Kirch Imperium – Anfang und Ende mit Schulden

06. April 2012

Mit dem Abokanal Premiere World verrechnete sich der studierte Mathematiker. (Foto: J.Koch/dapd)
Mit dem Abokanal Premiere World verrechnete sich der studierte Mathematiker. (Foto: J.Koch/dapd)

 

Als Medienmogul Leo Kirch 2001 sagte: “Ich habe kein Geld, ich habe Schulden”, hielten die Meisten das für Koketterie. Schließlich galt er damals als einer der reichsten Deutschen. Anfang 2002 aber stellte sich heraus, dass Kirch die Wahrheit gesagt hatte – vielleicht ohne sich dessen bewusst zu sein. Wie ein Kartenhaus brach sein Imperium unter Milliardenschulden zusammen. Vor zehn Jahren, am 8. April 2002, musste die KirchMedia, der Kern seines Imperiums, Insolvenz anmelden.

Es war die bis dahin teuerste Insolvenz in Deutschland und sie erschütterte die Medienlandschaft wie ein Erdbeben. Denn zu Kirchs Imperium gehörten unter anderem die Sender ProSieben, Sat.1, Kabel 1, DSF, N24 und Premiere. Im Sport hielt er die Rechte an der Fußball-Bundesliga, den Fußball-Weltmeisterschaften 2002 und 2006 sowie an der Formel 1. Und in Kirchs legendärer Filmbibliothek lagerten damals mehr als 63.000 Stunden Programm. Daneben war er mit 40 Prozent am Springer-Verlag beteiligt, hielt weitere Anteile an Constantin Film, der Kinokette Cinedom oder den Musik- und Produktionsfirmen FKM und Unitel.
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Written by Tassos

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