Latente Führungskrise in der Berliner Piratenpartei – Streit über Umgang mit Rechtsextremen

20. April 2012

Hartmut Semken der Piratenchef zum Rücktritt aufgefordert. (Foto: T.Wieck/dapd)
Hartmut Semken der Piratenchef zum Rücktritt aufgefordert. (Foto: T.Wieck/dapd)

 

Der Berliner Piratenpartei droht eine Führungskrise. In der Debatte über den Umgang mit Rechtsextremen forderten drei Parteimitglieder Landeschef Hartmut Semken zum Rücktritt auf. “Bitte tue dir selbst den Gefallen und trete zurück, wir machen uns Sorgen um dich”, heißt es in einem am Donnerstag im Internet veröffentlichten Offenen Brief. Darin werfen die Mitglieder Philip Brechler, Stephan Urbach und Oliver Höfinghoff dem Vorsitzenden Überforderung vor. Semken schloss vorerst einen Rückzug aus.

Seit Wochen schwelt in der Piratenpartei ein Streit über die politische Auseinandersetzung mit Rechtsextremen in den eigenen Reihen. Semken selbst lehnte zuletzt eine rigorose Abgrenzung gegenüber Rechtsextremisten ab. “Bei der Abgrenzung gegen die ‘Rechten’ haben wir schon jetzt das Problem: jede nicht-totale, jede differenzierte Abgrenzung wird als ‘zu wenig’ diffamiert, ich als Pirat zum Extrem gezwungen”, schrieb er laut der “Mitteldeutschen Zeitung” in seinem Internetblog.
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Written by Tassos

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