Baku: Kein Song Contest ohne die Fan-Clubs – Jedoch sind weniger Mitglieder dabei als in Düsseldorf

15. Mai 2012

Die Mitglieder der Gruppe Buranowski Babuschki aus Russland in traditionellem Gewand. (Foto: dapd)
Die Gruppe Buranowski Babuschki aus Russland in traditionellem Gewand. (Foto: dapd)

 

Nach zwölf Jahren wird Eurovision-Fan Michael Sonneck den Song Contest zum ersten Mal vor dem Fernseher verfolgen. Seit 2000 reiste der Präsident des Eurovision Club Germany ohne Unterbrechung zu dem Musikevent, ob nach Athen, Helsinki oder Moskau. Er sei nun froh, auch einmal ein Jahr auszusetzen, sagt der 55-jährige Arzt. Er betont jedoch, dass es kein Boykott des ESC in Aserbaidschan sei, über dessen Ausrichtung angesichts der politischen Lage in dem Land heftig diskutiert wird. “Ich war auch nicht begeistert über Moskau, bin aber da gewesen und habe kritisch berichtet”, sagt Sonneck.

Deutlich weniger in Fan-Clubs organisierte ESC-Anhänger, die bei den Shows und auf Partys traditionell für Stimmung sorgen, werden nach Sonnecks Informationen in diesem Jahr zum Eurovision Song Contest fahren. Rund 750 seien es, nach mehr als 2.000 im vergangenen Jahr in Düsseldorf. Read more »

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NATO setzt auf Deeskalation im Raketenstreit mit Russland

05. Mai 2012

Radarstation in Sofrino 50 Km ausserhalb von Moskau. (Foto: M.Metzel/dapd)
Radarstation in Sofrino 50 Km ausserhalb von Moskau. (Foto: M.Metzel/dapd)

 

Die NATO will auf ihrem Gipfeltreffen in Chicago Ende Mai den offiziellen Start für den umstrittenen europäischen Raketenschild verkünden und hat damit harsche Reaktionen von Russland provoziert. Hohe Militärs drohten mit einem Angriff auf ein gegen Russland gerichteten Abwehrsystem. Das westliche Militärbündnis war am Freitag um Deeskalation bemüht.

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen versicherte in Berlin, keiner habe die Absicht, Russland anzugreifen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Verteidigungsminister Thomas de Maizière versicherten, der Schild sei nicht gegen Russland gerichtet. Read more »

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Russland plant ersten Spaceport – In Gagarins Heimat sollen künftig auch suborbitale Flüge starten

07. April 2012

Nach dem Vorbild von Spaceport America sollen die russischen gebaut werden. (Foto: M.York/dapd)
Nach dem Vorbild von Spaceport America sollen die russischen gebaut werden. (Foto: M.York/dapd)

 

Russland plant den ersten eigenen Spaceport für suborbitale Flüge. Nach dem Vorbild von Spaceport America sollen rund 200 Kilometer südwestlich von Moskau im Gebiet Smolensk am Ufer eines Stausees zudem ein Raumfahrtmuseum, ein Konferenzzentrum und weitere Attraktionen entstehen, wie die Entwicklungsgesellschaft Uniparx nach einem Bericht des Raumfahrt-Onlinedienstes Nowosti Kosmonawtiki vom Donnerstag mitteilte.

Der Standort ist nicht von ungefähr gewählt. Denn nur 20 Kilometer entfernt wurde 1934 der erste Kosmonaut der Welt, Juri Gagarin, in Kluschino geboren. Der Spaceport, wenn er denn wirklich gebaut wird, soll deshalb auch seinen Namen erhalten. Vorerst firmiert er unter dem Slogan “Die Erde und der Weltraum – den Kindern”. Die Väter des Projekts wollen auch den britischen Milliardär Richard Branson einladen, dort einen Teil seiner SpaceShipTwo-Flotte für suborbitale Touristenflüge russischer Interessenten zu stationieren.
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Putin erklärt sich zum Wahlsieger – Vor tausenden Anhängern vor dem Kreml

04. März 2012

Anzeigetafeln, Kameras usw. zur Wahlübertragung und Kontrolle kostete über 300 Millionen Euro. (Foto: dapd)
Anzeigetafeln, Kameras usw. zur Wahlübertragung und Kontrolle kostete über 300 Millionen Euro. (Foto: dapd)

 

Nach der Präsidentschaftswahl in Russland hat sich Wladimir Putin trotz Berichten über viele Unregelmäßigkeiten zum Sieger erklärt. Er dankte tausenden Anhängern auf einer Kundgebung vor dem Kreml in Moskau dafür, mitgeholfen zu haben, ausländische Verschwörungen zur Schwächung Russlands zu vereiteln.

Wählernachfragen staatlicher russischer Fernsehsender zufolge dürfte Putin auf 58 bis 59 Prozent der Stimmen kommen. Die Zentrale Wahlkommission teilte mit, nach Auszählung von 20 Prozent der Stimmen führe Putin mit 63 Prozent.

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Putin warnt Opposition und vor Mordkomplott

01. März 2012

 

Erklärung vor der Präsidentenwahl am kommenden Sonntag. (Foto: dapd)
Erklärung vor der Präsidentenwahl am kommenden Sonntag. (Foto: dapd)

 

Wenige Tage vor der russischen Präsidentenwahl hat Topfavorit Wladimir Putin Anhänger der Opposition davor gewarnt, an nicht genehmigten Demonstrationen teilzunehmen. Es sei nicht akzeptabel, den Wahlverlauf zu präjudizieren, sagte der noch amtierende Ministerpräsident am Mittwoch in Moskau. Zugleich deutete er an, dass es ein Mordkomplott gegen eine sehr bekannte Persönlichkeit gebe.

“Sie suchen unter sehr bekannten Leuten nach einem Opfer”, sagte Putin. “Sie könnten, fürchte ich, jemanden umnieten und dann den Behörden dafür die Schuld in die Schuhe schieben.” Die Verschwörung erfolge vom Ausland aus. Putin hat im Wahlkampf wiederholt erklärt, die USA fachten die Proteste an, um Russland zu schwächen.

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Wärmeres Wetter könnte Situation bald entschärfen

14. Februar 2012

Weniger Solarstrom durch bewölkten Himmel. (Foto: dapd)

Weniger Solarstrom durch bewölkten Himmel. (Foto: dapd)

 

Die kalte Witterung hat zum Wochenbeginn noch einmal die deutschen Strom- und Gasnetze vor eine Bewährungsprobe gestellt. “Die Situation bei Strom und Gas ist angespannt, aber beherrschbar”, sagte eine Sprecherin der Bundesnetzagentur am Montag der Nachrichtenagentur dapd. Doch ist Besserung wohl in Sicht. Die steigenden Außentemperaturen könnten schon bald zu einer Entspannung der Situation führen, prognostizierten Strom- und Gasnetzbetreiber.

Die Gaslieferungen aus Russland lagen allerdings auch zu Wochenbeginn weiterhin unter den vereinbarten Mengen, wie Sprecher der großen Gasimporteure mitteilten. Deutschlands größter Ferngasnetz-Betreiber Open Grid machte auch am Montag von der Möglichkeit Gebrauch, zur Entlastung des Netzes Gaslieferungen an Großabnehmer zu unterbrechen, bei denen dies vertraglich möglich war. Davon waren auch Gaskraftwerke betroffen. Im Strombereich mussten die Netzbetreiber weiterhin auf die für Engpässe vorgesehenen Reservekraftwerke zurückgreifen.

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Gasspeicher in Deutschland

13. Februar 2012

In Deutschland sorgen 47 unterirdische Gasspeicher für Versorgungssicherheit. (Foto: dapd)

In Deutschland sorgen 47 unterirdische Gasspeicher für Versorgungssicherheit. (Foto: dapd)

 

In Deutschland sorgen 47 riesige unterirdische Gasspeicher für Versorgungssicherheit, selbst wenn der Gasfluss aus Russland einmal ins Stocken kommt. Die Gaskavernen können nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) insgesamt rund 21 Milliarden Kubikmeter Arbeitsgas aufnehmen. Das entspricht fast einem Viertel der in Deutschland im Jahr 2010 verbrauchten Erdgasmenge.

Die deutsche Gaswirtschaft verfügt damit über das mit Abstand größte Speichervolumen in der Europäischen Union. Zurzeit sind die Gasspeicher der großen deutschen Gasimporteure nach deren Angaben noch zu mehr als der Hälfte gefüllt. Dies sei für die Jahreszeit ein hoher Füllstand, hieß es bei den Unternehmen.

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Keine Wiederholung der Wahl in Russland

28. Dezember 2011

Russland

Wladimir Putin ist nicht bereit zu Gesprächen mit der Opposition. (Foto: dapd)

Die Stimmung in Russland ist weiterhin angespannt. Nun schloss Ministerpräsident Wladimir Putin Gespräche mit der Opposition vollkommen aus.

Es waren die größten Demonstrationen, die es seit dem Ende der Sowjetunion gegeben hat. Mit den Demonstrierenden gibt es “keine gemeinsame Plattform, daher gibt es niemanden, mit dem man sprechen könnte”, entgegnete Putin am Mittwoch den russischen Nachrichtenagenturen.

Am Wochenende zog es Zehntausende Demonstranten auf die Straßen, um gegen die Regierung Putins anzukämpfen. Die Demonstranten sind zudem überzeugt davon, dass die Parlamentswahlen am 4. Dezember nicht mit rechten Dingen zugingen. Die Demonstration selbst wurden von unterschiedlichen Teilen der Opposition geführt. Zuvor hatte sich die Opposition jedoch auf gemeinsame Forderungen geeinigt.

Vor allem die Wiederholung der Parlamentswahlen steht bei den Forderungen an oberster Stelle. Darauf folgt der Rücktritt des Wahlleiters und die Rücknahme der Zulassungsbeschränkungen für Oppositionsparteien.

Bereits am Dienstag hatte Ministerpräsident Putin die Forderungen nach Neuwahlen zurückgewiesen. Künftig solle jedoch die Zulassung von Oppositionskandidaten erleichtert werden. Bereits zwischen 2000 und 2008 war Putin russischer Präsident. Auch im kommenden Jahr will er für dieses Amt kandidieren, das das höchste in Russland darstellt.

Seine Partei Einiges Russland musste jedoch mit einem herben Rückgang an Wählerstimmen zurechtkommen. Dieser Rückgang wird ebenfalls als persönlicher Rückschlag für Putin gewertet.

Desweiteren kündigte Putin an, dass er nicht an Fernsehdebatten teilnehmen werde, um seinen Wahlkampf voranzutreiben. Seine Meinung nach habe dies keinen tieferen Sinn, da die Oppositionsführer “nicht mit wirklicher Arbeit befasst” seien und “immer das Unmögliche” wollen.

“Das wäre keine Unterhaltung unter Gleichen”, wird Putin von der Nachrichtenagentur Itar-Tass zitiert.

(rockefeller-news/dapd)

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Kritik an Weißrussland, Ukraine und Russland

06. Dezember 2011

Hilary Clinton

Hillary Clinton beim OSZE-Ministerratstreffen neben dem deutschen Außenminister Guido Westerwelle. (Foto: dapd)

Derzeit findet das OSZE-Ministerratstreffen in der litauischen Hauptstadt Vilnius statt. Gleich zu Beginn kritisierte US-Außenministerin Hillary Clinton Weissrussland, die Ukraine und Russland aufgrund ihrer demokratischen Mängel und der Menschenrechtverletzungen.

Laut der baltischen Nachrichtenagentur BNS sind es vor allem jüngsten Urteile gegen den weißrussischen Bürgerrechtler Ales Beljazki und die frühere ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko, die Clinton als Beispiele zur Unterstreichung ihrer Aussagen anführt.

Auch die Duma-Wahlen stehen in der Kritik. Die USA äußerte bereits “ernste Bedenken” über die Vorgehensweise bei den Wahlen am vergangenen Sonntag in Russland.

Am OSZE-Ministerrat nehmen 40 Außenminister der OSZE-Staaten teil. Das Treffen selbst dauert zwei Tage.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton wird nicht am Treffen teilnehmen. Sie sagte ab, da das EU-Ministertreffen in Brüssel verlängert wurde. Weiter berief sich die Nachrichtenagentur BNS auf litauische Diplomaten-Angaben und bestätigte, dass auch weitere EU-Außenminister erst verspätet zum OSZE-Ministerratstreffen erscheinen.

Derzeit führt den Vorsitz bei der OSZE Litauen, gibt diesen dann anschließend für ein Jahr an Irland ab.

(rockefeller-news/ks)

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