Fahndungsplakate bei Ermittlungen gegen Zwickauer Neonazis
01. Dezember 2011
Mit Hochdruck wird an der Aufklärung der Neonazi-Morde gearbeitet. Derzeit sind 400 Beamte und Ermittler im Einsatz. Die Planungen sehen jedoch vor, dass noch 50 weitere Ermittler hinzukommen sollen.
Am Donnerstag wollen Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalamt (BKA) die Öffentlichkeit über den aktuellen Stand der Ermittlungen aufklären.
Seit dem 11. November ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen die rechtsextreme Zwickauer Terrorzelle der Vereinigung “Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)”. Auch gegen Unterstützer der Zelle wurden bereits die Ermittlungen aufgenommen. Der Gruppierung wird vorgeworfen zahlreiche Anschläge auf Kleinunternehmen verübt zu haben, deren Besitzer vor allem türkischer und griechischer Herkunft waren.
Auch der Polizistenmord in Heilbronn soll auf das Konto der Zwickauer Terrorzelle gehen. Vier Personen befinden sich zur Zeit in Untersuchungshaft.
Auch die Öffentlichkeit ist dazu aufgerufen bei den Ermittlungen mitzuhelfen. Wie die Tageszeitung “taz” berichtet plant das BKA die Bevölkerung mit einzubinden, um die bei den eigenen Ermittlungen besser voran zu kommen. Fahndungsplakate der Personen werden veröffentlicht, die die Gruppierung in Zwickau unterstützt haben sollen.
Wer in den letzten Jahren die mutmaßlichen Terroristen Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe gesehen hat, ist dazu aufgerufen, dies zu melden.
Mit Hilfe dieser Aussagen erhoffen sich die Ermittler mehr Hinweise auf Kontaktpersonen und Unterstützer der Terrorzelle.
Währenddessen haben die Landesverfassungsschutzämter Bayern und Baden-Württemberg gegenüber dem Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Heinz Fromm, versichert, dass, nach eigener Kenntnis, keine ihrer Mitarbeiter am Tatort in Heilbronn mit dabei gewesen seien. Mit dem Heilbronner Polizistenmord habe man nichts zu tun. Diese Aussage Fromms veröffentlichte die “Passauer Neue Presse”. Fromm selbst machte die Aussage am Mittwoch in der Sitzung des Bundestags-Innenausschusses.
(rockefeller-news/dapd)











