Nervenkrieg zwischen Polizei und mutmaßlichem Attentäter

22. März 2012

Sarkozy ruft Franzosen zur Einheit auf. (Foto: B.Edme/dapd)
Sarkozy ruft Franzosen zur Einheit auf. (Foto: B.Edme/dapd)

 

Die Festnahme des mutmaßlichen Attentäters von Toulouse hat sich zu einem Nervenkrieg zwischen dem Verdächtigen und der Polizei entwickelt. Hunderte Einsatzkräfte umstellten am Mittwoch ein Haus im Viertel Croix-Daurade, in dem sich der Mann verschanzte. Nach einem Schusswechsel zwischen der Polizei und dem als Mohammad Merah identifizierten 24-Jährigen, bei dem drei Beamte verletzt wurden, begann der Nervenkrieg: Der Franzose algerischer Abstammung kündigte mehrmals an, sich zu stellen und brach dann den Kontakt ab, bevor er wieder zu Verhandlungen bereit war.

Am Nachmittag bereitete sich die Polizei nach eigenen Angaben auf die Erstürmung des Gebäudes vor. Das fünfgeschossige Haus war bis Mittag über das Dach evakuiert worden. Der Verdächtige habe zugesagt, sich zu stellen, sagte der Regionalsekretär der Polizeigewerkschaft, Cedric Delage. Sollte er seinem Versprechen nicht nachkommen, werde die Polizei die Wohnung stürmen.

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Written by Rockefeller David

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Thailand und Kambodscha – Waffenruhe im Grenzkonflikt

28. April 2011

Seit Jahren schon flammen im Grenzgebiet zwischen den Nachbarstaaten Thailand und Kambodscha immer wieder aufs neue Kämpfe auf. Dabei geht es um die Tempelanlagen von Ta Moan/Ta Krabey und Preah Vihear, die von beiden Seiten beansprucht werden. Die 900 Jahre alten Tempelanlagen gelten als buddhistische Heiligtümer und werden von beiden Seiten beansprucht, der internationale Gerichtshof hatte das Gebiet jedoch bereits 1962 Kambodscha zugesprochen.

Für diesen Bewohner kommt die Waffenruhe zu spät: Sein Haus wurde bei den Artilleriegefechten arg in Mitleidenschaft gezogen. (AP Photo/Sakchai Lalit)

Die UNESCO hatte 2008 die Tempelanlagen zum Weltkulturerbe erklärt. Diese Tatsache, in Kombination mit dem seit dem Putschversuch 2006 stetig wachsenden Einfluss des Militärs in Thailand, sorgt für eine beständige Zunahme der Spannungen. Kritiker werfen dem Militär sogar vor, den Konflikt zur eigenen Profilierung ständig aufs neue anzufachen; Tatsache ist jedenfalls, dass die thailändische Seite sich bisher der Stationierung ausländischer Militärbeobachter verweigerte.

Bereits im Februar waren bei vier Tage dauernden Gefechten acht Soldaten ums Leben gekommen. Daraufhin war es erst einmal ein paar Wochen ruhig gewesen – keine der beiden Seiten wollte eine Eskalation der Streitigkeiten verantworten. Doch in den letzten Tagen waren die Kämpfe erneut in vorher noch nie da gewesener Haftigkeit aufgeflammt – mindestens 15 Soldaten beider Seiten kamen ums Leben, über 50.000 Menschen hatten das Kampfgebiet fluchtartig verlassen.

Heute kam es wider Erwarten doch noch zu einer Waffenruhe zwischen den beiden Streitparteien. Man einigte sich darauf, einen Grenzübergang zu öffnen, damit die Flüchtlinge in ihre Dörfer zurückkehren können. Angeblich soll Thailand inzwischen auch der Stationierung indonesischer Militärbeobachter zugestimmt haben, offiziell bestätigt wurde diese Aussage allerdings bisher noch nicht.

(rockefeller-news/md)

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Written by Marcello Dallapiccola

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