Raumstation ISS bald unbewohnt

31. August 2011

Internationale Raumstation Iss

Die Internationale Raumstation Iss. (Foto:ddp)

Wird die internationale Raumstation ISS bald keine Bewohner mehr haben? Dieser Fall könnte bald eintreten, denn die russische Weltraumbehörde Roskosmos hat beschlossen, vorerst keine Astronauten mehr zur Raumstation zu schicken.

Nach dem Absturz eines Weltraumfrachters teilten die Russen mit, keine Sojus-Raketen mehr zur ISS zu schicken.

Da der Grund des Absturzes noch nicht feststeht, will Roskosmos erst Untersuchungen anstellen, um die Absturzursache zu klären. In dieser Zeit wird keine Sojos-Rakete ins Richtung All aufbrechen. Alle Starts sind abgesagt.

Wie lange die Ursachenforschung dauern wird ist unklar. Die derzeit mit sechs Astronauten bewohnte ISS wird, sollte die Absturzursache nicht gefunden werden, ab November leer stehen. Denn dann verlassen auch die sechs verbliebenen Astronauten die internationale Raumstation.

Nach ersten Untersuchungen soll, laut Medienberichten, technisches Versagen der Grund des Absturzes gewesen sein.

Da alle weiteren Sojus-Raketen typgleich gebaut wurden, entschied man sich nun dafür, alle weiteren Starts abzusagen. Denn falls ein technischer Defekt vorliegt, könnte sich dieser ebenfalls in die anderen Raketen eingeschlichen haben. Um einem weiteren Absturz vorzubeugen war es daher notwendig, das Sojus-Programm vorübergehend einzustellen.

Falls die Ursache nicht bis November geklärt ist, wird die ISS ohne Besatzung weiter im All bleiben. Die Kontrollzentren in Houston und Moskau müssen die unbewohnte Raumstation dann von der Erde aus fernsteuern.

(rockefeller-news/ks)

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Written by Scholl Kerstin

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WikiLeaks bekennt sich nicht schuldig

31. August 2011

Domscheit-Berg

Ex-WikiLeaks-Sprecher Daniel Domscheit-Berg. (Foto: ddp.)

Es ist nun genau neun Monate her, dass die Enthüllungen von nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Mitteilungen amerikanischer Diplomaten Furore machten. Jetzt wird erneut Öl ins Feuer gegossen, denn laut Medienmitteilungen sind auch die unredigierten Originaltexte im Internet aufgetaucht.

Das US Nachtichtenportal politico.com berichtete am Dienstag von der Besorgnis der Regierungsbeamten, denen die Veröffentlichung der Namen Unbehagen bereiten könnte.

WikiLeaks selbst fühlt sich nicht für diese Panne verantwortlich. In einer Erklärung von Dienstag heisst es: “Es gab keinen WikiLeaks-Fehler.” Lediglich die “Mainstream-Medien” seien für dieses Malheur verantwortlich.

Wie “Der Spiegel” jedoch berichtete ist die Existenz der ungeschwärzten Dokumente schon seit Monaten bekannt.

Ex-WikiLeaks-Sprecher Daniel Domscheit-Berg nutzt diese Panne wiederum für sich. Durch den erneuten Fehler von “WikiLeaks” sei nun belegt, dass die Seite nicht sicher sei. Bereits im August wollte der WikiLeaks-Aussteiger mit seiner Prallelplattform “OpenLeaks” in das Geschäft mit Informationen einsteigen. Allerdings nehmen die technischen Vorbereitungen mehr Zeit in Anspruch als erwartet.

Domscheit-Berg möchte jedoch nicht ein neues “WikiLeaks” kreieren sondern legt Wert auf die Unterschiede, die sich zwischen beiden Plattformen abzeichnen. An erster Stelle steht hier, dass keine Partnerschaften mit Medien eingegangen werden sollen. “OpenLeaks” soll, wie der Name schon sagt, jedem offen stehen.

Wer über heikles Material verfügt soll über sogenannte “tote Postkästen” die Möglichkeit bekommen, dieses zu verbreiten und kann selbst festlegen, wer es ansehen darf. “OpenLeaks” selbst wird keine Informationen an die Öffentlichkeit weitergeben.

(rockefeller-news)

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Written by Ortwin Oberhauser

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Aus für Nick Heidfeld – Senna übernimmt bei Renault

25. August 2011

Nick Heidfeld

Das Aus für Nick Heidfeld bei Renault. (Foto: ddp)

Aller Voraussicht nach wird Nick Heidfeld seinen Startplatz in der Königsklasse des Motorsports verlieren. Renault gab am Mittwoch Abend bekannt, dass der Brasilianer Bruno Senna für Heidfeld an den Start gehen wird. Details will Renault am Donnerstag bekannt geben.

Es hieß, dass Senna lediglich für das Rennen in Spa eingesetzt wird. Allerdings ist es sehr wahrscheinlich, dass sich Renault von “Quick Nick” trennen will, da er die Erwartungen des Teams nicht erfüllen konnte.

Heidfeld hätte den nach einem Rallye-Unfall schwer verletzten Polen Robert Kubica ersetzen sollen, was ihm allerdings nicht richtig gelingen wollte. Zumindest nach Ansicht des Teams von Renault.

Teambesitzer Gerard Lopez kritisierte Heidfeld öffentlich: “Ich bin mit Nicks Saisonvorbereitungen zufrieden, denn er hat uns sehr geholfen, das Auto zu entwickeln und die damit verbundenen Komplikationen zu meistern. Mit seinem ersten Saisonabschnitt bin ich zufrieden. Nicht ganz zufrieden bin ich jedoch mit seinen Führungsqualitäten und seiner Leistung im Team.”

Nun springt Ersatzfahrer Bruno Senna für Heidfeld ein, dem es in den 187 Rennen seiner Karriere nie gelang, einen Sieg heimzufahren. Senna ist der 27-jährige Neffe des dreimaligen Weltmeisters Ayrton Senna, der bereits 1994 tödlich verunglückte. Das Rennfahrer-Gen ist ihm also sicher.

2012 wird demnach kein einfaches Jahr für Heidfeld. Er muss sich nach einer neuen Rennserie umschauen, denn die Neueinsteiger der Formel-1 sind für ihn kein Thema. Eine Rückkehr zu BMW ist denkbar, denn die Münchener Autobauer wollen im nächsten Jahr wieder ins Geschehen der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft eingreifen.

(rockefeller-news/ks)

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Written by Rockefeller David

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Apple Gründer Steve Jobs tritt zurück

25. August 2011

Steve Jobs

Steve Jobs verlässt Apple. (Foto: dapd)

Steve Jobs gibt seinen Posten als Apple-Chef auf. Er muss sich seiner schwachen Gesundheit beugen und den Posten an Nachfolger Timothy Cook abgeben.

Es scheint als gehe eine Ära zu Ende: Der Mann, der es schaffte Millionen Menschen mit Mac, Iphone und letztlich Ipad zu begeistern, räumt das Feld.

Da Jobs per sofort zurückgetreten ist, gilt Cook von jetzt an als neuer Firmenchef. Bisher war er Chief Operating Officer und kümmerte sich um das Tagesgeschäft. In letzter Zeit hatte er Jobs bereits oft vertreten.

Jobs musste anerkennten, dass er es gesundheitlich nicht mehr schafft, die Apple Inc. zu leiten. Bereits 2004 war er an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt, 2009 folgte eine Lebertransplantation. Im Januar 2011 hatte er eine Auszeit genommen, die sich auf seine Krankheit zurückführen lässt. Zwar zeigte er sich danach wieder auf Veranstaltungen, wie der Vorstellung von ICloud, doch der 56-Jährige musste nun einsehen, dass das volle Tagespensum für ihn nicht mehr zu meistern ist.

Bereits in den drei Pausen, die Jobs einlegen musste, vertrat ihn Timothy Cook.

Ganz von der Bildfläche verschwinden wird Jobs allerdings nicht. Er wird den Posten als Vorsitzender des Verwaltungsrats (Chairman) annehmen.

Bereits am Mittwoch Abend amerikanischer Zeit gab das Unternehmen den Rücktritt bekannt. Daraufhin verlor der Aktienkurs der Apple Inc. an der Börse 5 Prozent.

In einem Brief, der zeitgleich mit dem Rücktritt öffentlich wurde, schrieb er: “Ich habe immer gesagt, dass wenn jemals der Tag kommen sollte, dass ich nicht länger meine Aufgaben und Erwartungen als Apple-Chef erfüllen kann, ich der erste wäre, der das mitteilt. Leider ist dieser Tag gekommen.”

(rockefeller-news/ks)

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Anonymus greift Gema an

22. August 2011

You Tube

Hacker starten Angriff auf Gema um You Tube zu verteidigen. (Foto: ddp)

Die Verwertungsgesellschaft Gema wurde Ziel eines Hackerangriffs der Aktivisten-Gruppe Anonymus. Der Angriff soll ein Zeichen setzen, denn der Streit um die Urheberrechtsangaben zwischen Gema und YouTube setzt sich fort.

Deshalb wurde Gema erneut Ziel eines Hackerangriffs. Zeitweise war auf deren Homepage zu lesen: “Leider ist diese Seite (nicht nur) in Deutschland nicht verfügbar, da sie auf ein Unternehmen verweisen könnte, für das Anonymous die erforderlichen Freiheitsrechte nicht eingeräumt hat.“

Dieser ironisch gemeinte Satz verweist deutlich auf die Gema-geschützten Beiträge der Video Plattform You Tube.

Es besteht ein heftiger Streit zwischen Gema (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) und You Tube. Es laufen Verhandlungen zwischen Gema und You Tube-Mutter Google über eine Vergütung von Musikvideos, die sich auf der Plattform befinden. Da eine Einigung jedoch noch in weiter ferne liegt, sind viele Musikvideos für deutsche Nutzer gesperrt. “Da die Gema die Verlagsrechte hieran nicht eingeräumt hat“ kann das Video leider nicht abgespielt werden, heisst es, sobald man auf ein gesperrtes Musikvideo stößt.

Die Gema ist bisher ratlos, wie die Aktivisten es geschafft haben, sich Zugang zu ihrer Seite zu verschaffen. Doch damit nicht genug. Auf You Tube kündigen die Anonymus Hacker “weitere Maßnahmen” an. Weiter heisst es: “Künstler brauchen gute Webvideos.” Auch Tools sollen ins Netz gestellt werden, die Usern verhelfen sollen, die Videos doch anschauen zu können.

(rockefeller-news)

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Facebook warnt Minderjährige vor Massenpartys

17. August 2011

Facebook

Facebook warnt Minderjährige. (Foto: ddp)

Nur ein einziges Häkchen entscheidet manchmal, ob man nur Freunde, oder die ganze Welt auf seine Party einlädt. Facebook hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, zumindest minderjährige User darauf aufmerksam zu machen.

Ein Häkchen mit großer Bedeutung. Die Standardeinstellung von Facebook ist so programmiert, dass beim Erstellen einer Party-Einladung zunächst alle Facebook User eingeladen sind. “Jeder kann die Veranstaltung sehen und für sie zu-/absagen“ sind die Worte, die sich jeder gut einprägen sollte. Denn vor diesen prangt grundsätzlich ein Häkchen. Wer vergisst dieses zu entfernen kann mit schwerwiegenden Folgen rechnen.

Ein 16-jähriger Saarländer bekam dies zu spüren, als er vergaß den Haken zu entfernen und plötzlich die gesamte Community zum seiner Hausparty eingeladen hatte. Zwischen 1000 und 2000 Menschen kündigten sich an. Die Polizei musste einschreiten und die Veranstaltung auflösen.

Damit diese Vorkommnisse sich nicht häufen hat Facebook nun für minderjährige User Warnhinweise eingebaut, die auf das spezielle Häkchen verweisen. Facebook reagiert damit auf die anhaltende Kritik an der Standardeinstellung. Der Zusatzhinweis befindet sich noch in der Testphase. Zudem ist er nur für minderjährige User gedacht.

Der Warnhinweis gibt jedoch nur Aufschluss darüber, dass jeder zu der Party kommen kann. Darauf, dass es zu Massenpartys mit Polizeiaufgebot führen kann, wird nicht hingewiesen. Auf die Frage, ob der Warnhinweis Erfolg hat, wollte sich der Betreiber bisher nicht äußern.

(rockefeller-news/ks)

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Google übernimmt Motorola in der Mobilfunksparte

16. August 2011

Google

Google übernimmt Motorola. (Foto:ddp)

Der Internet-Gigant Google übernimmt die traditionsreiche Mobilfunksparte von Motorola.

Bereits am Montag teilte das Unternehmen mit, dass der Kaufpreis bei umgerechnet 8,8 Milliarden Euro liegt. Google versucht damit, Andriod für Smartphones und seine Tablet Computer zu stärken, die mit Patentklagen belagert werden. Diese Klagen und die fehlenden Patentrechte verhinderten bisher, dass dich Google auf dem Smartphone-Markt durchsetzen konnte.

Motorola gilt als Mobilfunk Vorreiter und verfügt ebenfalls über eines der zahlreichsten Patentarsenale der gesamten Branche. Vor einigen Wochen hatte Google den Bieterwettstreit um das Patent-Portfolio des gescheiterten Mobilfunk Ausrüsters Nortel an Apple und Microsoft verloren.

Auch die Kauflaune der Anleger besserte sich durch die geplante Fusion. Dadurch wurde der Dow-Jones in die Höhe getrieben. Die Aktien von Motorola Mobility schossen um 56 Prozent in die Höhe.

In der gesamten Geschichte der Internetsuchmaschine gab es bisher keinen Zukauf in dieser Höhe. Mit dem geplanten Kauf des Patente-Fundus und den Geräten von Motorola greift Google seinen Rivalen Apple direkt an.

Die gesamte Übernahme soll von Ende 2011 bis Anfang 2012 über die Bühne laufen.

Google muss dafür tief in die eigenen Taschen greifen, denn je Aktie werden 40 Dollar in bar bezahlt. Das entspricht einem Aufpreis von 63 Prozent verglichen mit dem Motorola-Schlusskurs vom vergangenen Freitag. Zudem muss Google, falls der Deal nicht zustande kommt, eine Vertragsstrafe von 2,5 Milliarden Dollar an Motorola zahlen. Motorola hingegen 375 Millionen Dollar, sollte das Geschäft platzen.

(rockefeller-news/ks)

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Die Norm ist zu langweilig – Frauen in Männerdomänen

04. August 2011

Der Mann hat einen handwerklichen Beruf und die Frau ist Sekretärin. So stellen sich heute noch viele die Rollenverteilung im Berufsleben vor. Die Klischees mit denen Frauen oft zu kämpfen haben lasten schwer. Doch es gibt viele Ausnahmen. Immer mehr emanzipierte Frauen ergreifen Berufe, die ursprünglich als typische Männerdomänen galten. Auch Katrin Rehm ist eine dieser Frauen. Auch wenn sich die 24-Jährige innerhalb ihres Maschinenbau Studiums an der Hochschule Pforzheim University mit Normen beschäftigt, so lässt sie sich doch nicht von der gesellschaftlichen Rollenverteilung einschränken.

Katrin Rehm

Katrin Rehm und ihre Projektgruppe nach Beendigung ihres Erstsemesterprojektes (Foto: privat)

Katrin, wie bist du darauf gekommen, Maschinenbau zu studieren?

Ich bin eigentlich über viele Umwege erst zum Maschinenbau Studium gekommen. Nach meiner mittleren Reife habe ich zuerst einen kaufmännischen Beruf gelernt. Nachdem ich mit der Ausbildung fertig war, wurde ich in einer Abteilung eingesetzt, die beides vereinte, sowohl den kaufmännischen, als auch den technischen Bereich. Da habe ich erst gemerkt, dass ich mich sehr für Technik interessiere. Daher beschloss ich nach einigen Jahren meine Fachhochschulreife nachzumachen um ein Studium aufnehmen zu können. Zuerst wollte ich Wirtschaftsingenieurwesen machen. Nachdem ich mich eingehend informiert hatte, war mir dies aber zu untechnisch. So kam ich auf Maschinenbau.

Deine Mitstudenten sind ja hauptsächlich männlich, wie reagieren diese auf dich als weibliche Kommilitonin?

Einige waren mit gegenüber zuerst etwas skeptisch. Jungs haben es auf diesem Gebiet etwas einfacher, da sie sofort akzeptiert werden. Ich musste mich durch gute Noten und viel Fachwissen erst ihnen gegenüber behaupten. Doch als sie gesehen haben, dass ich als Frau es genauso gut drauf habe wie sie selbst, war ich voll integriert. Mit meinen Mitstudenten verstehe ich mich super.

Gab es speziell negative oder auch positive Erfahrungen?

Wirklich negative Erfahrungen habe ich keine gemacht. Ich musste mir lediglich meinen Respekt erarbeiten, aber das war mit vorher eigentlich schon klar. Ich finde es auch nicht schlimm, denn in der wirklich Berufswelt wird genau das wieder auf mich zukommen. Der Beruf ist nun einmal immer noch in Männerhand.
Positiv finde ich, dass man sich sehr um die wenigen Frauen bemüht, die diesen Studiengang ergreifen. Die Hochschule hat auch dieses Jahr wieder am Girls Day teilgenommen, bei dem 14- bis 16-jährigen Mädchen technische Studienfächer näher gebracht werden. Ich finde das super, denn ich denke, man sollte Mädchen unterstützen, das zu tun, was sie wirklich wollen und ihnen nicht irgendwelche Berufe aufzwängen, nur weil das die Gesellschaft eben so vorgibt.
Bis jetzt hatte ich auch leider nur eine weibliche Professorin. Ich fände es schön, wenn sich auch das in Zukunft etwas ändern würde und es mehr weibliche Professoren an der technischen Fakultät geben würde.

Wie reagieren die Leute, wenn du ihnen erzählst, dass du Maschinenbau studierst?

Sie schauen mich ungläubig an. Versichern sich, ob das wirklich wahr ist. Die nächste Reaktion ist die schlichte Frage: Wie bist du denn darauf gekommen? Wenn ich ihnen diese Frage dann beantworte, dann verstehen sie es aber doch meistens und sind begeistert. Den meisten Frauen, die ich kenne, die auch etwas technisches studieren, geht es genauso.

Wo siehst du dich in 10 Jahren?

Hoffentlich arbeite ich dann glücklich in meinem Beruf und lerne noch viele neue aufregende Dinge kennen. Familie stelle ich daher erst einmal hinten an. Momentan ist das für mich noch kein Thema.

Was würdest du anderen Frauen raten, die sich in einem technischen Studiengang behaupten wollen?

Selbstsicher auftreten und sich vor allem grundlegend informieren. Denn die meisten Jungs haben doch Vorwissen, wenn sie mit ihren Vätern an den Autos rumschrauben oder dergleichen. Denn nur mit fundierten Wissen kann man sich den Respekt der männlichen Mitstudenten erarbeiten. Und auf keinen Fall von den Männern verunsichern lassen. Wenn man es wirklich machen will, soll man es auch durchziehen und sich nicht reinreden lassen.

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Written by Scholl Kerstin

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Soziales Netzwerk für anonyme Hacker

18. Juli 2011

Anonymous (dapd)

Die Hacker der Gruppe Anonymous bauen sich jetzt ein eigenes Netzwerk im Internet. (dapd)

Die weltweit operierende Hacker-Gruppe Anonymous baut sich ein eigenes soziales Netzwerk auf. Am Montag war dazu auf der neuen Seite anonplus.com zu lesen, dass die Aktivisten an einem Portal namens Anonplus arbeiteten. Dort solle ein Ort “ohne Angst vor Zensur, Blackout und Zurückhaltung” entstehen. Anonplus werde jedoch “ein Projekt für alle Menschen, nicht nur für Anonymous” sein.

Die Plattform Anonplus befand sich zunächst noch im Aufbau und war noch nicht funktionstüchtig. In einem eingerichteten Forum begannen die Aktivisten jedoch damit, das Projekt voranzutreiben. Anfangs diskutierten sie aber noch ausschließlich über die Frage, welches Logo die Seite beim Start zieren solle. Eine Gruppe an Technikern sei jedoch bereits miteinander vernetzt und arbeite an der Seite.

Der Name Anonplus weist auf einen Gegenangriff auf Google Plus hin, das erst Ende Juni als Konkurrenz zu Facebook gestartet war. Google Plus hatte am Samstag das zentrale Profil von Anonymous gesperrt, weil “einige Inhalte” nicht den gewünschten Standards von Google Plus entsprochen hätten. Offensichtlich hatten Aktivisten von Anonymous daraufhin die Seite anonplus.com registriert. Das ergab eine Abfrage der dapd in der entsprechenden Domaindatenbank.

Die Aktivisten hinter Anonymous lehren bereits seit Jahren Firmen, Organisationen und Regierungen das Fürchten. So legten sie zeitweise unter anderem die Rechner der Finanzinstitute Visa und MasterCard sowie den eBay-Bezahldienstes Paypal lahm, nachdem diese begonnen hatten, den Geldfluss zur Enthüllungsplattform WikiLeaks zu stoppen. Anonymous teilt mit WikiLeaks das Ziel, für eine transparente und zensurfreie Welt zu kämpfen, und sympathisiert daher mit WikiLeaks.

Anonymous-Video gegen Scientology.

Auch Rechner der spanischen und malaysischen Regierungen wurden von den Aktivisten mit tausenden Aufrufen bombardiert, bis diese unter der Last zeitweise zusammenbrachen. Eine Abspaltung namens LulzSec knackte zudem im Frühjahr die Server von Sony. Die Gruppe Anonymous kämpft zudem bereits seit Jahren gegen Scientology. Aktivisten stehen dafür mit aufklärenden Schildern auch in Berlin stets unweit der Stände, mit denen Scientology Passanten anspricht.

Die Aktivisten verstecken sich in der Öffentlichkeit stets hinter sogenannten Guy-Fawkes-Masken, die mit der Comicreihe “V wie Vendetta” und ihrer gleichnamigen Verfilmung bekannt wurden. Sie setzen strikt auf Anonymität und verstreuen sich nach ihren Aktionen rasch. Bisher koordiniert Anonymous seine Aktionen vor allem in anonymen Internet-Chats nach dem Standard IRC. Auf ihrer neuen Plattform notierten sie am Montag: “Dieses Projekt funktioniert nicht über Nacht. Es wird viele von euch da draußen brauchen, die sich ganz einfach ein besseres Internet wünschen.”

(dapd/rockefeller-news/ss)

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Written by Sebastian

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