EU Gipfel gibt Startschuss für EU 2.0

03. März 2012

 

Nächste Stunde der Wahrheit schon in einer Woche. (Foto: dapd)
Nächste Stunde der Wahrheit schon in einer Woche. (Foto: dapd)

 

Der typische Brüsseler Nieselregen hüllte das Ratsgebäude zwei Tage lang in einen grauen Schleier. Doch vermochte das trostlose Wetter die aufkeimende Frühlingsstimmung im Justus-Lipsius-Gebäude nicht zu vertreiben. Drinnen hatten sich die Staats- und Regierungschefs zu einem weiteren Gipfel versammelt. Und auch wenn keine bahnbrechenden Beschlüsse gefasst wurden, war das Treffen fast historisch zu nennen: Es war das erste seiner Art seit genau zwei Jahren, das nicht mehr im Würgegriff der Schuldenkrise stand.

Ganz besonders war die Freude Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy anzusehen. “Ich glaube, wir können ein neues Kapitel aufschlagen”, sagte er blendend gelaunt. Am Donnerstag hatte Paris Zehn-Jahres-Anleihen ausgegeben, für 2,67 Prozent Zinsen. “Ein fast historisch tiefer Wert”, jubilierte der Élysée-Chef. Auch in Spanien und Italien sind die Risikoaufschläge wieder unter fünf Prozent gerutscht.

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Eurozone bricht ein – Einäugig unter Blinden

24. Februar 2012

Steckt die deutsche Wirtschaft die Wachstumsdelle weg? (Foto: dapd)

Steckt die deutsche Wirtschaft die Wachstumsdelle weg? (Foto: dapd)

 

Die deutsche Wirtschaft hebt sich mit einem Mini-Wachstum und guten Aussichten positiv vom Schrumpfkurs der Eurozone ab. Während die Krisenstaaten im Süden zu rigidem Sparen gezwungen sind und damit den Währungsraum in die Rezession ziehen, zeigt die deutsche Wirtschaftsstimmung nach oben. Die EU-Kommission rechnet mit einem Rückgang der Wirtschaft im Euroraum von 0,3 Prozent, wie es in der am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturprognose heißt. Die deutsche Wirtschaft soll dagegen um 0,6 Prozent wachsen.

Das deutsche Wachstum ist zwar im langjährigen Vergleich immer noch gering, allerdings stehen laut der EU-Prognose in der Eurozone nur die Slowakei und Estland mit 1,2 Prozent besser da. Die Kluft zwischen der Bundesrepublik und den schwachen Euro-Staaten wie Griechenland, Portugal oder Spanien wächst.

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Bundespräsident Wulff reist zum Staatsbesuch nach Italien

13. Februar 2012

Nach Wulff's Pleite in Berlin, nun nach Italien gereist. (Foto: dapd)

Nach Wulff's Pleite in Berlin, nun nach Italien gereist. (Foto: dapd)

 

Bundespräsident Christian Wulff bricht am Montagmorgen gemeinsam mit seiner Frau Bettina zu einem dreitägigen Staatsbesuch nach Italien auf. Im Mittelpunkt des Besuchs stehen die Wirtschaftspolitik und die europäische Schuldenkrise. Wulff wird von einer 17-köpfigen Wirtschaftsdelegation begleitet.

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Kindermode aus Florenz

19. Januar 2012

Das Mode-Mekka Italien biete derzeit nicht nur die schönsten Kreationen für die Großen. Auch die Kleinen kommen in der italienischen Metropole Florenz an erster Stelle. Die Kindermodemesse “Pitti Immagine Bimbo” zeigt lässige Outfits für modebewusste Kids.

Kindermodemesse

Kleidung des italienischen Modelabels Elsy Girl. (Foto: dapd)

Die “Pitti Immagine Bimbo” findet bereits zum 74. Mal statt. Noch bis am Samstag dürfen die Kleinen ganz groß sein und die neuen Kollektionen der Designer vorführen. Über den Laufsteg schweben die Kindermodels bereits so geübt wie die Erwachsenen und präsentieren Stolz die Kollektionen für die Herbst/Winter Saison 2012/13.

Kindermodemesse

Das Label Elsy Girl auf der Kindermodemesse in Florenz. (Foto: dapd)

Nicht nur Erwachsene haben ein Gespür für Style. Auch die Kleinen wissen bereits genau, was sie tragen wollen und was nicht. Das machen sich auch die Modelabels zunutze und richten ihr Augenmerk verstärkt auf die Kleinsten. Denn diese sind schließlich die Kunden von morgen.

Kindermodemesse

Das italienische Modelabel Twin-Set. (Foto: dapd)

(rockefeller-news/dapd)

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Lage nach der Havarie der “Costa Concordia” vor Italien!

19. Januar 2012

Italienische Schiffstaucher im Dauereinsatz. (Foto: dapd)

Italienische Schiffstaucher im Dauereinsatz. (Foto: dapd)

Italienische Schiffstaucher naehern sich vor der Insel Giglio (Italien) dem am vergangenen Freitag (13.01.12) havarierten Kreuzfahrtschiff “Costa Concordia”. Die Rettungsarbeiten am gekenterten Kreuzfahrtschiff “Costa Concordia” sind am Mittwoch (17.01.12) erneut unterbrochen worden. Messgeraete verzeichneten bei dem auf einem Felsen liegenden Wrack eine leichte Bewegung, sodass die Suche nach den noch 21 Vermissten eingestellt werden musste.

Das Unglück des Kreuzfahrtschiffs “Costa Concordia” vor der toskanischen Küste könnte nach Expertenansicht zu einem Umdenken beim Erstellen von Seekarten führen. Erst zehn Prozent der Meeresfläche seien bisher detailliert erfasst, sagte der Leiter der Abteilung Nautik am Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH), Mathias Jonas, in Rostock. Durch den Boom der Kreuzfahrtbranche drängen die Schiffe aber in Gebiete vor, die bislang für die Seefahrt keine Rolle spielten, wie die Antarktis. Und für diese Regionen gebe es oft keine genauen Karten.

Eine Idee ist laut Jonas, die Kreuzfahrtschiffe mit Sonar auszurüsten, um so an Daten für neue Karten zu gelangen.

Crewmitglieder der havarierten “Costa Concordia” sollen mehreren Passagieren den Zutritt auf eine Rettungsinsel verwehrt haben. “Not for Passengers, for Crew only” habe ein Schiffsmitarbeiter erklärt, berichtete einer der Passagiere des Kreuzfahrtschiffs, Matthias Hanke, am Mittwoch im RTL-Magazin “Stern TV”. Einige Besatzungsmitglieder seien offenbar der Situation nicht gewachsen gewesen. “Ich dachte, ich bin hier im falschen Film”, sagte Hanke, der in Markranstädt bei Leipzig wohnt. Aber es waren auch Crewmitglieder, die ihn später aus dem Wasser zogen und vor dem Tod bewahrten.

Hanke hat gemeinsam mit einem Freund die Tragödie nur knapp überlebt. Die Männer erzählten in der Sendung, wie sie durch den überfluteten Luxusliner schwimmen mussten, um sich zu retten. Vergebens hätten sie dabei versucht, andere Menschen in Sicherheit zu bringen.

Die Rettungsaktion an der havarierten “Costa Concordia” vor der toskanischen Insel Giglio wird am (heutigen) Donnerstag voraussichtlich fortgesetzt. Am Mittwoch verzeichneten Messgeräte eine leichte Bewegung, sodass die Arbeiten eingestellt werden mussten. Sobald die Suche nach Opfern beendet ist, soll die niederländische Bergungsfirma Smit bis zu 2.300 Tonnen Öl aus dem Unglücksschiff abpumpen. Bislang wurden elf Menschen tot geborgen, 21 werden noch vermisst. Der Kapitän, Francesco Schettino, steht nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft unter Hausarrest. Ihm werden Totschlag und Verlassen seines Schiffes vorgeworfen.

(rockefeller-news/dapd)

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Besucherzahl für Kolosseum soll beschränkt werden

05. Januar 2012

Kolosseum

Das Kolosseum in Rom wird ab März aufwendig renoviert. Daher wird die Besucherzahl beschränkt. (Foto: ddp)

Es ist die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit in Rom. Jeder, der nach Rom kommt muss es einmal gesehen haben. Auch von innen. Das Kolosseum.

Doch jetzt möchte die Stadt Rom die Besucherzahlen für das Monument beschränken. Der Massenandrang soll verhindert werden, deshalb hat Italiens Denkmalschutz beschlossen, dafür zu sorgen, dass sich maximal 6.000 Personen gleichzeitig in dem Bauwerk aufhalten.

Am 1. Januar war der Zugang zum Kolosseum kostenlos. Grund genug für 9.000 Menschen, sich das Monument einmal näher zu betrachten. In nur fünf Stunden strömten die Menschen durch das antike Gebäude.

Im Sommer sind es sogar noch mehr Besucher. Zwar sind die Besuchszeiten länger, doch täglich werden durchschnittlich 24.000 Besucher gezählt. In den vergangenen zehn Jahren stieg die jährliche Besucherzahl von einer Million auf 6 Millionen Menschen. Zu viele für den Denkmalschutz.

Die Sprecherin des Denkmalschutzes Anna Maria Moretti sagte dazu: “Wir wollen einerseits den Touristen erlauben, den Besuch im Kolosseum besser zu genießen. Andererseits wollen wir die Zahl der Besucher beschränken, damit keine Gefahren entstehen.” Dieses Unterfangen wird ab Ostern starten.

Das Kolosseum ist mit den vatikanischen Museen und den Uffizien in Florenz das meistbesuchte Denkmal Italiens. Insgesamt 33 Millionen Euro nimmt der Staat mit den Tickets für den Eintritt ins Kolosseum und dem nahe liegenden archäologischen Gelände des Palatins ein.

Im März werden Restaurationsarbeiten am Gebäude aufgenommen, die sich über drei Jahre ziehen werden. 25 Millionen Euro wird diese Restauration kosten. Danach soll das Besuchergelände um 25 Prozent größer sein.

(rockefeller-news/ks)

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Keine weiteren Briefbomben aufgetaucht

09. Dezember 2011

Ackermann

Josef Ackermann hat es seinen aufmerksamen Mitarbeitern zu verdanken, dass ihm nichts passiert ist. (Foto: dapd)

Nachdem Deutsche Bank-Vorstandschef Josef Ackermann nur knapp einem Briefbombenanschlag entgangen ist, bekannte sich die terroristische und linksanarachistische Gruppe “FAI” zu dem geplanten Attentat. Dies teilten die Sicherheitsbehörden am Donnerstag mit.

In dem Bekennerschreiben, das die Gruppe verfasste ist in italienischer Sprache festgehalten, dass es insgesamt drei Explosionen geben soll. Da eine Briefbombe bereits aufgetaucht ist, rechnet die Polizei damit, dass sich noch zwei weitere Bomben im Umlauf befinden.

Das Schreiben, das sie terroristische Gruppe “FAI” verschickt hatte, war an Ackermann persönlich adressiert. Das Hessische Landeskriminalamt geht davon aus, das dem Empfänger beim Öffnen des Briefes erheblicher Schaden zugefügt worden wäre.

Ackermann selbst kann seinen Mitarbeitern sehr dankbar sein, denn diesen fiel der ungewöhnliche Briefumschlag auf. Sie leiteten ihn weiter, um ihn mit Röntgenstrahlen untersuchen zu lassen. So wurde man auf den explosiven Inhalt aufmerksam und verständigte sofort die Polizei.

Experten des Landeskriminalamts (LKA) entschärften daraufhin die Briefbombe.

Die Gruppe “FAI” selbst ist der Polizei bereits seit längerer Zeit bekannt. Schon in Italien gab es vermehrt Anschläge auf staatliche Organisationen. Bereits im Jahr 2003 gab es einen Anschlag auf den damaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, wofür ebenfalls “FAI” die Verantwortung übernahm.

Am Freitagmorgen bestätigte der Sprecher des Landeskriminalamtes in Wiesbaden, dass noch keine weiteren Briefbomben entdeckt wurden.

(rockefeller-news/dapd)

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Treffen zwischen Merkel, Sarkozy und Monti

21. November 2011

Treffen Merkel

Angela Merkel muss sich beim Treffen mit Sarkozy und Monti wohl erneut mit dem Thema Eurobonds auseinandersetzen. (Foto: dapd)

Wichtigstes Thema ist und bleibt derzeit die Euro-Rettung. Am Donnerstag wird sich diesbezüglich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und dem neuen italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti treffen.

Das Treffen wird aller Voraussicht nach in Frankreich stattfinden, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin bestätigte. Wo genau allerdings steht bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Möglich ist jedoch, dass das Treffen in Straßburg sein wird.

Wie vermutet wird, könnte es bei dem Treffen unter anderem um Eurobonds gehen. Am Mittwoch will die EU-Kommission dazu eigene Vorschläge einbringen. Weiter steht jedoch die Ablehnung der Bundeskanzlerin gegenüber den Gemeinschaftsanleihen im Raum. Auch Seibert gab an, dass die Angela Merkel die Eurobonds weiterhin als kritisch betrachte.

Trotzdem soll das Treffen alle Themen behandeln, die derzeit “auf dem Tisch” liegen, wie es Seibert formulierte.

Monti kündigte unter dessen ein weiteres Treffen der Vertreter der größten Volkswirtschaften in der Eurozone an. Am Dienstag will sich Monti mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und EU-Ratspräsident Herman van Rompuy beraten, um über Möglichkeiten nachzudenken, das krisengebeutelte Italien aus dem Tief zu holen. Der neue Regierungschef Italiens sieht dem Treffen positiv entgegen.

Auch Merkel arbeitet daran, die weichen für den Weg aus der Krise zu stellen. Am Montag telefonierte sie mit dem voraussichtlich nächsten Regierungschef Spaniens, Mariano Rajoy. Die Konservative Partei hatte es bei den Wahlen am Sonntag geschafft, einen Machtwechsel in Spanien herbeizuführen.

Merkel bot Rajoy bei dem Gespräch an, die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Soanien weiterzuführen.

(rockefeller-news/dapd)

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Benetton Werbung sorgt für Wirbel

18. November 2011

Dass die italienische Marke Benetton gerne einmal mit ihren Werbekampagnen provoziert ist bereits bekannt. Doch was für Geschütze sie in dieser Saison auffahren ist einmal etwas Neues.

Benetton

Benetton lässt Merkel und Sarkozy knutschen. (Foto: dapd)

Ob nun die deutsche Bundeskanzlerin mit dem französischen Staatspräsident, oder der US-Amerikanische Präsident mit dem chinesischen Staatspräsidenten. Bei der neuen Benetton Werbung sieht es aus, als dürfte jeder einmal mit jedem.

Benetton

US-Präsident Barack Obama mit dem chinesischen Staatspräsidenten Hu Jintao. (Foto: dapd)

Die Frage, die sich der Betrachter nun stellt: Ist das lustig oder doch eher zum Weinen? Unter der Überschrift “Unhate” knutschen die internationalen Staatsoberhäupter. Ob man das nun als geschmacklose Provokation oder gekonnte Werbemaßnahme sieht, bleibt jedem selbst überlassen. Sicher jedoch ist, das die Bilder ein wahrer Hingucker sind und sich jeder eine Meinung darüber bilden kann. Genau so sollte Werbung sein. Oder nicht?

Benetton

Barack Obama und der venezuelanische Staatspräsident Hu Jintao. (Foto: dapd)

Auch der Papst ist bei der Werbekampagne mit dabei, was dem Vatikan jedoch überhaupt nicht gefällt. Weltweit riefen die Fotomontagen Empörung bei Gläubigen hervor. Auch das Weisse Haus zeigt sich sichtlich verärgert über die Bilder, die Benetton zu Werbezwecken verwendet.

(rockefeller-news/ks)

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