Herbstblues?
18. November 2010
Es ist wieder soweit, die Tage werden kürzer, das Wetter stürmisch, kalt und unwirtlich. Der Herbst ist da und mit ihm der Blues.
Experten schätzen, dass fünf Prozent der Bevölkerung unter saisonal abhängigen Depressionen leiden (SAD). Frauen sind angeblich sogar vier Mal so häufig davon betroffen wie Männer. Doch das muss nicht sein, mit einfachen Massnahmen kann man aus dem Tief ein Hoch zaubern und aus dem Herbst eine Wohlfühljahreszeit machen.
Die Sache mit dem Licht. Die kürzeren Tage bedeuten natürlich auch weniger Sonnenlicht und dies wiederum bedeutet eine geringere Produktion des körpereigenen Glückshormons Serotonin, das in unserem Körper für das Wohlbefinden zuständig ist. Fachleute raten daher, die Hausschuhe gegen die Wanderstiefel zu tauschen und möglichst viel im Freien zu unternehmen. Zum Vergleich, ein bewölkter Himmel kommt auf einen Wert von 10000 Lux (Masseinheit für Licht), während eine künstliche Lichtquelle es gerade mal auf 100-300 Lux schafft. Also Regenschirm unter den Arm, Winterjacke an und raus!
Die richtige Ernährung. In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist, so der Volksmund und er hat recht. Gute Depressionshemmer sind Lebensmittel, die Tryoptan enthalten. Diese Aminosäure gilt als die Vorstufe von Serotonin. Man findet es in Lebensmittel wie Nüssen, Spinat, Ananas, Bananen, Soja, Sellerie, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch viel Vitamin C und Kohlehydrate sind ein Muss im Speiseplan. Ersteres sorgt für eine gute Abwehr und zweiteres ist ein super Lieferant für Vitamin B, das unser Nervenkostüm beeinflusst. Ein Mangel dieser Stoffe äussert sich in Konzentrationsschwächen, Reizbarkeit und Schlappheit.
Sport. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass der Körper bei sportlicher Betätigung Glückshormone ausschüttet wie Dopamin, Serotonin, Endorphin. Das heisst Sport ist nicht Mord sonder macht Laune. Und nicht vergessen die Festtage stehen vor der Tür und bei genügend Bewegung lässt sich auch ohne schlechtes Gewissen Schlemmen. Gute Laune garantiert.
Soziale Kontakte. Und sollte man trotz allem in ein Tief geraten, sich nicht hingeben, denn wie heisst es so schön geteiltes Leid ist halbes Leid. Ran den Hörer und was mit Freunden unter nehmen. sei es ein Sparziergang oder ein schönes Fondue essen, unter Gesellschaft geht die schlechte Laune schnell mal weg.
Ein Arzt des Vertrauens. Sollte alles nichts nützen, scheuen sie sich nicht einen Arzt aufzusuchen. Depressionen sollten Sie ernst nehmen und sie nicht als Zipperlein abtun. Handeln Sie, ihr Arzt berät sie sicher gerne.













