14. Dezember 2011

Ein Polizist regelt in Lüttich den Verkehr nach dem Amoklauf. (Foto: dapd)
Das Blutbad in Belgien fordert sein nächstes Opfer. Der vorbestrafte Drogendealer, der am Dienstag im belgischen Lüttich um dich schoss, tötete zwei Teenager und eine Rentnerin. Er selbst kam bei dem Amoklauf ebenfalls ums Leben.
Nun ist auch ein 18 Monate altes Baby seinen Verletzungen im Krankenhaus erleben. Damit steigt die Zahl der Toten des Amoklaufes auf fünf Personen.
122 weitere Menschen wurden durch den 33-Jährigen Amokläufer verletzt.
Staatsanwältin Danièle Reynders berichtete, dass sich der 33-Jährige am späten Dienstag Vormittag mit seinen Auto in Richtung Innenstadt aufgemacht hat. Mit dabei hatte er ein Sturmgewehr, einen Revolver und zahlreiche Handgranaten. Die Behörden geben den Namen des Amokläufers mit Norodine A. an. Für einen 15-Jährigen, eine 17-Jährige und eine 75 Jahre alte Rentnerin kam jede Hilfe zu spät.
Gegen 12.30 Uhr startete der Amokläufer seinen Todeszug. Nahe beim Weihnachtsmarkt warf er zunächst eine Handgranate in den Unterstand einer Bushaltestelle. Dann eröffnete er das Feuer. Reynders erklärte, dass noch nicht geklärt sei, ob der Täter anschließend Selbstmord beging, oder ob er sich unbeabsichtigt selbst umbrachte. Die Polizei habe den Schützen nicht erschossen.
Ein Augenzeuge berichtete: “Es war grauenhaft.” Menschen rannten um ihr Leben, die Panik war ihnen ins Gesicht geschrieben. Laut belgischen Medien heisst es, dass die Zahl der Opfer noch steigen könnte, da noch nicht alle außer Lebensgefahr sind.
Meldungen über einen mutmaßlichen zweiten Täter wurden nun von dementiert. Es soll eine zweite Schießerei mit der Polizei gegeben haben, da ein zweiter Täter durch die Stadt geflüchtet sei. Diese Vermutung erwies sich jedoch als falsch.
Derzeit herrscht große Trauer in Lüttich. Das Motiv, warum der 33-Jährige um sich schoss ist unklar. Sicher ist jedoch, dass der Mann bereits vorbestraft war, worunter auch Waffendelikte fielen. Vor seiner Tat hatte er bereits ein Gefängnisstrafe von 58 Monaten abgesessen. Wie es ihm nach seinem Haftaufenthalt jedoch gelang an die Waffen zu kommen ist noch nicht geklärt.
Selbst der belgische König Albert II. traf bereits in strömendem Regen in Lüttich ein, um den Hinterbliebenen sein Beileid auszusprechen.
(rockefeller-news/dapd)
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