Thailand: Weiterhin angespannte Lage nach Unwettern
01. April 2011

Eine Hauptstrasse auf Koh Phangan: Ein einziger heftiger Regenguss reicht aus, um sie unpassierbar zu machen. (Foto: rockefeller-news/md)
Thailand, Koh Samui: Nachdem schwere Unwetter schon seit fast einer Woche in der Provinz Suratthani im Süden Thailands nach und nach den öffentlichen Verkehr und so auch den Tourismus lahmlegten, wurde in den letzten zwei Tagen ein neuer kritischer Punkt erreicht.
Heftige Regengüsse lösten Überschwemmungen und Erdrutsche aus; Autobahnen wurden unterspült, Strommasten aus ihrer Verankerung gerissen, Flugverkehr und Schiffsverbindungen mussten ausgesetzt werden, mindestens 17 Menschen starben.
Auch auf der anderen Seite Thailands, an der Andaman-Küste, saßen mehrere tausend Touristen vorübergehend fest. Laut dem thailändischen Katastrophenschutzministerium sind in acht Provinzen über 840.000 Menschen von den Auswirkungen des ungewöhnlichen Naturphänomens betroffen.
So mussten mehrere hundert Urlauber von der als Taucherparadies beliebten Insel Koh Tao durch die thailändische Marine evakuiert werden. Dabei kamen unter anderem Hubschrauber und sogar der Flugzeugträger „HTMS Chakri Naruebet“ zum Einsatz.
Für die schon seit Tagen unter widrigsten Bedingungen ausharrenden Touristen hatten die sintflutartige Regenfälle und das Risiko weiterer Erdrutsche teilweise zu Panik geführt; so wurden mehr als 700 Reisende vergangene Nacht zu ihrer eigenen Sicherheit auf den Flugzeugträger verbracht, weitere Touristen wurden ebenfalls mit Kriegsschiffen von einigen der kleineren und nicht so gut frequentierten Inseln evakuiert.

So sieht es im Süden Thailands im Moment aus: Die Überschwemmungen haben großen Schaden angerichtet. (AP Photo/Sumeth Parnpetch)
Inzwischen wurden die Flugverbindungen von und zum Flughafen der Insel Koh Samui wieder aufgenommen. Die meisten Fährverbindungen bleiben aufgrund des Wellengangs und des straken Winds weiterhin ausgesetzt.
Das ist für beliebte Touristenziele wie Koh Phangan oder Koh Tao auf Dauer katastrophal, denn die Versorgung dieser Inseln hängt im Wesentlichen von funktionierenden Fährverbindungen zum Festland ab.
Der meteorologische Dienst rechnet mit einer Wetterbesserung am Wochenende; normalerweise ist es um diese Zeit im Süden Thailands Frühsommer bei herrlichem Sonnenschein, die Regenzeit setzt erst Mitte, Ende Mai ein.
/dapd; rockefeller-news/md)












