Nervenkrieg zwischen Polizei und mutmaßlichem Attentäter
22. März 2012
Die Festnahme des mutmaßlichen Attentäters von Toulouse hat sich zu einem Nervenkrieg zwischen dem Verdächtigen und der Polizei entwickelt. Hunderte Einsatzkräfte umstellten am Mittwoch ein Haus im Viertel Croix-Daurade, in dem sich der Mann verschanzte. Nach einem Schusswechsel zwischen der Polizei und dem als Mohammad Merah identifizierten 24-Jährigen, bei dem drei Beamte verletzt wurden, begann der Nervenkrieg: Der Franzose algerischer Abstammung kündigte mehrmals an, sich zu stellen und brach dann den Kontakt ab, bevor er wieder zu Verhandlungen bereit war.
Am Nachmittag bereitete sich die Polizei nach eigenen Angaben auf die Erstürmung des Gebäudes vor. Das fünfgeschossige Haus war bis Mittag über das Dach evakuiert worden. Der Verdächtige habe zugesagt, sich zu stellen, sagte der Regionalsekretär der Polizeigewerkschaft, Cedric Delage. Sollte er seinem Versprechen nicht nachkommen, werde die Polizei die Wohnung stürmen.






