Gleisbett zu zerstören. Nun musste die Polizei in der Nacht auf Sonntag sogar selbst die Gleise zerstören.

Sieben Greenpeace Aktivisten hatten sich sich an die Gleisen gekettet, um den Castortransport zu stoppen. Um die Aktivisten los zu bekommen, musste die Polizei selbst den Schienenstrang zerstören.

In Wendisch Evern bei Lüneburg sollte der Castor Transport gestoppt werden. Zumindest nach Meinung der Greenpeace Aktivisten, die ihre eigenen Arme in ein Rohr steckten und dieses zwischen Schotter und Schienenstrang an die Gleise fesselten.

Ziel der Aktivisten war es, gegen die “unverantwortliche Atompolitik der Bundesregierung” anzukämpfen, wie Greenpeace-Sprecher Tobias Riedl sagte.

Trotzdem wurde seitens der Organisation für das Wohl der sieben Angeketteten gesorgt. Die Aktivisten kümmerten sich um die sieben, in nicht gerade bequemer Lage auf den Gleisen angebrachten Kameraden und versorgten sie mit Nahrung und Wasser. Auch viele Vertreter der Medien waren anwesend, die das Gelände rund herum hell ausleuchteten, sodass man deutlich die Schilder “Ausstieg aus Gorleben. Castor Stopp” lesen konnte, die von den Greenpeace-Mitgliedern in die Höhe gestreckt wurden.

Spezialisten der Polizei versuchten unterdessen herauszufinden, wie die Ankettvorrichtung funktioniert, um die Aktivisten zu befreien. Greenpeace selbst verrät nicht, wie das System funktioniert.

Der Plan, die Rohre einfach abzuflexen scheiterte am Verletzungsrisiko. Der Gundsatz der Polizei lautet “die Sicherheit der Angeketteten geht vor Schnelligkeit”, so Polizeisprecherin Wiebke Hennig.

Daher musste die Polizisten die Schienen von den Schwellen trennen, um die Schienen anzugeben und so die Rohre freizubekommen, in denen die Arme der Aktivisten steckten. Erst nach Mitternacht wurde die Aktion beendet.

Nachdem die sieben Greenpeace-Mitglieder befreit waren, wurden sie zunächst ärztlich untersucht und dann in Polizeigewahrsam genommen.

(rockefeller-news/ks)

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Fukushima soll noch monatelang weiterstrahlen

18. April 2011

TEPCO-Präsident Masataka Shimizu versuchte zu beschwichtigen, als er am Wochenende vor die Presse trat. (AP Photo/Shizuo Kambayashi)

TEPCO-Präsident Masataka Shimizu versuchte zu beschwichtigen, als er am Wochenende vor die Presse trat. (AP Photo/Shizuo Kambayashi)

Die Betreiber-Firma des schwer beschädigten japanischen Atomkraftwerkes von Fukushima-Daiichi, TEPCO,  hat am Wochenende erstmals deutliche Aussagen über die Lage der Aufräumarbeiten im Atomkraftwerk gemacht. Der veröffentlichte Zeitplan und alle damit verbundenen Wenns und Abers geben wenig Anlass zu Optimismus. Als vorrangige Ziele wurden von TEPCO vor allem zwei Dinge genannt: Das Entweichen von Radioaktivität aus dem Kraftwerk soll „in den kommenden drei Monaten“ stetig verringert werden. In weiterer Folge – TEPCO nannte hier sechs Monate – soll die Emission von Strahlung unter Kontrolle gebracht und auf niedrigem Niveau gehalten werden.

Somit wird insgesamt mit mindestens neun Monaten weiterem Kampf gegen die Tücken dieser gefährlichen Technik gerechnet – immer vorausgesetzt, die Bedingungen verschlechtern sich nicht erneut durch unerwartete Ereignisse, wie etwa ein weiteres Erdbeben. Als Sofortmaßnahme ist geplant, die Reaktoren durch das Einblasen von Stickstoff zu kühlen, damit eine Wasserstoffexplosion sicher verhindert werden kann. Dies ist im Moment die größte Sorge der Betreiber, denn eine solche Wasserstoffexplosion würde große Mengen an Radioaktivität auf einmal unkontrolliert freisetzen.

Ein weiteres Problem, vor dem die Experten stehen, ist das Etablieren eines stabilen Kühlkreislaufs. Da davon ausgegangen wird, dass die Druckgefäße der Reaktoren bereits jetzt Risse aufweisen, werde nun versucht so rasch wie möglich stabile, geschlossene Kühlsysteme sowohl für die beschädigten Reaktoren als auch für die Abklingbecken einzurichten. Weiters werden Tanks installiert, die das hochgradig strahlende Wasser aufnehmen sollen, das derzeit noch für die Kühlung der Reaktoren verwendet wird. Am Wochenende wurden erstmals Säcke mit Zeolith im Meer vor der Anlage deponiert; diese Zeolithe sollen die Radioaktivität binden und so die starke Belastung des Meerwassers durch radioaktive Substanzen verringern.

Die immer noch in den Abklingbecken lagernden Brennstäbe sollen dann gegen Jahresende geborgen werden; dann sollen auch zeitweilige Schutzhüllen über den beschädigten Reaktorgebäuden errichtet werden. Voraussetzung dafür ist allerdings dass es bis dahin gelingt, die Strahlenemission wesentlich zu reduzieren.

Währenddessen warnte die Umweltschutzorganisation Greenpeace erneut vor den globalen Folgen des Reaktorunfalls. Der Kernenergie-Experte von Greenpeace, Christoph von Lieven:“Der Plan von TEPCO zur Bekämpfung des Unglücks beruht auf unbekannten Grundlagen; was TEPCO hier sagt, ist einfach unseriös. Klar ist nur, dass weiterhin Strahlung austritt.“

Auch die Evakuierungszone gehört nach Meinung des Greenpeace-Experten schon längst ausgeweitet – das haben auch europäische und amerikanische Experten bereits wenige Tage nach dem Unglück gefordert, bisher allerdings vergeblich. TEPCO und die japanische Regierung seien offensichtlich  nicht fähig, das Problem allein zu lösen, deshalb gehöre die Verantwortung an die internationale Gemeinschaft abgetreten.

„Wir sind uns nicht sicher, ob wir damit nicht noch Jahre zu tun haben. Und das ist ein weltweites Problem. Wir werden rund um den Erdball eine erhöhte Strahlenbelastung haben“, so von Lieven weiter. Die Hintergrundstrahlung werde global ansteigen und die Belastung von Lebensmitteln zunehmen. Ein Ende dieser Entwicklung sei nicht abzusehen.

(rockefeller-news/md)

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Written by Marcello Dallapiccola

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BUND und Greenpeace fordern Investitionen für schnellen Atomausstieg

12. April 2011

Greenpeace schlägt vor bis 2050 ganz auf erneurbaren Energien zu setzen(Foto: Eduardo Verdugo/dapd

Greenpeace schlägt vor bis 2050 ganz auf erneurbaren Energien zu setzen. (Foto: Eduardo Verdugo/dapd)

Die Umweltverbände BUND und Greenpeace fordern Ausstieg aus der Atomenergie in den nächsten zwei bis vier Jahren.

Der Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, äussert  finanzielle Bedenken für den Fall eines raschen Atomausstiegs und warnt  vor neuen Belastungen für Bürger und Unternehmen. Schneider äussert sich gegenüber der ARD wie folgt: „Man dürfe nicht einfach so heraus aus der Atomenergie, ohne einen Plan zu haben, wie man dies zu vertretbaren Preisen machen könne.“

BUND-Energieexperte Thorben Becker kontert am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung eines Maßnahmenkatalogs zur Energiewende „”Die Geldfrage ist überschaubar”, Im Vergleich zum Restrisiko der deutschen Atomkraftwerke sind die nötigen Investitionen für den Ausstieg bis spätestens 2013 nebensächlich, genaue Zahlen nannte er jedoch nicht.

Greenpeace schlägt vor, den Atomausstieg bis 2015 und die Abschaltung aller großen Kohlekraftwerke bis 2030 zu realisieren. Diese würde Investitionen in Höhe von 110 Milliarden Euro voraussetzen. „Dem stünden aber 145 Milliarden Euro an Einsparungen etwa bei den Ausgaben für Brennstoffe gegenüber“, sagte Stefan Krug, Leiter der Politischen Vertretung von Greenpeace in Berlin.

Bis 2050 wäre es laut Greenpeace sogar möglich, komplett auf erneuerbare Energien umzustellen. Nach diesem Szenario ergäben sich keine zusätzlichen finanziellen Belastungen der Bevölkerung.

(dapd; rockefeller-news/fh)

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Written by Francisco Hafner

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